tagRomane und KurzromaneDer Pornograf III - 07

Der Pornograf III - 07

byrokoerber©

Ausschnitte aus Band 3 – Der Meister

** Leider ist auch dieser Auszug nur erotisch

** und wird bei meinen Gegnern wieder viele

** 0-Votes einheimsen. Er ist für meine Freunde

Fortsetzung:

Zu Hause wurden wir freudig erwartet, natürlich gab es wieder viel zu erzählen. Lis sah mir beim Willkommen tief in die Augen, dann meinte sie ganz beruhigt: „Du hast noch alle Freischüsse wie ich sehe. Man kann dich und Kim offenbar gut alleine weglassen.“

Mom hatte in dieser Richtung keinerlei Befürchtungen, weder mit mir noch gar mit Kim. Von dieser wollte sie nur wissen: „Hast du denn die zwei Wochen genossen? Habt ihr denn auch richtig Urlaub gemacht? Ich kenne doch unseren Paul, der hat sicher wieder über das Soll hinaus gearbeitet. Einfach, weil er nicht aufhören kann, wenn ihm etwas Spaß macht.“

„Am Anfang ging es uns wohl beiden so, vor allem nachts“, erwiderte Kim völlig gelassen. Jeder verstand, was sie damit meinte. „Bei der ersten Reise war ich ja etwas genervt, diesmal hatten wir unser eigenes kleines Haus. Wir waren unter uns, alleine, es war einfach riesig. Paul war so lieb zu mir, ich hätte tagelang heulen können vor Glück. Das hätte natürlich nur dazu geführt, dass er sich, mit Recht, womöglich Zusan ins Haus geholt und mich zum Teufel gejagt hätte; es war nämlich für uns beide ein Schock; diese Zusan sieht unserer Renate so ähnlich, sie könnten Zwillinge sein. Ich muss mal ihren Vater fragen, wenn ich ihn sehe, ob er jemals in Russland war. Im Krieg oder so.“ Sie erzählte ganz locker, wie ich bei der Vorstellung frech um einen Kuss gebeten und bekommen hatte. Unsere Aktion im Bett, behielt sie, am Tisch zumindest, für sich. Alles braucht auch eine Beatrix Mai nicht zu wissen. Lis erfuhr es später im Bett.

„Richtig Urlaub hatten wir in den ersten Tagen nicht“, erzählte sie weiter. „Es war schlechtes Wetter und Paul machte das einzig Richtige, er fotografierte. Massenhaft. Als es dann wieder schön wurde, sind wir ganz schön rumgekommen. Die Stadt, die Landschaft und das Meer in der Gegend kennen wir nun in und auswendig. Es war so wundervoll, mit Paul einfach faul im Gras zu liegen, und den Wolken nach zu schauen. Ich habe meist ein kleines Vesper mitgenommen. Das genossen wir in der freien Natur. Nur wir zwei. Verzeih Lis, da habe ich Paul wieder nur für mich gehabt. Wir haben geschmust und geredet, er war mein Mann. Mehr als ich es mir je träumen ließ. Die zwei Wochen und die im letzten Herbst in Moskau, das war überreichlich Glück. Er gehört wieder ganz dir.“

Mom lächelte, Lis streichelte Kim über den Kopf, und Pop holte Cognac. Ich kam mir etwas blöd vor, ich habe doch nur meine Pflicht getan. Rama hat es mir ganz ausführlich erklärt, wie man mit seinen Frauen umzugehen hat. Wenn man mal schon mehr als eine hat. In der islamischen Welt gibt es da genaue Spielregeln. Ich habe sehr genau zugehört, mich dann aber fast immer auf mein eigenes Gefühl verlassen. Es gab offenbar nie Grund zur Beschwerde.

Ich erzählte, auch weiterhin kräftig von Kim unterstützt, über unsere Reise allgemein, und so einige lustige Vorkommnisse im Besonderen. Da gehörte natürlich Kims Erfindung der Poolheizung mit dazu. Auch, dass Peter sich ebenfalls ausgezogen hatte – ohne, dass es irgendwelche Weiterungen gab. Selbst der Urlaub der Entwicklungsmaschine, gab, im Falle Russlands, ein Thema ab. Pop meinte, das sähe eigentlich nicht nach Planwirtschaft aus, das zeige eher, dass da durchaus Eigeninitiative gezeigt wurde. Von Peter?

Kim gab Mom ihren Notizblock, damit hatte Beatrix Mai wieder genug zu tun. Die Augen von Mom lachten schon mal im vorab. Natürlich kamen wir auch auf die Mädchen als solche, zu sprechen. Wir sind nun wirklich schon alte Hasen, so fiel es uns leicht festzustellen, dass auch sie im Prinzip zu den D-Girls gehören, nur haben sie halt einen ganz anderen Weg gefunden. Sie finden es einfach toll, sich nackt zu zeigen. Alle hatten uns bestätigt, dass dies für sie ein so gewaltiges Erlebnis sei, dass sie dafür, einige Zeit zumindest, auf einen Mann völlig verzichten könnten.

„Und was hältst du davon, dass ein Staat so ganz einfach seine jungen Frauen im Ausland in die Nachtklubs schickt?“ Fragte Pop.

„Der Staat braucht Anerkennung und Geld“, antwortete Kim für mich. „Die Rekrutierung erfolgte nicht mit Zwang. Da bin ich sicher, aber mit etwas hinterhältigen Lockmitteln: Auslandsreisen und Devisen. Hier nichts Besonderes, dort schon. Dass die Mädchen aber ganz prima geschult wurden, die Möglichkeit bekamen Sprachen zu lernen und vor allem, dass sie aus ihrem Alltagstrott rauskamen, das finde ich, für die Mädchen, ganz prima. Das Motiv des Staates? Das ist den Mädchen mit Sicherheit völlig egal. Und, da bin ich sicher, wenn die im Ausland touren, dann werden sie auch westliches Gedankengut in sich aufnehmen, und wenn sie, derzeit, noch so fest zur Partei stehen.“

Ich konnte dem nichts mehr hinzufügen. Unsere kluge Kim hat das völlig durchschaut. Es hätte mich sonst auch gewundert. Dann kam aber prompt noch die Sache mit Lenin. Das war wohl das Einzige, an dem sie sehr und lange zu knabbern hatte.

„Wenn eine der Gruppen, sich jemals in Stuttgart oder in der Nähe aufhält, dann werde wir sie besuchen“, lenkte ich Kim ab.

Sie war sofort Feuer und Flamme. Sie will an Julia schreiben, um den Tourneeplan anzufordern. Stuttgart war nicht dabei.

Der Meisterkurs

Den Stoff im Kaufmännischen hatte ich gut drauf, die Klausuren waren geschrieben. Auch die Theorie war durch, soweit es nicht um Spezielles, zum Seminar, ging. Es erinnerte etwas an die Schule, mein Schnitt war 1,2. Pop war sehr zufrieden mit mir.

Nun sollte also das große Abenteuer beginnen. Wir hatten 14 Männer und 17 Frauen dabei, meist aus dem Semester von Pop und aus dem Meisterkurs von Lothar. Alle im Alter zwischen 22 und 28. Die meisten wollten einmal in die Werbebranche. Einfach so, Fotograf mit eigenem Laden, wollte keiner werden.

Ich hatte mich mit vielen angefreundet, alle wussten, was auf sie zukommt und alle freuten sich darauf. Das Seminar hieß natürlich nicht schlicht Pornografie sondern hochtrabend Seminar zur Fotografie von Menschen in Bewegung mit dem Untertitel, für Mode und Sport. Ich fragte mich unwillkürlich, um welche Sportart es sich dabei wohl handelt.

Die Studenten stiegen fröhlich plaudernd in den Bus. Die Familie Professor Maier und Sara mit ihnen. Sie ganz vorne beim Fahrer, bei Luigi. Lis gab allen, als Reiselektüre, noch die neuesten Hefte von Mikel mit. Zum Einstimmen, sagte sie.

Familie Oktober flog. Wir fanden es alle nicht lustig, stundenlang im Bus zu hocken. Lis sollte sich in Neapel aus dem Fotogeschäft weitestgehend raushalten, ihr Bäuchlein war schon etwas zu sehen, es konnte aber auch noch die Auswirkung ihres sagenhaften Appetits sein, den sie seit März hat. Sie sollte dort im Hintergrund die Fäden ziehen und zuschauen, dass das gemietete Hauspersonal funktionierte. Ihre wichtigste Arbeit aber war, nach unserer Arbeit, schnellstens die Filme zu entwickeln und auch die Kopien zu machen. Dazu war unsere inzwischen alte Anlage nach Neapel geschafft worden. Solche Sachen zu organisieren, ist eine der leichtesten Übungen für meine Frauen. Ich bekomme nur gelegentlich davon berichtet und nur dann, wenn es für mich von Interesse ist.

Kim sollte als meine Assistentin bei mir bleiben. Ihren Laden, bei Onkel Franz, übernahm die Schwester, Wanda, und die Freundin Arena, in voller Verantwortung. Der kleine Laden war längst aufgegeben.

Wir waren gerüstet als der Bus unbeschädigt ankam. Sara war eine der muntersten und saß fröhlich zwischen den Studenten. Sie hat sich inzwischen bestens an die deutsche Mentalität gewöhnt und ihr Deutsch war recht gut. Deutsch ist vielleicht falsch, sie sprach inzwischen voll Schwäbisch. Sie ist mit den Mädchen in den Nachbarhäusern längst gut befreundet und hat natürlich deren Mundart angenommen. Bei uns in der Familie wird übrigens auch eher geschwätzt, als Hochdeutsch gesprochen.

Wer von den Studenten mit wem ein Zimmer teilt, war schon vorher klar. Wir griffen nicht ein. Alle sind erwachsen und unverheiratet. Der Zimmerplan wurde einfach, noch in Stuttgart, ausgehängt und die Damen und Herren einigten sich. Kinder von Traurigkeit hatten wir keine, dass es irgendwie zur Sache ging, war allen klar, auch, dass sie selbst, nackt, Model spielen mussten.

Es ist vielleicht angebracht hier zu erklären, wie das Gästehaus neuerdings aussieht. Oben, unter dem Dach, aber gut gegen Hitze isoliert, gab es zwei sehr große Zimmer mit je 8 Betten. Nicht so einfach nebeneinander gestellt, sondern in eine Art Wohnlandschaft integriert. Also keine Verhältnisse wie in der Jugendherberge. Es gab dort auch eine große Sitzgruppe und natürlich private Schränke für alle.

Zwischen beiden Räumen gibt es zwei Waschräume und Gemeinschaftsduschen sowie Toiletten. Wir wollen diesen Bereich auch später so lassen, vielleicht machen wir mal Suiten daraus.

Im ersten Stock gab es 16 Doppelzimmer, jeweils mit Dusche und WC. Nichts Besonderes aber doch sehr gemütlich, mit teils neuen, teils alten Möbeln eingerichtet. Teils Einzelbetten, teils Doppelbetten, zwei abschießbare Kleiderschränke, eine Kommode und eine Sitzgruppe. Einiges davon kam aus Stuttgart. Das war Platz für 48 Personen. Die beiden Schlafsäle wurden nach Geschlecht getrennt, die kleinen Zimmer konnten nach Gusto belegt werden.

Im Untergeschoss gab es vier weitere Zimmer und zwei große Räume, die als Ateliers bei schlechtem Wetter fungieren sollten. Dazu einen Raum für Verwaltungsarbeiten, in dem Lis öfters die Sekretärin für die Professoren spielen soll, und einen gemeinsamen Speisesaal. Von den Studenten folgerichtig Mensa benannt. In der Mensa konnten bei schlechtem Wetter auch Vorlesungen abgehalten werden.

Dann gab es noch einen Raum mit Spinden, Umkleidekabinen, Duschen und Toiletten, wohl ursprünglich zum großen Pool gehörend. Die Spinde teilen den Raum geschickt in eine Frauen- und eine Herrenabteilung. Wir brachten dort auch das Wäschelager von Willi unter. Eine Rezeption gab es nicht, seinen Zimmerschlüssel musste jeder bei sich behalten oder in einen der Spinde einschließen.

Nicht zuletzt gab es in einem Anbau, die große Gemeinschaftsküche und eine kleine Wohnung für den Koch mit Ehefrau.

Der erste Tag. Ein wenig mulmig war mir schon. Pop und Lothar waren dabei und hörten so gespannt wie die Studenten zu. Wir saßen im Schatten und ich erklärte ausführlich den Unterschied zwischen statischer und dynamischer Fotografie. Dann gingen wir ein paar Schritte in den Garten. Kim hatte sich bereit erklärt, Model zu sein. Gegen Honorar versteht sich. Da sie schwarze Wäsche von Willi trug, wird sie dort auch noch einmal abkassieren. Von der Uni wurde diese Arbeit natürlich ebenfalls honoriert. Es lohnte sich also für sie.

Kim agierte, ich fotografierte. Fragen tauchten auf, Fragen wurden beantwortet oder in der Praxis verdeutlicht. Dann ging es los, die Studenten hatten jeder einen Film. Zwei fielen auf die Nase, einer fiel auf Kim. Stahlhart wehrte sie ihn ab. Ich musste an Thailand denken, damals im Hotel. Es waren Unfälle, die in den Griff bekommen wurden. Kim zeigte asiatische Geduld, sie war ein dynamisches Objekt. Mein kleiner Teufel machte sich einen Spaß daraus, sich immer wieder anders zu bewegen.

Bald befahl ich zwei Fotografen, gleichzeitig zu arbeiten. „Ich will nur Kim auf den Fotos sehen, schaut hin, bevor ihr abdrückt.“

Es gab zwei Zusammenstöße. Wir übten 2 Stunden. Pause. Nochmals 2 Stunden. Und weil es langsam Spaß machte, gleich noch einmal zwei Stunden. Überstunden. Ich bewunderte Kim, ihre Ausdauer und ihre immer gleich bleibende Freundlichkeit.

In der letzten Stunde, sie merkte wohl, dass die Damen und Herren leicht geschafft waren, ließ sie etwas mehr von sich sehen, wenn ein Fotograf gut war. Sie kann das natürlich längst beurteilen. Sie nahm ohne zu zögern ihr Oberteil ab und kurz vor Schluss, zog sie auch das Höschen aus. Sie wusste sehr wohl, ist damit erst einmal der Anfang gemacht, dann konnten wir bald alle - endlich – wieder nackt im Pool baden. Sie hatte sich einen extra Kuss redlich verdient.

Lis schnappte sich die Filme und zog sie durch den Automaten. Danach war Tatortsbesprechung. Gemeinerweise war vor jedem Film das Bild einer Schiefertafel, mit dem Namen des Fotografen. Wir hatten viel zu lachen, vor allem Kim. Ein Bein, ein Arm, ein Bauch, groß, unscharf und verwackelt. Die meisten der Studenten konnten über ihre ersten Machwerke auch nur lachen. Es gab für mich viel zu sagen, zu erklären. Mein alter Projektor aus Tokio, zeigte bei

den Diafilmen gnadenlos, wo Fehler gemacht wurden. Deutlich war aber auch, in den letzten beiden Doppelstunden kamen doch Ergebnisse heraus. Ich stellte dabei fest, Doppelstunden, also 90 Minuten, sind wirklich sehr viel besser geeignet, als normale Schulstunden. Da hat man, als Lehrer, gerade mal Zeit etwas zu erläutern; dann kommt die Pause, in der die Schüler alles wieder vergessen.

Die Damen und Herren hatten begriffen, wo es lang geht, knapp die Hälfte der Bilder war bereits brauchbar. Für einen ersten Tag sicher nicht schlecht. Lothar lobte alle - und Pop natürlich auch.

Wenn wir so weiter machen, könne man ja wirklich mit den Ergebnissen rechnen, die Willi und Mikel zufrieden stellen würden, der Einsatz musste sich ja auch lohnen, war seine Meinung.

Beim Abendcocktail, die Studenten sind hier ausgeschlossen, gab Pop zuerst einmal an Kim ein dickes Lob. „Ich kann dir gar nicht genug dankbar für deinen Einsatz sein, meine liebe Tochter.“

Er betonte die Tochter gerne, wohl wissend, dass Kim das mochte. Jedes Mal bekam sie vor Stolz einen ganz roten Kopf. Ich habe es nun ja schon mehrmals erwähnt – gerade die Thais fahren voll darauf ab, ein großes Gesicht zu bekommen. Sie und die Chinesen verstehen darunter, dass sie gegenüber ihren Mitmenschen eine irgendwie geartete Sonderstellung bekommen, die sie über ihr normales Dasein hinaushebt. Bei Kim war es eben die Tatsache, die Tochter eines Professors zu sein, und damit eine Respektsperson.

„Da kann ich mich nur anschließen. Das verlangte ja vollen Einsatz und Standvermögen. Und auch viel Mut. Zuletzt ganz nackt, da gehört doch sicher viel Überwindung dazu“, sagte Lothar.

„Nun, ich bin schon ein Weilchen dabei. Abgebrüht, obwohl ich nur selten Model spiele. Bei den Nachbarn müssen wir halt manchmal vorturnen, wie Paul das nennt. Mich nackt zu zeigen? Ich denke mir nichts mehr dabei, ich habe so viele nackte Körper gesehen.“ Sie gab sich jetzt völlig gelöst. Sie, Kim Oktober, war jemand, der von so höchst ehrenwerten Personen wie Professoren gelobt wurde. Das hieß, sie musste sich auch so geben. Lobenswert.

Ganz habe ich diesen komplizierten Gedankenvorgang nie begriffen, ich zeigte ihr aber nur zu gerne, nach unserer üblichen Quasselstunde im großen Bett, in ihrem Zimmer, dass ich von ihrem nackten Körper auch begeistert bin. Danach kamen wir zurück zu Lis.

Vor nicht allzu langer Zeit, las ich einen Bericht in einer Zeitschrift, über notorische Fremdgänger. Ich habe mit Lis, Kim, und auch mit Mom darüber gesprochen – irgendwie, kam mir halt doch einmal der beunruhigende Gedanke, ich sei auch einer.

Es war ausgerechnet Mom, die mich beruhigte. „Ihr habt einen islamischen Brauch übernommen, mit zumindest etwas Berechtigung, denn Lis und du, zumindest, gehören einem islamischen Fürstenhaus an. Die Einehe, wie sie in den so genannten zivilisierten Ländern üblich ist, wurde hauptsächlich durch das Christentum geprägt. Warum, und zu was sie gut ist, das ist nirgends sachlich begründet. Im Gegensatz zum Islam; dort wird immerhin gesagt, die Mehrehe diene der besseren Fürsorge der Frauen – nämlich mit Liebe, Geborgenheit und Vorsorge. Das macht Sinn, wenn es mehr Frauen als Männer gibt. Und das ist ein weltweites Phänomen, der Frauenüberschuss.“

„Das sehe ich als Grund ein“, gab ich zu. „Lis und Kim, können das von mir ja auch erwarten. Aber warum verbietet der Staat es dann? Ich dachte im Grundgesetz steht, dass wir eine freie Religionsausübung haben. Allerdings muss ich gestehen, aus religiösen Gründen? Das ist mir zu lau. Ich liebe meine Weiber; ich liebe auch Renate. Sicher hing es mit meinem Beruf zusammen, als ich noch auf der Suche war, weibliche Wesen zu erforschen. Auch damit, dass ich mich von eventuell ausbrechenden Gefühlen befreien muss, wenn ich fotografiere. Aber hauptsächlich, weil ich einfach kein Unrechtsgefühl in mir entdecken kann, vor allem deshalb, weil weder Lis, noch Kim, auch Renate nie, irgendwann Einwendungen dagegen hatten, nicht mein einziger Partner zu sein.“

„Du hast Recht, mein lieber Sohn“, gestand mir Mom zu. „Das mag seltsam erscheinen. Ich habe mir da schon so einige Gedanken gemacht. Natürlich auch mit allen drei deiner Weiber, wie du sie so charmant nennst, des Öfteren gesprochen. Ich konnte jedoch nur feststellen, dass sie offensichtlich mit deinem Verhalten einverstanden sind. Frag mich nicht warum … ich denke aber, es hängt mit euerem immer ehrlichen Verhältnis untereinander zusammen. Du sagtest einmal, Rama hätte dich, ganz am Anfang, noch bevor du Graf wurdest, ganz ausführlich belehrt, wie ein Moslem, mit mehreren Frauen umzugehen hast. Du scheinst es begriffen zu haben - ich noch nicht. Es wäre sehr lieb von dir, wenn du mir genau schildern könntest, was Rama damals zu dir sagte.“ Sie lächelte mich an.

„Ach, Beatrix Mai, ist wieder mal neugierig“, musste ich unwillkürlich grinsten. „Nun denn!“ Ich kramte mein Gedächtnis zusammen, und wiederholte, was Rama mir damals sagte. Mom hörte gespannt zu. Mir kam es eigentlich sehr sinnvoll vor, was der Islam, in diesem Fall die Interpretation des Hauses Radama, zu diesem Tun zu sagen hatte. Vor allem konnte ich nie eine ‚göttliche Weisung’ darin sehen. Beatrix Mai auch nicht.

„Als ich dann meine Frauen zusammensuchte – wenn ich das mal so frech sagen kann, kam es mir vor allem darauf an, nie Eifersucht, falschen Verdacht, oder irgendwie Bevorzugung, außer bei Lis, meiner Hauptfrau, aufkommen zu lassen. Vor allem keine Heimlichkeiten mit anderen Frauen. Ich hoffe, geehrte Beatrix Mai, das genügt dir?“

„Ja, Paul. Das ist es ja, euere Ehrlichkeit untereinander, das ist der Schlüssel zu allem. Ich fürchte, Fremdgehen, dieser beliebte Sport der meisten Männer, wäre dir gar nicht möglich – ohne der Erlaubnis deiner Frauen.“

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