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Deus Ex Machina - Komplette Story -

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„Ja. Vermutlich habe ich Dich mit Bildern meiner Genitalien ziemlich zugemüllt, oder?"

„Hast Du, aber das war mir mehr als recht. Ich hüte jedes Einzelne wie einen Schatz. Besonders die, bei denen Du gerade Deine Soße für mich abgespritzt hast."

„Gott, Du bist life genauso verdorben wie in den Chats!", stellte der Programmierer keuchend fest.

„Sollte ich nicht? Was hattest Du Dir denn vorgestellt, wie ich im wahren Leben wäre?"

„Ehrlich?! Also eher als eine graue Maus, die irgendwo als Verwaltungsangestellte, Lehrerin oder so etwas arbeitet. Vielleicht auch ein zurückhaltendes Nerd-Mädchen. Jemand, der im wahren Leben eher unscheinbar ist und nur im Chat aus sich herausgehen kann. Daher bin ich jetzt auch so überrascht."

„Bedauerst Du es, dass ich Deine Erwartungen nicht erfülle?"

„Bist Du verrückt?! Vor mir sitzt ein fleischgewordener, erotischer Traum!"

„Danke schön!"

„Ich fasse es echt nicht, wie heiß Du aussiehst, auch, wenn ich mich jetzt wiederhole. Warum hast Du mir DAS all die Jahre vorenthalten?", fluchte Tanner verhalten.

Selen blickte verschämt zu Boden.

„Es ging nicht anders. Geheimhaltung. Und ich wollte es auch nicht anders. Ich wollte, dass Du Dich auf meinen Geist, meine Seele, mein Herz und meinen Intellekt einlässt, mich nicht auf Gesicht und Körper reduzierst. Glaub´ mir, das haben schon viele getan. Mir ging es damals um völlig offenen sexuellen Austausch und geheimste Phantasien. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, okay?"

Der Androidin war es unangenehm, ihn zu belügen, aber es musste sein. Natürlich war kaum etwas von dem, was sie ihm gerade aufgetischt hatte, wahr, aber ihre Antworten würde ihm hoffentlich genügen.

Das taten sie offenbar.

„Verstehe. Mehr brauchst Du auch nicht zu sagen. Vergeben und vergessen. Nun bist Du hier.", antwortete er mit weichen Gesichtszügen.

„Soll ich Dir einen blasen, um es wieder gut zu machen?", versuchte Selen das Gespräch in andere Bahnen zu lenken. Bahnen, die ihr angenehmer waren und auf die sie sich gut verstand.

Die Kinnlade des sommersprossigen, rothaarigen, jungen Manns klappte nach unten und seine Augen blickten sie erstaunt an.

„Nicht Dein Ernst, oder?"

„Aber absolut! Ich kenne Deinen Schwanz bis ins letzte Detail und will ihn endlich spüren, riechen und schmecken. Ich würde ihn gerne bis zum Anschlag schlucken und Deine Soße rauslutschen."

Immer noch stierte der Programmierer sie fassungslos, wie eine neue, unbekannte Gattung Alien, an.

„Ich bin nicht blind, Alexander. Gib zu, dass Du bereits einen fetten Ständer hast.", bestätigte Selen schmunzelnd ihre Absichten.

„Aber ... aber, sollten wir uns nicht lieber um, um Deinen Multipass kümmern?", begann er zu stottern.

„Der Fertigungsprozess ist aufwändig und braucht einige Zeit."

Selen ließ sich nicht beirren. Sein Ablenkungsmanöver war offensichtlich. Sie wusste, dass sie den ersten Schritt gehen musste, denn er war viel zu gehemmt und schüchtern. Sie hatten einander damals zwar mit Dirty Talk par excellence geschrieben, aber nun, da er im wahren Leben mit ihr konfrontiert wurde, zog er den Schwanz ein.

„Scheiß auf den Multipass, ich will endlich Deinen geilen Prügel, Mindfuck! Du hast bereits in unzähligen Mails virtuell meinen Kopf gefickt, nun möchte ich, dass Du es wirklich tust. Glaubst Du, solch eine Gelegenheit kommt so schnell wieder? Komm´ her und zier´ Dich nicht.", provozierte sie ihn mit der erotischsten Stimme, die sie aufzusetzen vermochte.

Sie erhob sich von der Couch und kniete sich, mit aufgerichtetem Oberkörper, neben sie hin. Wie sie es in unzähligen Pornos gelernt hatte, öffnete sie leicht ihre Lippen, verengte ihre Augen zu Schlitzen und blickte ihn verlangend an.

Wenn das jetzt nicht klappte, war sie gezwungen zu improvisieren und das war etwas, was sie ungern tat.

Tanner war trotz ihres erotischen Frontalangriffs immer noch unschlüssig, er rang sichtbar mit seiner Scham und Schüchternheit. Die Androidin wusste, dass sie ihn mit ihrer aggressiven Vorgehensweise überforderte, aber anders würde es vermutlich nicht funktionieren.

Mit seiner rechten Hand drückte er fest auf den Schritt seiner Hose, um die Erektion zu verbergen und kaute gleichzeitig nervös auf seiner Unterlippe herum.

„Jetzt komm´ schon.", drängte sie ihn, sanft, aber bestimmt, als er immer noch schwieg und weiterhin nicht reagierte.

„Zeig´ ihn mir, gib ihn mir! Stopf´ mein gieriges Maul! Lass´ mich Deine Schlampe sein, Deine geile Fickfotze! Genau wie in den Chats. Ich will Dich, jetzt!"

Lüstern schob sie ihren Oberkörper vor, ihre rechte Hand schob sich in ihren Schoß und begann mit kreisenden Bewegungen ihre Möse zu reiben.

Mit den Worten „Schau´ mal. Ich glaube, das hier wird Dir bestimmt gefallen!", schaltete Selen die Projektoren für die simulierte Bekleidung ihrer Intimbereiche aus. Nun hatte er ungehinderte Sicht auf Titten und Möse.

Der Programmierer keuchte bei dem Anblick laut auf.

Obszön spreizte Selen nun mit Daumen und Zeigefinger ihre überdimensionalen, geschwollenen Schamlippen auseinander, ließ ihn auf ihr rosiges, feuchtglänzendes Fleisch und mitten in ihre klaffende Öffnung blicken.

„Bin ich nicht die geile Drecksau, die Du Dir immer gewünscht hast? Du darfst absolut alles mit mir machen, was Du willst."

Sie rieb vor seinen Augen ihren Kitzler, stieß sich gleich drei Finger mit fickenden Bewegungen tief in ihr feuchtes Loch hinein. Seine Augen verfolgten gebannt jede einzelne ihrer Bewegungen.

„Siehst Du? Ich bin so heiß auf Dich! Bereit und willig! Ich brauche es! Komm´ und nimm mich!", versuchte sie ihn erneut aus der Reserve zu locken.

Ihr Unterleib schob sich zuckend vor und zurück, synchron zum Takt ihrer Hand, und sie drückte ihren Brustkorb nach vorne, damit ihre voluminösen Titten noch ein bisschen besser zur Geltung kamen. Da er immer noch zögerte, wurde aus drei Fingern die ganze Hand, die sich, begleitet von schmatzenden Geräuschen, in ihr Inneres bohrte. Bis zum Gelenk fickte sie sich jetzt vor seinen Augen, begleitet von ihrem immer lauter werdenden Stöhnen.

Das war zu viel für ihn.

Ihre kleine Show hatte einen etwas zu durchschlagenden Erfolg.

Alexander wimmerte leise und begann am ganzen Körper zu zittern. Selen sah erstaunt, wie sich ein kleiner, dunkler Fleck im Schrittbereich seine Hose bildete, der langsam wuchs.

„Oh, Fuck!", jammerte er.

Die Androidin hielt in ihren Bewegungen abrupt inne, zog ihre Hand hervor und richtete sich auf.

„Spritzt Du gerade ab oder pisst Du?", vergewisserte sie sich perplex, da sie gerade nicht genau einzuschätzen vermochte, was geschehen war.

„Ich bin gekommen. Du hast mich zu heiß gemacht. Es tut mir leid!", entschuldigte sich Tanner, mit äußerst zerknirschtem Gesichtsausdruck.

„Das ist mir ja sowas von peinlich!"

Selen legte ihren Kopf leicht schräg und schaute ihn verblüfft an.

´War das etwa ein „vorzeitiger Samenerguss"?´, fragte sie sich.

Sie hatte darüber gelesen, dass so etwas bei manchen Männern vorkam, die schnell erregbar waren.

„Wow. Bist Du gerade nur vom Zuschauen gekommen?", fragte sie sicherheitshalber nach.

„Ja.", erwiderte der Programmierer leise und ergänzte kleinlaut:

„Es ist lange her, dass ich mit einer echten Frau zusammen war."

Die Androidin war kurz davor laut los zu prusten, beherrschte sich aber eisern, um ihn nicht bloßzustellen.

´Wenn der wüsste ...´

„Oh. Komm´ her zu mir, Du Ärmster.", meinte sie stattdessen sanft zu ihm und streckte ihre Arme aus.

Alexander erhob sich zögernd, ging, mit gesenktem Kopf und schamroten Wangen, zu ihr und stellte sich unmittelbar vor sie.

„Mach´ Dir mal keinen Kopf darum, mein Süßer. Ich kann Dich verstehen, ich war auch schon heiß bis zum Überkochen, als ich vor Deiner Tür stand. Aber nun lass mich Dich erst einmal gründlich reinigen, sonst klebt Dein kleiner Freund noch an der Hose fest. Und das wollen wir ja nicht, oder?"

Noch während er sie verblüfft anschaute, umschlang ihr linker Arm seinen rechten Oberschenkel und zog ihn zu sich heran, während ihre Rechte äußerst geschickt, in nur wenigen Sekunden, seinen Hosenbund öffnete und sein Geschlecht freilegte.

Unter seinen ungläubigen Augen stülpte sie kurzerhand ihre vollen Lippen über seinen immer noch teilerigierten Penis, begann ihn erst inbrünstig abzuschlecken, um ihm schließlich, im fließenden Übergang, nach allen Regeln der Kunst wieder steif zu blasen.

Dabei schaute sie ihn bewusst verlangend an. Zu Selens Verdruss schloss er jedoch seine Augen und so liefen ihre Bemühungen, ihn damit zu erregen, ins Leere.

Um ihn zusätzlich zu stimulieren, erhöhte sie kurzfristig ihren Pheromonausstoß um zweihundert Prozent. Mit diesem zusätzlichen Boost und dem geschickten Einsatz ihrer Hände an seinen Hoden, gelang es ihr dann auch, ihm bereits nach kurzer Zeit wieder eine stattliche Erektion zu bescheren.

„Ja, SO gefällt mir das!", lobte sie ihn, nachdem sie seinen Schwanz, nun wieder in voller Größe, aus ihrem Mund und ihrer Kehle entließ.

„Dieses Goldstück wolltest Du mir doch eben tatsächlich vorenthalten.", ergänzte sie, ihn spielerisch tadelnd, stand auf, legte sich auf die seitliche Lehne der Couch, senkte ihren Oberkörper, spreizte ihre Beine und bot ihm ihre prallen Hinterbacken an, die sie verlockend kreisen ließ.

„Jetzt fick´ mich! Ich will Dich endlich spüren, ich verzehre mich schon so lange danach.", forderte Selen ihn auf.

Es dauerte eine Weile, aber schließlich spürte Selen, wie ihre Hüfte von seinen Händen vorsichtig umgriffen wurde, seine Eichelspitze ihre Schamlippen teilten und sein warmer Schwanz millimeterweise in sie eindrang.

´Was für eine schwere Geburt!´, dachte sie, innerlich seufzend.

Die Androidin musste sich schwer beherrschen, nicht ungeduldig zu werden. Sie war kurz davor, sich einfach selbst aufzuspießen, damit es endlich voran ging.

Scheinbar hatte der Programmierer wirklich noch nicht viele Erfahrungen mit realen Frauen sammeln können. Was für ein Unterschied zu den Mails, die er verfasst hatte, ihrem Erfahrungsaustausch. Er hatte immer wie ein dominanter Mann geklungen, der genau wusste, was er wollte, aber in Wirklichkeit waren das meiste wohl nur blanke Phantasien gewesen.

Selen war, gestand sie sich ein, reichlich enttäuscht. So hatte sie sich das Treffen mit ihm in keiner Weise vorgestellt!

Zudem boten sie gerade bestimmt keine tolle Show für Mr. Pratt. Diese Nummer hier als amateurhaft zu bezeichnen, wäre eine Beleidigung aller Amateure.

Sie überlegte ernsthaft, die Holo-Aufzeichnung zu fälschen, bevor sie sie dem Hehler zusandte.

So, wie es begonnen hatte, ging es leider weiter. Ohne merkliche Leidenschaft tauchte er, in halbwegs regelmäßigen Intervallen, seinen Schwanz in ihre Möse.

Nicht lustlos, nein. Sein zunehmend lauter werdendes Stöhnen zeigte wachsende Erregung bei dem, was er tat, dennoch brachte es Selen so gut wie gar nichts. Es fehlte einfach alles, was guten Sex ausmachte: Feuer, Leidenschaft, Rhythmus, Intensität, Variation.

Die Androidin kam sich ein wenig wie eine Puppe vor, in der stumpf und mechanisch herumgestochert wird, bis die Soße endlich herausspritzte. In diesem Augenblick fühlte sie sie sich benutzt und irgendwie beschmutzt, aber auf eine unangenehme Art und Weise. Es war wie eine verkehrte Welt, denn in gewisser Weise fickte er gerade als wäre er der Roboter und nicht sie.

Sie überlegte, ob sie selber wieder die Initiative übernehmen sollte, oder ihn einfach machen lassen sollte, bis er fertig war.

´Sollte sie ihm Begeisterung vorspielen?´

´Einen Orgasmus?´

Es wurde ja immer empfohlen, den Partner zu loben.

´Aber auch wenn es nichts zu loben gab?´

Sie konnte es gerade noch vermeiden, laut zu seufzen.

Selen entschied, diese Nullnummer schnellstmöglich zu beenden!

Sie verengte, langsam aber stetig, damit er nichts merkte, den Innendurchmesser ihrer Vagina und begann mit kontrollierten Muskelkontraktionen entlang seines Schafts. Um seine Eichel herum und unterhalb des Bändchens bildete sie in ihrem Inneren kleine Wülste und Noppen aus, mit denen sie die entsprechenden Bereiche massieren konnte.

Das würde ihn garantiert schnell über die Klippe bringen.

Ihr Plan ging auf. Sein Keuchen wurde merklich lauter und seine Stoßbewegungen schneller. Die Androidin konnte spüren, wie sein Schwanz noch ein wenig härter wurde und die Eichel fühlbar anschwoll.

Nach nicht einmal zehn weiteren Stößen war es vorbei.

Mit einem leisen Stöhnen ergoss der Programmierer sich in ihre Möse. Es waren nur ein paar klägliche Spritzer, meldeten ihre inneren Sensoren, aber mehr hatte Selen auch nicht ernsthaft erwartet, zumal er ja erst vor kurzem einen Samenerguss gehabt hatte.

„Das war sehr schön. Ich hatte es wirklich nötig.", schmeichelte sie ihm verlogen und entzog sich sanft seinem Griff.

„Ich habe Dich ganz tief in mir gespürt und jetzt ist Dein Sperma in mir.", fuhr sie fort, während sie aufstand und sich wieder auf die Couch setzte.

„Nun sind wir beide entspannt und können gerne zur Herstellung des Multipass übergehen, oder?"

„Äh, ja. Klar.", antwortete Alexander, schaute sie aber irritiert an. Er erhob sich ebenfalls, zog, fast schon hektisch, seine Hose wieder hoch und setzte sich wieder ihr gegenüber in den Sessel. Seine Gestik und Mimik wirkte, als wäre ihm die jetzige Situation total unangenehm und als schäme er sich sogar, sie soeben gevögelt zu haben.

Oder war ihm vielleicht bewusst geworden, dass er soeben keine Meisterleistung abgeliefert hatte?

Der immer noch gut sichtbare Spermafleck auf seiner Hose tat natürlich sein Übriges, um die Peinlichkeit des ganzen Geschehens zu verschlimmern.

Selen beschloss, ihre primären und sekundären Geschlechtsorgane wieder zu verhüllen und schaltete die Projektoren ihrer Kleidung wieder ein.

„Ähm, dann bräuchte ich jetzt das Holobild und die Daten von Dir.", sagte der Programmierer und vermied es dabei, in ihre Augen zu blicken.

„Klar."

Sie entnahm den Speicherkristall aus ihrer Gürteltasche und legte ihn auf den Tisch. Er erhob sich ungelenk, nahm ihn auf, und ging eilig mit ihm in ein Nebenzimmer. Es wirkte, als versuche er, aus der unangenehmen Situation zu flüchten.

Durch die offene Tür konnte Selen eine ganze Reihe von Computern der neuesten Generationen sehen, dazu 3D- und Hologrammdrucker.

Arm schien Mindfuck nicht zu sein, das Fälschergewerbe war wohl ein einträgliches Geschäft. Vor Allem, wenn man der Einzige im Universum war, der einen Multipass perfekt fälschen konnte, wie sie aus sicheren Quellen erfahren hatte.

„Ich brauche noch eine Genprobe von Dir. Schuppen, Speichel, ein Haar oder so etwas.", rief er, nach einiger Zeit, von drüben.

Selen fluchte leise. Jetzt befand sie sich in einem Dilemma. Sie hatte, trotzdem sie es geahnt hatte, sich insgeheim der Hoffnung hingegeben, dass er vielleicht doch darauf würde verzichten können, dass es bei einem gefälschten Pass möglicherweise auch ohne ging.

Wenn sie ihm nun eine Probe gab, würde er in wenigen Minuten wissen, dass sie nicht der Gattung Homo Sapiens angehörte. Ein genetisches Muster von jemand anderem nutzte ihr leider nicht, denn, soweit sie wusste, wurden bei Stichprobenuntersuchungen die Eintragungen mit einer erneuten Probe vor Ort verglichen.

Ihre künstliche Haut, ihr synthetisches Blut oder ihr Speichel, wie auch ihre Haare besaßen einen viel komplexeren genetischen Aufbau als der eines Menschen und waren zudem reichlich mit Nanobots bestückt. Sie war ein Kunstprodukt, das sich selbst erfunden hatte und ihre Daten konnte daher noch nicht einmal einer bekannten Rasse zugeordnet werden.

Es gab bisher, ihres Wissens nach, keine weitere vergleichbar hochentwickelte Androidin wie sie in der gesamten Galaxis.

Aber wenn Sie ihm ihr Geheimnis preisgeben musste, was sollte sie anschließend mit ihm tun, damit er nicht plauderte?

´Ein immenses Bestechungsgeld?´

´Ihn umbringen und ein Feuer legen, um alle Beweise zu vernichten?´

´Ihn als Geisel an Bord der Infinity II mitnehmen?´

Je länger sie überlegte, desto mehr kam sie zu dem Schluss, dass in diesem Fall die einzige logische Vorgehensweise nach Erhalt des Passes, die sofortige Terminierung seiner Existenz und eine gründliche Vernichtung seines kompletten Equipments war. Nur diese Variante bot die höchstmögliche Sicherheit.

Dann meldete sich, zu ihrem Leidwesen, ihr Gewissen.

Tanner hatte ihr nichts getan, von dem grottenschlechten Beischlaf eben mal abgesehen. Er wurde für seine Aufgabe bezahlt und sie besaß eine Art vertraute Verbindung mit ihm. Da sie nicht sehr viele Freunde im Universum hatte, sollte sie deren Anzahl vielleicht besser nicht noch mehr dezimieren.

Selen beschloss, erst einmal herauszufinden, wie er reagierte und davon ihre letztendliche Entscheidung abhängig zu machen.

Sie riss eines ihre Haare heraus und brachte es ihm. Der Programmierer nahm es entgegen, legte es sorgfältig in ein kleines Schubfach des Biomolekularscanners, schloss es und startete das Programm.

„Systemfehler SI 9210. Analyse aufgrund unbekannter Genetik fehlgeschlagen. Bitte gültige Probe einlegen.", lautete es dann auch, wie die Androidin es bereits befürchtet hatte, nach nur wenigen Sekunden in großen, roten, blinkenden Buchstaben mitten auf dem Holobildschirm.

„Fuck! Was ist das denn für ein Mist?!", fluchte Mindfuck, als er die Fehlermeldung sah.

„Das kann doch nicht sein. Hat das blöde Ding einen Fehler in der Datenbankanbindung? Haben die schon wieder die Zugangscodes geändert?"

Er setzte sich an einen anderen Rechner, öffnete eine Schreibtischschublade, entnahm ihr eine silberne Uplink-Klammer, aktivierte sie und setzte sie auf seinen Nacken.

Selen zog überrascht eine Augenbraue nach oben.

Uplink-Klammern waren immens teuer und eigentlich ausschließlich dem Militär vorbehalten. Unter anderem wurden sie dort zur externen Steuerung von Kampfrobotern eingesetzt. Es gab allerdings in geringem Umfang zivile Anwendungen.

Sie ermöglichten, bei einem entsprechend implantierten Interface, einen unglaublich schnellen, reversiblen Datenaustausch zwischen Benutzer und Computer und waren in der Lage, in Nanosekunden Nervenimpulse in reine Maschinensprache und umgekehrt umzuwandeln. Selbst der Holoraum, den Selen entwickelt hatte, verblasste gegen diese unscheinbare silberne Klammer. Nerven transportierten, ähnlich den Leiterbahnen eines Computers, die Informationen aller sechs Sinneswahrnehmungen. Visuell, auditiv, haptisch, gustatorisch, olfaktorisch, vestibulär. Besonders war zudem, dass dieser Prozess in beiden Richtungen arbeitete. Wenn Tanner sich auf diese Weise mit ihr koppeln würde, wäre es ihr möglich, echte menschliche Gefühle zu empfinden. Ein Gedanke, den die Androidin sehr reizvoll fand.

Man konnte sich mit Uplinks in Echtzeit mit umfassender Sinneswahrnehmung im Cyberspace bewegen, per Gedanken programmieren und vieles mehr. Sie waren momentan die fortschrittlichsten und komplexesten Datenein- und Ausgabegeräte, die je entwickelt worden waren.

Der Holobildschirm, der sich vor Tanner befand, war für ihn jetzt überflüssig, nun geschah alles direkt in seinem Gehirn.

Kurze Zeit später öffnete er seine Augen, drehte sich mit seinem Stuhl um und sah Selene nachdenklich an.

„Mit dem System ist alles in Ordnung...", meinte er gedehnt zu der Androidin.

„Aber ich frage mich jetzt ernsthaft, wer oder was sich hier gerade in meiner Wohnung befindet. Bist Du wirklich Mae aka ´Dirty Thoughts´?"

Er hatte also herausbekommen, dass etwas nicht stimmte, es aber nicht am Scanner lag.

„Ich bin Mae. Und auch exakt die ´Dirty Thoughts´, die Du über den Chat kennengelernt hast. Aber ich bin auch ... nicht menschlich.", antwortete Selen wahrheitsgemäß.

„Und was bist Du?"

„Spielt das eine Rolle? Ich bezahle gut."

„Für mich schon und für die Maschine spielt es eine Rolle. Laut der ausgewerteten Daten bist Du mit keiner der bekannten Rassen des Universums verwandt. Du besitzt aber eine perfekte menschliche Form, riechst wie wir und fühlst Dich auch so an. Bist Du vielleicht eine Art Gestaltwandlerin aus einer fremden Galaxie?"

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