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Keine Engel - Akt 01

byKrystanX©

Dirk lag neben dem Pool. Die Sommersonne brannte auf seine gebräunte Haut nieder. Es war heiß. Sehr heiß und Schweißperlen bildeten sich auf seiner Stirn. Der 18 Jahre alte Junge schob sich eine Strähne aus seinem Gesicht und glitt mit den Fingern weiter durch seinen dunklen Haarschopf. Dabei fiel sein Blick auf Ester, seine Schwester.

Wenn Dirk ein braun gebrannter Hüne war, so war seine Zwillingsschwester das genaue Gegenteil. Ester hatte blasse Haut und war nur 168 cm groß. Sie wog gerade mal 47 Kilo, mit denen sie sich allerdings schon viel zu Dick vorkam. Ihr langes schwarzes Haar reichte ihr bis zu den Hüften und zwischen ihren Schenkeln konnte man durchsehen und einen Blick auf ihre wundervolle Scham werfen, welches durch ein dunkelblaues Bikinihöschen betont und zugleich versteckt wurde.

Dirk seufzte sehnsüchtig bei Esters Anblick und war froh auf dem Bauch zu liegen, um die sich sofort bildende Erektion zu verbergen, die sich bei dem Anblick des grazilen, jungen Körpers bildete. Es war nicht das erste Mal, dass er ihren Anblick erregend fand. Seid Jahren war die Schönheit, die fast jede Nacht in seiner Nähe schlief auch seine heimliche Begierde. Eine Begierde, von der auch sie wusste und mit der sie spielte.

Mit laszivem Hüftschwung kam sie zu ihrem Bruder und ließ sich auf ihren Knien nieder, wobei sie diese soweit öffnete, dass ihr Schambereich genau auf seiner Augenhöhe war. Der junge Mann konnte die Konturen ihrer Schamlippen erkennen, die sich unter dem elastischen Stoff abzeichneten. Ihr offen getragenes Haar fiel ihr frei über die Schultern und sie wartete einige Momente um ihren Bruder allein mit ihrer rasierten Vulva zu lassen, die sich hinter dem Stoff so unerreichbar verbarg.

Dirk wusste, wie die Scham seiner Schwester aussah. Er wusste auch, dass sie sich dort rasierte, denn Ester nutzte ihren weiblichen Körper gnadenlos aus. Ein paar Mal hatte sie ihren Bruder schon ins Bad gerufen, während sie sich gerade ihren für ihn so reizvollen Schambereich rasierte, um ihn irgendwelches belangloses Zeug zu fragen. Sie tat dies nur aus einem Grund: Macht.

Ester war ein Biest. Die Schlange in dem Paradies, in dem Dirk lebte. Sie war die verbotene Frucht, die sich ihm so oft es ging, anbot, um sich dann gleich wieder zu entfernen, wenn er danach schnappen wollte. In ihren Händen hielt sie zwei Gläser mit fruchtigen Cocktails. Einen reichte sie ihrem Bruder, während sie den anderen für sich behielt.

"Bei der Hitze sollen wir viel trinken, hat Michaela gesagt. Deswegen habe ich uns ein paar Mai Tais gemacht." Die Schwester lächelte verschlagen und entzog ihm dann die köstliche Aussicht auf ihr Geschlecht um ihre schlanken Beine in den Pool zu tauchen, während sie selbst den Strohhalm ihres Cocktails an ihre Lippen führte. "Lass es dir schmecken!"

Michaela war ihre Mutter, aber ihre Kinder nannten sie nur Michaela. Sie wollte es so, denn sie fühlte sich dadurch jünger. Ihre Mutter war bei weiten nicht alt. Mit 37 konnte man die immer gestylte Frau durch aus auch für Mitte zwanzig halten, da sie genau wie ihre Tochter einen strickten Diätplan einhielt und vier Mal in der Woche ins Fitnessstudio ging. Trotzdem hatte sie große Angst davor zu altern. Vielleicht war es dies auch der Grund für ihr manchmal sonderbares Verhalten.

Dirk nahm einen genüsslichen Schluck von seinem Cocktail. Seine Schwester verstand sich aufs Mixen von Cocktails und so war es ein sinnlicher Genuss, während sich seine Augen an ihr nicht sattsehen konnten. Fast wehmütig sah er, wie sie ihren Mai Tai neben sich abstellte, und dann über ihren schlanken Po ins Wasser glitt, um einige Runden zu schwimmen.

Ihr schlanker Körper glitt durch das Wasser und Dirk dachte daran, es ihr gleich zu tun. Alkohol hatte bei ihm eine aufgeilende Wirkung, welche durch die schwüle Hitze noch verstärkt wurde. In Gedanken hatte er seine Schwester schon oft gefickt und auch jetzt tat er es. Er sprang zu ihr, drückte ihren grazilen Leib an den Beckenrand und stieß seinen gewaltigen Prügel in sie. Sie sollte stöhnen, wenn er sie in ihre feuchte Spalte fickte. Sie sollte schreien, wenn er sie in ihren knackigen Arsch fickte. Sie sollte schlucken, wenn er sie in den Mund fickte.

Unvermittelt wurde der Junge aus seinen Gedanken gerissen. Sein iPhone klingelte. Eigentlich war es kein Klingeln, sondern der aktuelle Sommerhit, welchen er als Klingelton eingestellt hatte. Ein wenig umständlich griff Dirk nach dem Gerät und blickte auf das Display.

"Ja?", stöhnte er.

"Dirk, bist du schon unterwegs?", erklang die Stimme seiner Mutter.

"Unterwegs?", fragte er verwirrt.

"Ja, hat dir Ester nicht gesagt, du sollst heute Nachmittag deiner Tante helfen die Sachen für den Wohltätigkeitsball am Samstag ein zuladen."

"Aber, ich wollte heute Nachmittag mit den Jungs ins Schwimmbad. Ich habe schließlich Ferien."

"Ich habe ihr schon zugesagt!", entgegnete ihm seine Mutter.

"Dann mach du es doch."

"Ich kann leider nicht. Ester und ich haben in einer Stunde einen Termin."

"Ach und ich nicht?", antwortete Dirk verärgert.

"Du bist nun mal unser starker Mann im Haus. Denk dran, um 14 Uhr bei in der Kantstraße."

Sie legten gleichzeitig auf. Dirk blickte zu seiner Zwillingsschwester. Von der Erregung war nun nichts mehr zu sehen. Stattdessen harschte er sie an: "Wann wolltest du mir das mit heute Nachmittag und Tante Sonja erzählen?"

"Ups", lächelte seine Schwester unaufrichtig. "Du magst sie doch, als sei ein braver Neffe und hilf deiner Tante. Wenn du ihr auf den Arsch guckst, darfst du dabei an mich denken."

Dirk erhob sich und meinte: "Danke nein, lieber denke ich an eine Giftschlange!"

"Du bist heute aber nett", schmunzelte sie und leckte sie über ihre schmalen, mit Lippenstift betonten Lippen.

"Wo fahrt ihr beide eigentlich hin?"

"Ins Shopping Village", seufzte sie, als wäre es etwas Schlimmes. Dieses überteuerte Outlet Shoppingcenter hatte man im Stil eines fränkischen Dorfs nachgebaut. Allerdings war es so authentisch, wie Disneyland. Es gab unzählige Designerläden und seine Schwester verprasste dort gerne Mal ein durchschnittliches Monatsgehalt, wobei sie im Vergleich zu ihrer Mutter noch sparsam war. Michaela hatte reich geheiratet und genoss nun den Luxus, der ihr ihrer Meinung nach zustand, auch wenn Dirk sowohl seine Mutter als auch seine Schwester dafür verachtete. So gesehen war es für den Jungen sogar angenehmer den Nachmittag mit seiner Tante zu verbringen.

Er verließ den Pool und seine Schwester, um erst einmal zu duschen. Danach würde er sich halt um seine Tante kümmern, während die beiden den Konsumtempel besuchten.

***

Die Kantstraße war nicht weit vom Zoo im Zentrum der Stadt. Dirk fuhr mit seinem neuen Sportwagen durch die Innenstadt, bis er schließlich einen Parkplatz fand und die letzten hundert Meter zu Fuß gehen musste.

Es war ein Schock, aus dem klimatisierten Auto in die schwülheiße Stadtluft einzutauchen. Der Wetterbericht hatte ein kühlendes Gewitter versprochen, doch bis jetzt konnte Dirk nur einen blauen Himmel und eine gnadenlose Sonne erkennen, welche auf den Asphalt niederbrannte.

Sonja wartete bereits vor ihrer Wohnung, als er ankam und sie begrüßte ihn mit einer freundlichen Umarmung. Sie trug eine blaue Jeans, Turnschuhe und ein T-Shirt. Körperlich sah sie Michaela und Ester recht ähnlich. Im Gegensatz zu ihrer Schwester hatte Dirks Tante keine Hemmungen selbst Hand anzulegen. Mit 25 Jahren war sie für den Jungen mehr eine große Schwester und so verstanden sich die beiden auch ganz gut.

Sie hatte ihr schwarzes Haar zu einem Pferdeschwanz gebunden und sprang in den Transporter, den sie sich von der Gemeinde geliehen hatte. Dirk stieg ebenfalls ein und schnallte sich an.

"Danke, dass du dir Zeit genommen hast. Ich weiß ja, bei so einem schönen Wetter hätte ich an deiner Stelle bestimmt auch etwas anderes vor." Sonja warf ihm ein freundliches Lächeln zu, welches Dirk unbewusste an die lasziven Verführungsversuche seiner Schwester erinnerte. Der Junge kam ins Schwitzen, und das lag nicht nur an der fehlenden Klimaanlage.

"Schon in Ordnung", winkte er ab.

Sie nickte und drehte dann den Zündschlüssel um. Als sie sich mit dem Transporter aus der Parklücke schob, beobachtete der Junge sie mit unverhohlener Neugier. Seine Tante war so anders als der Rest ihrer Familie. Vielleicht hatte sie das von ihrem Vater, Dirks Großvater, den er nie kennengelernt hatte.

***

Der Nachmittag verging schnell. In der ganzen Stadt sammelten Sonja und ihr Neffe alte Sache von Wert ein, die bei einer Wohltätigkeitstombola verkauft werden sollten. Die Bank in der Sonja als Sekretärin arbeite. Organisierte diese Veranstaltung, wobei die Hauptlast an die unbedeutende junge Frau abgeschoben wurde, während sie die Manager mit ihren Scheckheften nur am Samstagabend zu einem Dinner mit Champanier und Kaviar versammelten, zu dem Sonja sicher nicht eingeladen war. Dirks Vater Eugen würde sicher dort sein, und auch Michaela, sofern sie keine Verabredung mit ihrem Fitnesstrainer hatte.

Dirk fand gefallen an der Arbeit mit Sonja. Beide scherzten und lachten, während ihre Kleidung vom Schweiß durchnässt war. Wenn Sonja bemerkte, dass ihr Neffe immer wieder einen lüsternen Blick auf ihre Oberweite war, die sich nun besonders deutlich abzeichnete, ließ sie es sich nicht anmerken.

Zu Dirks Leidwesen waren die Sachen oft schon lange in irgendwelchen Kellern oder Dachböden ausgelagert worden. Staub, Öl und Dreck sammelten sich auf seinem Hemd und seiner Hose. Auch seine Tante bekam einiges ab. Bald schon machten die beiden Witze über die Dreckschicht auf ihrer Haut, welche Sonja nun als eine Form von Make-up bezeichnete.

Nachdem sie Spiegel, Stühle, Vasen, Geschirr und Skulpturen schließlich in das Lager geschafft hatten, brachten sie den Transporter zurück. Sie gingen zurück zu Sonjas Wohnung, da beide nun erst einmal eine Dusche brauchten und Dirk keine Lust hatte, sich so durchnässt in den Ledersitz seines Autos zu setzen.

Inzwischen waren schwarze Wolken am Himmel aufgezogen und leises Donnergrollen war zu hören. Ein kühlender Wind streichelte nun immer wieder ihre verschwitzen Körper. Doch leider war dieser kurze Kuss kühlender Luft nur ein unbeständiges Vergnügen, während die schwüle Sommerluft allgegenwertig blieb.

Sie gingen in den vierten Stock. Dort wohnte Sonja in einer kleinen Wohnung. Dirk war noch nicht oft hier gewesen. Seine Tante wohnte alleine. Da die Miete in Frankfurt hoch war, besaß diese Wohnung nur das nötigste. Ein kleines Badezimmer, eine Küche, die auch als Wohnzimmer diente und ein kleines Schlafzimmer, in dem sich Sonjas Hochbett befand.

Sonja hatte Dirk ihren Wäschetrockner angeboten, der seine Sachen zwar nicht säubern aber zumindest trocknen würde. So warf er Hose, Socken, Slip und Hemd in den Trockner, während er selbst die Dusche nutzte.

Das Duschen war nun ein wahrhafter Genuss. Schweiß und Dreck konnte er einfach von seinem sportlichen Körper spülen. Aber es war noch mehr, die Dusche fühlte sich wie eine richtig gute Seelenmassage an. Dirk massierte seinen jungen Leib mit demselben Männershampoo ein, wie es auch zu Hause stand und von seinem Vater und ihm genutzt wurde. Der erfrischende Duft und das kühlende Kribbeln der Inhaltsstoffe belebten ihn aufs Neue. Es tat einfach gut. Immer wieder streichelte er mit dem Duschkopf über seinen Körper und spannte ein wenig seine wohlgeformten Muskeln an.

Als er fertig war, griff er sich einen Bademantel, der ungefähr seine Größe hatte, und verließ das Bad.

"Du kannst jetzt rein", meinte er zu Sonja.

"Deine Sachen brauchen noch ein wenig. Du kannst dir ja solange ein Bier oder eine Cola aus dem Kühlschrank nehmen." Sonja betrachte ihn, als würde sie ein Kunstwerk in einem Museum betrachten.

Dirk erwiderte ihren Blick. Seine blauen Augen hafteten sich an die dunkelgrünen Augen seiner Tante. Der Junge fühlte sich ihr gegenüber plötzlich ungemein nackt. Der weiche Bademantel schien ihn nicht zubedecken. Beide kamen sich näher. Er konnte ihren Duft wahrnehmen. Ihr Schweißgeruch war ihm nicht unangenehm. Im Gegenteil. Es war erregend. Ihr durchnässter Körper drückte sich an den seinen. Sie blickte zu ihm auf, war er doch fast einen ganzen Kopf größer als sie. Einen Moment lang konnte man die Spannung zwischen ihnen förmlich sehen und ein leichtes Donnergrollen kam von draußen. Dann stahl sie sich an ihm vorbei ins Badezimmer und schloss hinter sich die Tür.

***

Sonja war ein wenig verwirrt von jener sexuell angehauchten Spannung, die da auf einmal zwischen ihrem Neffen und ihr entstanden war. Sie schlüpfte aus ihren klebrigen Kleidern und tauchte ein unter den feuchten Wasserstrahl.

Dirk war wirklich ein hübscher junger Mann. Er hatte große Ähnlichkeit mit seinem Vater, auch wenn der Junge weit weniger arrogant war als ihr Schwager, Sonjas Chef. Vor allem aber sah der Junge in dem Bademantel seines Vaters richtig geil aus. Was war nur los mit ihr.

Die junge Frau schüttelte verzweifelt den Kopf. Sonja war beiweiten nicht Prüde. Wäre sie es, hätte sie bestimmt nicht dem Drängen ihres Schwagers stattgegeben, der sie seit vielen Jahren mit gewisser Regelmäßigkeit fickte, und ihr wohl auch aus diesem Grund die Wohnung in der Nähe ihres gemeinsamen Arbeitsplatzes besorgt hatte.

Unbewusst rieb sich Sonja ihre Vulva. Die Erregung ließ sich nicht so leicht abschütteln. Vielleicht lag es ja an ihren Hormonen. Die Zeit ihres Eisprungs rückte näher und Sonjas Libido war in dieser Zeit besonders ausgeprägt. Sie dachte nicht weiter darüber nach, sonder streichelte sich einfach, während der angenehme Wasserstrahl ihre Haut berührte und sie wie in einer kleinen Wohlfühloase gefangen hielt.

Die Erregung schwand nicht, sonder stieg. Sonja sehnte sich nach einem Schwanz, der sie jetzt in ihrer fruchtbaren Vulva beglücken würde. Natürlich war dies nur ein surrealer Wunsch, welchen sie in ihren verspielten Träumen hatte. Zur Zeit, wäre ihr das Spiel bestimmt zu heiß. Kondome können gerade bei dem harten Spielarten die sie liebte, platzen, und außerdem mochte sie es sowieso lieber, wenn man sie ohne Gummi nahm.

Sie sehnte sich nach einem Schwanz. Voller Leidenschaft streichelte sie ihre kleine Pflaume, die sich zwischen ihren Schamlippen abzeichnete. Ein unbeschreiblich erregender Schauer durchlief sie, während das warme Wasser ihren Körper umspülte und sie mit tausend kleinen Küssen zu beglücken suchte.

Ihre Beine begannen zu zittern, als ihr Finger sich um die Lustknospe ihres Kitzlers wand. Sie fühlte ihre immer stärker werdende Erregung und wollte sich davon befreien, doch zugleich war da auch diese Hemmung. Dirk war nebenan, und sie war sich nicht sicher, ob sie es sich leise genug machen konnte. Wenn Sonja einmal Lust empfand, schrie sie ganz leicht das halbe Haus zusammen. Vielleicht war dies auch der Grund, warum Eugen sie meistens beim Sex knebelte, auch wenn es ihr und ihm auch aus anderen Gründen gefiel.

***

Der Junge nahm sich ein Bier aus Sonjas Kühlschrank und machte sich daran die Wohnung ein wenig zu inspizieren, während sich seine Tante unter der Dusche vergnügte.

Der Altbau hatte eine hohe Decke. Dirk verstand nicht, wieso Menschen früher so gebaut hatten, aber eigentlich interessierte es ihn auch nicht sonderlich. Er schmökerte ein wenig in der DVD und CD Sammlung seiner Tante und schalte die Musikanlage ein, die ihre Lieder von einem USB-Stick bezog. Leichte, keltisch angehauchte Instrumentalmusik kam aus den Boxen. Es klang nicht schlecht, auch wenn es eigentlich nicht sein Geschmack war.

Die meisten der DVDs und CDs waren gebrannt. Einige davon kannte er, andere Titel hatte er noch nie gehört. "Frauenfilme", dachte der Junge und durch suchte weiter ohne große Hemmungen die Sachen seiner Tante.

Draußen schoben sich nun fast schwarze Wolken über den Himmel und verschluckten so die letzten abendlichen Sonnenstrahlen. Im Wohnzimmer befanden sich einige Kerzen. Seine Tante liebte Kerzen offenbar ebenso sehr wie er. Dirk überlegte, ob er nicht ein paar von ihnen anzünden sollte. Er nahm das Tischfeuerzeug und entzündete eine Kerze am Tisch.

Der Raum wurde nun in ein weiches Licht getaucht, während er seine Augen sich weiter in nach interessanten Dingen umsahen. Die Neugier des Jungen ließ ihn das Bücherregal durchstöbern. Manche Bücher hatte er gelesen, andere kannte er vom Namen. Er zog ein Buch mit schwarzem Einband heraus: Die Geschichte der O. Er hatte es zwar noch nie gelesen, kannte jedoch den Film. Das Buch von BDSM, Dominanz und Unterwerfung einer Frau gehörte zu den Klassikern der erotischen Literatur.

Fragmente des Films zuckten durch seinen Geist. Die Szene, wo der Herr seine Sklavin mit dem Brandeisen zeichnete, ließ sein Herz jedes Mal höher schlagen. Mehr als einmal hatte er sich seine Schwester in dieser Stellung vorgestellt. Dieses Biest, diesen eiskalten Engel mit seinem Brandzeichen zu versehen und sie zu unterwerfen, besaß in der Fantasie des Jungen einen großen Raum. Ein Strom der Erregung durchfloss ihn und er erinnerte sich an ein Gespräch mit seiner Tante.

Vor einem Monat hatte Dirk seine Tante auf einer Hochzeitsfeier gefragt, wieso sie noch nicht verheiratet war. Sie hatten beide recht viel getrunken und Sonja hatte ihm beseelt vom Wein ins Ohr geflüstert, dass sie noch keinen Mann gefunden hatte, der sie zu nehmen wusste. Vielleicht war sie ja auch so eine Frau wie diese O. Die Beule in seiner Hose wuchs.

Er stellte das Buch zurück in das Regal. Dann öffnete er auch die Laden ihres Schranks. Das meiste was er sah war unspektakulär. Gläser, Fotos, etwas Modeschmuck. Dann entdeckte er jedoch eine Lade voller Sprengkraft. Zahlreiches Erotikspielzeug lag hier funktionsbereit ausgebreitet. Einige der Sachen zeigten deutliche Gebrauchsspuren. Die Geschichte der O war wohl wirklich kein Zufallsfund.

"Du perverses Luder", dachte er, als er die Peitsche und die Handschellen erblickte. Einen Knebelball und eine Gesichtsmaske war ebenfalls unter den Sachen. Seine Finger ertasteten das Leder des lustvollen Folterinstruments und ein Lächeln huschte über seine Lippen. Er fuhr mit der Peitsche durch die Luft und stellte sich dabei Sonjas Körper vor, wie sie sich unter dem Hieb wand. Dann wandelte seine Vorstellung Sonjas Körper in den Körper seiner Schwester um, was ihn noch mehr erregte, zumal er sie ja schon oft nackt gesehen hatte.

In dem Moment kam Sonja aus dem Badezimmer und blickte zu ihrem Neffen mit der Peitsche. Beide starrten sich an. Keiner sagte etwas. Weder Dirk, der die schwarze Lederpeitsche mit zahlreichen einzelnen Riemen in der Hand hielt, noch Sonja, die ebenfalls in einem Bademantel gehüllt war. Ein Blitz zuckte draußen über das Firmament und tauchte die beiden Protagonisten für einen Wimpernschlag in helles Licht, bevor sie wieder in eine unbestimmte Finsternis getaucht wurden, welche sich durch die dunklen Wolken auch in der Wohnung ausgebreitet hatte.

Sonja betrachtete den Hünen mit der Peitsche. Ihr Blick besaß eine schüchterne Demut. Die Situation war ihr bekannt. Eugen führte das Leder auf die gleiche Weise. Auch er war groß gewachsen und sah auch mit fünfzig noch verdammt gut aus. Die Frau stand einfach nur da. Ihre Beine waren leicht geweitet und ihre Lust war längst nicht befriedigt. Dirk war ihr Neffe und 7 Jahre jünger als sie. Wie würde er jetzt reagieren. Sie wusste es nicht, doch ihre Finger agierten, ohne ihren Verstand zu fragen. Sie löste den Gürtel ihres Bademantels. Er öffnete sich leicht und gewehrte dem Jungen einen Blick auf ihre weiblichen Rundungen.

Ihr schlanker Körper wirkte so vertraut. Dirk schien jedes Detail schon von seiner Schwester zu kennen, doch es war anders. Seine Schwester reizte ihn nur, um ihn dann wegzustoßen. Tante Sonja war anders, das fühlte er. Sie hatte wohl eine devote Ader, die er ihm nun etwas Raum für ein eigenes Spiel ließ. Wenn er zu weit ging, würde nichts Schlimmes passieren, da Sonja in der Familienhierarchie sowieso ein schwarzes Schaf war.

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