Die Gladiatorin

byKrystanX©

Die Sonne stand im Zenit. Gnadenlos vielen ihre Strahlen nieder und versengten alles, was sie erblickten. Die Luft über den Sand flimmerte und erschuf eine imaginäre Seenlandschaft. Es herrschte angespannte Ruhe. Vereinzelt war Getuschel zu vernehmen, das in der Hitze jedoch schnell verschlungen wurde.

Fraya stand alleine in Mitte der großen Arena. Schweißtropfen bildeten sich auf ihrer blassen nordischen Haut. Die junge Frau trug einen Lendenschutz aus feinem weißen Stoff, der ihr bis zu den Knien rechte, und an der Seite von kleinen Bronzeketten gehalten wurde. Es diente wohl mehr dazu, ihre athletische und vor allem weibliche Figur zu betonen. Denselben Effekt sollte wohl auch ihr bronzener Brustpanzer erfüllen. Dieser umschloss zwar ihre Brüste und verlieh ihnen zusätzliches Volumen, doch stütze er nicht ihren Bauch, Rücken oder Schultern. Der einzige echte Schutz ihres Körpers bestand aus ebenfalls in Bronze gefertigten Arm und Beinschienen, die ihre Unterarme und Schienbeine schützten.

Die Kampffläche roch nach getrocknetem Blut. Sie hatte einen Durchmesser von hundert Fuß und an den Seiten trennten zehn Fuß hohe Mauern die Kampffläche von den voll besetzten Zuschauertribünen. Die Blicke der männlichen und auch weiblichen Zuschauer hafteten an dem blonden Mädchen. Sie hatten heute schon einige Kämpfe gesehen, doch dies war die erste Gladiatorin, die sie in dieser Arena zu Gesicht bekamen. In der Provinz gab es nur wenig Exotisches, und so wurde Fraya begafft und sicher vor dem geistigen Auge des einen oder anderen ausgezogen.

Das lange hellblonde Haar der Kämpferin fiel in nasse Strähnen über ihre nackten Schultern. Sie empfand es als angenehm, denn ihre Haut war die beißende Sonne des Südens nicht gewohnt.

„Ich präsentieren ihnen Fraya, die ungezähmte Tochter eines germanischen Fürsten", brüllte der Ausrufer der Menge von der Tribüne zu. „Schon in jungen Jahren hat dieses Kind der nordischen Hölle ganz allein einen Legionär getötet. Es brauchte mehr als sechs Männer um sie einzufangen. Es ist und eine große Ehre sie euch, liebes Publikum, und ganz besonders den hier anwesenden Senatoren Gamilius Pompax und Tiberius Maximus, zu präsentieren. Und auch hier gilt unser aller Dank unserem Stadthalter Marius Campira, der als Schirmherr für das heutige Arena-Spektakel fungiert."

Die angesprochenen Männer saßen in ihren weißen Gewändern auf der Tribüne und winkten dem Volk zu. An ihrer Seite befanden sich die Ehefrauen, so wie eine kleine Anzahl an Sklaven und Leibwächtern. Währenddessen begannen die Männer das Mädchen mit obszönen Kommentaren zu bewerfen, und manche Frau schimpfte lauthals auf die Fremde. Nannte sie Mörderin und Hure.

Fraya hielt den Speer in ihren Händen fest umklammert. Sie wünschte sich innerlich, all denen die sie beschimpften, diesen Speer in den Hals rammen zu können. Ihr Hass auf Rom und all seine Bürger war groß, und man tat alles, diesen immer weiter zu schüren.

7 Jahre waren vergangen, seid die Römer ihr Dorf niedergebrannt hatten und sie in die Sklaverei verschleppt wurde. Doch 11 Jahre hatte sie die Luft der Freiheit geatmet. 11 Jahre des Friedens und des Glücks, die sie tief in sich bewahrte.

„Und hier kommt der Gegner unserer nordischen Amazone. Ihr alle kennt ihn, den Schlächter aus dem Orient, den tapfersten Kämpfer der ganzen arabischen Halbinsel. Unbesiegt in über 30 Kämpfen. Einen Kämpfer, der schon die Ehre hatte, vor dem Kaiser das Blut in der Arena zu vergießen. Elhadin der Thraker!", brüllte der Ausrufer.

Das Gatter öffnete sich und offenbarte einen dunkelbraun gebrannten Mann. Ein mächtiger vier Fuß hoher Schild ruhte in seiner linken Hand. Eisenbeschläge umrandeten ihn. Seine rechte Seite wurde von einem Bänderpanzer geschützt, der bis zu seiner Schulter hoch reichte. In der behandschuhten Hand hielt er eines der berüchtigten römischen Kurzschwerter.

Fraya konnte sein Gesicht nicht sehen, denn der Helm umschloss es fast vollständig. Der Schweiß rann ihr übers Gesicht und schmerzte ihre blauen Augen. Langsam schritt er auf sie zu. Das Herz des Mädchens begann, schneller zu schlagen. Es war nicht ihr erster Kampf. Jahre lang war sie für den Arenakampf ausgebildet worden. Sie hatte schon mehrere Kämpfe gegen Frauen bestritten. Meist fanden diese jedoch bei Orgien und ohne tödliche Waffen statt.

Dies war ihr erster Kampf in einer so großen Arena, wo nicht länger bis zur Aufgabe, sondern bis zum Tod gekämpft wurde. In den Arenen kleinerer Städte reichte es meist am Boden zu liegen, um den Kampf zu beenden. Hier jedoch stimmte das Volk über das Leben des Besiegten ab. Doctius hatte ihr das genau erklärt. Wenn sie verliert, dürfte sie nicht mit Gnade rechnen. Das Volk liebte Blut und den Tod. Und den Tod einer schönen jungen Frau gab es nur selten zu bestaunen. Am besten würde es dem Menschen gefallen, wenn er langsam über sie hereinbrechen würde. Ihr Blut würde im Sandboden versickern und damit auch ein kleines Vermögen für ihren Herrn, der auf der Tribüne saß.

Der thrakische Kämpfer war inzwischen nur noch wenige Schritte von ihr entfernt und der Arenameister gab das Signal zum Kampfbeginn. Dies riss auch Fraya aus ihren Gedanken in den Augenblick zurück. Hastig richtete sie den Speer auf ihr Gegenüber aus. Im Kampf gegen einen Thraker hatte sie die Reichweite ihres Speers zur Verfügung.

Normalerweise kämpften Speerkämpfer mit einem Netz als Zweitwaffe. Da sie jedoch nicht über die ausreichende Kraft verfügte, hatte man ihr nur etwas zusätzlichen Schutz in Form der Arm- und Beinschienen gegeben. Außerdem hatte sie noch einen langen Dolch, der jetzt noch an ihrer Hüfte hing.

Barfüßig schlichen sie wie Raubkatzen um einander rum. Ihre Füße schmerzten im heißen Sand doch sie durfte sich nicht davon ablenken lassen. Der Schweiß perlte ihr vom Leib. Auch der freie muskulöse Oberkörper ihres Gegenübers zeigte den feuchten Glanz der Sommerhitze.

Die Menge tobte und verlangte nach Blut, aber noch belauerten sich die beiden Gladiatoren. Sie gierten nach einer Schwäche ihres Gegners, ohne sich jedoch selbst eine geben zu wollen. Fraya hielt die Spitze des Speeres immer auf ihren Gegner gerichtet, ohne ihm jedoch ein festes Ziel zu bieten, welches er mit seinem Schild beiseite schlagen konnte. Die Schreie des Publikums wurden lauter.

Der Thraker ging zuerst darauf ein. Er stürmte plötzlich auf sie zu. Sein Ausfall erfolgte mit der Geschwindigkeit einer Raubkatze und sie konnte nichts weiter tun, als zurückzuweichen, denn der Schild drohte förmlich ihren Speer zu erbrechen, sollte er ihn mit voller Wucht treffen.

Sie wirbelte Rückwerts um die eigene Achse und versuchte damit dem Schwerthieb des Mannes zu entkommen. Es gelang ihr und einen Augenblick später kauerte sie auf einem Knien, den Speer fest abgestützt und bedrohte so die Unterseite des Gegners. Dieser setzte jedoch sofort weiter nach. Sie nutzte ihre Gelegenheit. Die scharf geschliffene Speerspitze schlitzte über sein rechtes Bein, das ungeschützt war. Sie hatte ihm eine tiefe und gewiss schmerzhafte Fleischwunde an seinem Unterschenkel gerissen. Doch nun war er an ihr dran. Sein Schild schlug gegen ihren rechten Arm und schleuderte sie mit Wucht zurück. Die Wunde, die sie ihm gerissen hatte, schien ihn nicht weiter zu stören. Sie ließ ihren Speer los und rollte sich nach hinten ab. Dabei verfehlte sie sein Schwerthieb nur um Haaresbreite und er stieß stattdessen mit großer Wucht in den Arenasand.

Nun war der Kampf nach dem Geschmack des Publikums. Es hatte Blut geleckt und würde nicht eher ruhen, bis es in Strömen floss.

„Töte die Schlampe", drang es aus dem Publikum. „Weide sie aus."

Fraya tat nun alles, um diesen Wünschen nicht nachzukommen. Ihr Speer lag unerreichbar im Arenasand und der Thraker schritt weiter auf sie zu. Ihre Finger umschlossen den Griff ihres Dolchs und rissen ihn aus der Scheide. Mehrmals schlug der südländische Kämpfer nach ihr. Drei Mal konnte sie ihm ausweichen. Zweimal parierte sie den Schlag mit ihrer linken Armschiene. Diese trug davon tiefe Kerben und Blut sickerte hervor.

Dann entschied sich der Mann zu einer neuen Taktik. Er stürmte abermals auf sie zu, und versuchte, sie mit dem Schild umzuwerfen. Fraya keuchte schmerzhaft auf, als das Schild sie frontal traf und ihr die Luft aus den Lungen presste. Der Dolch glitt ihr aus den Fingern und landete einige Schritte entfernt im Sand, während der Gladiator mit seinem Gewicht und dem Schild auf ihr lag.

Der Thraker versuchte nun, ihr von der Seite einen tödlichen Stoß zu versetzen. Durch das Schild, das zwischen ihnen lag, konnte er nicht genau sehen, wohin er stach.

Fraya schrie laut auf, als er die Klinge in ihre Brust bohrte. Ein Lautes knacken war zu vernehmen und die Klinge stoppte. Der Mann rollte sich ab und zog seine Klinge heraus. Erschöpft trat er den Schild zur Seite, um den Zuschauern die besiegte Amazone zu präsentieren. Aber sie war noch nicht besiegt. Blut quoll aus einer klaffenden Wunde an der linken Brust. Die Klinge hatte den zierlichen Brustharnisch aufgerissen. Erst eine ihrer Rippen hatte die Schwertspitze von einem tödlichen Stoß in ihr Herz abgehalten.

Ihre Brust brannte wie die Hölle. Mit schmerzverzerrtem Gesicht blickte sie zu ihm auf. Der Krieger zog seinen Helm vom Kopf und stand über ihr. Seine Klinge auf ihr Herz gerichtet.

„Tot, tot, tot!", schrien Frauen und etwas zögerlicher auch die Männer im Chor. Nur ein junges Mädchen, das auf den Zuschauertribünen saß, fühlte mit der Amazone, die nun doch unterworfen worden war.

Elhadin blickt zu der Tribüne, auf der der Stadthalter saß. Das Blut des Mädchens tropfte von seinem Schwert auf den brühend heißen Sand. Der Stadthalter blickte zu den Senatoren und den Ehefrauen und hob die Hand.

Fraya nutzte diesen Augenblick. Sie nahm all ihre verbliebene Stärke zusammen und tat nach mit dem rechten Bein nach oben. Ihr Fußspann traf ihn genau zwischen den Beinen. Der tonlose Schrei des Mannes hallte durch die Arena. Sie biss die Zähne zusammen und sprang auf die Beine. Dabei fiel ihr der zerschnittene Brustharnisch ab, und entblößte ihre jungen festen Brüste. Ihr Ellbogen raste gegen das Kinn des Mannes, der sich noch immer von Schmerzen winselnd nach vorne beugte, und schleuderte ihn nach hinten zu Boden.

Sie entriss ihm das Schwert und kniete sich nun mit gespreizten Schenkeln auf seine Brust, während sie den benommenen Gladiator die Klinge an die Kehle setzte. Fraya keuchte. Der Schmerz in ihrer Brust ließ ein Gefühl der Übelkeit in ihr aufsteigen. Ihr Blick schweifte durch das Publikum, das verstummt war. Das Unfassbare war geschehen.

Die Masse blickte einen unendlichen Augenblick lang auf das blonde Mädchen, über dessen Brüste Blut und Schweiß flossen und auf das Gesicht des besiegten Gladiators tropfte. Der Stadthalter beugte sich vor und tuschelte kurz mit den beiden Senatoren. Beide besaßen Gladiatorenschulen, und beide hatten hier einen Kämpfer in der Arena. Das Volk hatte keine Entscheidung gefällt und so oblag es ihm, dies zu tun.

Der Stadthalter erhob den Daumen. Fraya ließ erschöpft die Klinge in den Staub fallen. Erste Jubelrufe waren zu hören. Doch für das Mädchen klangen sie nur als fernes Echo. Ihr Körper, ihre Glieder, ihr Kopf fühlten sich leer an. Ausgelaugt. Dieses dumpfe Gefühl griff immer weiter um sich. Schließlich wurde ihr Schwarz vor Augen. Sie spürte noch ein paar kräftige Hände, die sich um sie legten. Dann wurde sie von dem Michts in ihrem Kopf fortgerissen.

Die Vorbereitung

Das Gefühl kehrte langsam in ihre Glieder zurück. Es war ein Traum aus süßen Fragmenten, die ihr unwirklich vorkamen. Sie fühlte die zärtliche warme Berührung einer unbekannten Hand auf ihrem Busen. Sie war sanft und sinnlich. Glich keiner Berührung, die sie jemals wahrgenommen hatte. Ein erregtes Seufzen huschte über ihre Lippen, als die fremden Handflächen ihre Knospen umspielten, die sich einem Frühlingserwachen gleich empor steckten. Ihr Körper zitterte, als sich die gewandten Hände über das empfängliche Fleisch ihrer Brüste bewegten, ihren flachen Brauch hinunter geleiteten, und schließlich zwischen ihren Schenkeln die empfindsame Knospe ihrer Lust umspielten. Erneut stöhnte sie auf. Diesmal lauter -- ihr unbekanntes sinnliches Erlebnis mitteilend.

„Ich denke sie ist wach, Herrin. Sollen wir noch etwas Mohnsaft holen?" Drang eine Stimme aus unwirklicher ferne an Frayas Ohr.

„Nein, sie hat genug. Zuviel ist nicht gut", tauchte eine zweite Stimme auf. Während sie die Hand zwischen ihren Schenkeln spürte. Zärtlich und dich fordernd glitt sie über die Haut. Streifte über die zarte Behaarung ihrer Scham, und wanderte tiefer bis zu ihrem Poansatz.

„Wie ihr wünscht, Herrin. Soll ich jetzt den Bader hohlen?", fragte die Erste.

„Ja. Wie können sie so schließlich nicht vorführen." Fraya fühlte die Finger, die spielerisch durch ihre blonden Schamhaare streichelten.

„Ja, Herrin." Die Finger öffneten leicht die feinen geschwollenen Lippen ihrer Weiblichkeit, in denen sich unbewusst große Mengen Feuchtigkeit gesammelt hatten. Ein Finger tastete sich weiter. Berührte die Öffnung zu jener verborgenen Grotte, die allen Frauen gemein war. Ihre Augenlieder flackerten, als einer der Finger vordrang. Das feste und zugleich feuchte Fleisch teilte und schließlich gegen den Widerstand ihrer Unversehrtheit stieß.

Das Mädchen vernahm ein Lachen, es war leise und besaß doch jenen arroganten Tonfall, der allen Mächtigen zu Teil war. Langsam glitt der Finger wieder zurück. Er streifte durch den feuchten Strom, der sich zwischen ihren fleischigen Lippen auftat und glitt bis zu ihrem Kitzler. Dort verhaarte er einige Augenblicke, einem hungrigen Raubvogel gleich, in der Luft.

„Du kannst die Augen öffnen. Ich weiß, dass du wach bist. Verstehst du mich, Sklavin?"

„Ja, Herrin", hauchte sie nach einigen Momenten, die sie brauchte, bis die Worte zu ihr durchdrangen. Sie mühte sich, die Augen zu öffnen. Tageslicht fiel durch ein weites Fenster herein. Sie lag offenbar auf einer hohen Liege, denn die weiße Seide gehüllte schwarzhaarige Frau stand neben ihr auf Hüfthöhe. Das leichte Drehen ihres Kopfes gestaltete wahr Herausforderung. Alles fühlte sich so langsam an. Jede Faser ihres Körpers reagierte verzögert. „Was ist mit mir? Bin ich, bin ich tot?"

„Nein, du dummes Ding", lachte die Frau. Streichelte wieder Frayas Kitzler. „Sonst würdest du dies wohl nicht genießen können. Du genießt es doch, oder?"

„Ja, Herrin", antwortete sie aus Reflex. Es fühlte sich zwar wirklich gut an, doch war sie im Moment, wo ihr verstand gerade wieder erwachte, einfach zu überwältigt, als dass sie es wirklich genießen konnte. Die Fremde schien dies zu bemerken und nahm auch schon ihren Finger von ihrem Kitzler. Jetzt erst bemerkte sie mit einiger Verzögerung den Verlust dieser neuen Gefühle. „Wo bin ich?"

„Du bist im Haus des Senators Tiberius Maximus. Ich bin Lukrezia, seine Frau. Diese Villa liegt ca. 20 Meilen südlich von Rom."

„Wie?", stotterte Fraya. „Du hast fast 6 Tage lang geschlafen. Nach deinem Sieg in der Arena bist du einfach so wie ein nasser Sack Korn umgefallen."

„Sechs Tage? Wie konnte ich... wie?", rang sie um Fassung, während sie Hand der Herrin über ihre Brust streifte und erneut ihre Knospen umspielte.

„Die Arena hat viel von deinem Blut aufgesogen. Die Ärzte haben dich versorgt und wir nahmen dich mit. Ich habe dir Mohnsaft geben lassen, damit du schläfst. Du hast auf der Reise auch nicht viel verpasst. "Sie umrundete das harte rosige Fleisch ihrer Brustknospe mit ihrer Fingerkuppe.

„Und warum bin ich hier?"

„Gamilius Pompax und mein Mann Feiern heute Abend eine Orgie. Du sollst dabei auftreten. Dein Kampf gegen Elhadin hat sich herumgesprochen. Du bist eine Attraktion, die einige Männer und Frauen sogar aus Rom heute Nacht hier herlocken werden."

Gamilius Pompax, der Name kam ihr vertraut vor. 7 Jahre war es her, dass sie ihn das erste Mal hörte. Ihm gehört die Gladiatorenschule in der Fraya ihre Ausbildung erhalten hatte. Und natürlich gehörte auch sie diesem Mann, der sie als halbes Kind gekauft hatte. Bevor sie jedoch weiter denken konnte, streifte die Hand der Herrin über ihren Hals und ihre Wange. Ein sinnlicher Schauer durchfuhr sie. Es war die Zärtlichkeit einer weiblichen Hand, die so ungewohnt über ihre Haut glitt.

Lukrezia beugte sich zu ihr runter und leckte über ihr Ohrläppchen. Dann biss sie zärtlich in dieses und flüsterte der Sklavin zu: „Du bist wirklich ein kleiner wertvoller Schatz. Dein Sieg hat mir zehntausend Dinare eingebracht." Ihre Hand legte sich wieder auf Frayas Scham und streichelte durch den vor Erregung schon ganz feuchten Pelz. „Ich will mich ein wenig dafür bedanken. Auch wenn man das normalerweise nicht bei einer Sklavin tut."

Das Mädchen zitterte, als die Herrin ihren in Liebessaft getränkten Finger abermals auf den Kitzler der Gladiatorin legte und diesen liebevoll umkreiste.

„Danke, Herrin", stöhnte sie. Die Frau ließ ihren Finger immer schneller über diese noch so unberührte Liebesknospe wandern. In kreisenden Bewegungen umrundete sie das lüsterne Fleisch der Sklavin mit ihrer Fingerkuppe. Genoss die hilflosen verklemmten Zuckungen ihrer Lust und trieb die Kämpferin immer weiter voran.

„Ja, meine kleine germanische Jungfrau, gib dich ganz deiner Lust hin", hauchte sie ihr ins Ohr. Frayas Finger verkrampften sich in den Stoff der Decke, auf der sie lag. „Ja, so ist es gut."

Plötzlich nahm die Frau ihren Finger von ihrer Scham und richtete sich auf. Fraya konnte den Entzug dieser Lustquelle erst nicht verstehen. Ihr junger Körper war gerade noch mit fremdartig neuen Gefühlen, unbeschreibbaren Genusses überschwemmt worden, und nun ließ man sie zurück in einer Hülle, die sich nach Erlösung sehnte. Enttäuscht und verwirrt richtete sie sich umständlich auf.

„Herrin?", fragte eine männliche Stimme. Sie gehörte einem Sklaven, der gerade den Raum betreten hatte. Der glatzköpfige Mann mittleren Alters trug ein einfaches Leinengewand. An seiner Seite befanden sich zwar dunkelhäutige Sklavinnen, in simplen schwarzen Leinengewändern, die ihnen allerdings nur bis zu den Oberschenkeln gingen.

„Du bist spät, Carmio", harschte Lukrezia den Mann an.

„Verzeiht Herrin", erwiderte der Barbier mit gesenktem Haupt.

„Nun lass uns keine weitere Zeit verlieren", sprach die Frau hektisch.

„Sieh her." Sie strich durch Frayas Schambehaarung. „Das hier muss alles ab. Sie kann heute so nicht auftreten. Glatt wie Venus-Arsch soll es sein. Entdecke ich auch nur einen Haarstoppel, lasse ich dich auspeitschen."

„Ja, Herrin."

Ihre Hand wanderte weiter runter über Frayas durchtrainierte Schenkel bis zu ihren Füßen. Die Erregung schwand und wich der anerzogenen Gleichgültigkeit, die allen Sklaven mit der Zeit gemein wurde. Auch wenn sich für das Mädchen, der Wechseln zu schnell vollzog. Denn sie spürte noch immer, wie es leicht aus ihrer Fotze tropfte.

„Auch hier unten muss alles glatt sein. Ihr Kopfhaar passt, wie es ist. Es hat diesen wilden barbarischen Charme. Denn wollen wir heute Abend zur Geltung bringen."

„Ich habe verstanden, Herrin."

„Gut, dann tue dein bestes, und wage es ja nicht ihre mehr als ihre Härchen zu entfernen, oder gar ihrer kleinen Jungfrauenfotze zu viel Beachtung zu schenken. Sonst lasse ich Garus deinen Schwanz den Hunden zum Fraß vorwerfen."

„Ja, Herrin." Der Barbier schluckte kurz.

Er begann seine Arbeit erst, als Lukrezia den Raum verlassen hatte. Eine der schwarzafrikanischen Sklavinnen stellte einen Bottich neben Frayas Liege auf einen Hocker. Die andere legte ein kleines Arsenal an Messern, Scheren und Kämmen daneben aus.

Der Mann streifte prüfend über den dünnen Flaum auf den Unterschenkeln der nordischen Amazone. Nach einem kurzen Kopfschütteln sprach er zu einer der Sklavinnen in einer ihr unbekannten Sprache.

„So meine Kleine, jetzt wollen wir mal den Pelz entfernen für deinen großen Abend", lächelte der Glatzköpfige und griff nach einer Schere. Er drückt ihre Schenkel leicht auseinander. Sie ließ ihn gewähren, wie sie es in den Jahren durch Prügel, Peitsche und Hunger gelehrt bekommen hatte. Trotzdem regte sich die natürliche Scham in ihr gegen den Mann. In der Gladiatorenschule hatten Männer sie nur im Kampf berührt. Und meist trug sie dabei einen dicken gepolsterten Harnisch.

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