tagNicht festgelegtDie Verkündigung

Die Verkündigung

byRomeoReloaded©

Maria kniete nieder. Vorsichtig schob sie ihren Kopf über den Rand des Bauzauns hinaus, bis sie mit einem Auge um die Ecke blicken konnte. Brinkmann, Tonne und Meckie. Gleich drei der Oberidioten des Viertels hockten gelangweilt auf der Straße, die um die Baustelle herumführte.

Meckie glotzte sogar in ihre Richtung. Aber er suchte einen guten Meter zu hoch nach Opfern, da, wo ihr Kopf gewesen wäre, hätte sie sich nicht hingekniet. Sofort zog sie sich hinter die Bretterwand zurück. Mist. Jetzt blieb ihr wieder nur Schleichweg mitten über die Baustelle, um unbehelligt zur Schule zu kommen.

Fünfzig Meter vor der Ecke, um die sie eben gespäht hatte, gab es ein loses Brett im Zaun. Maria schrammte sich den Ellenbogen auf, als sie sich mit ihrer Tasche unter dem Arm durch die schmale Lücke zwängte. „Fuck, fuck, fuck", fluchte sie leise vor sich hin.

Sie hasste den verbotenen Weg über die Baustelle. Dauernd wurde sie dabei dreckig, zerriss sich die Kleidung oder holte sich kleine Schrammen. Aber alles war besser, als den verkackten Idioten der Gangs in die Hände zu fallen. Wer zu welcher Gang gehörte, war ihr egal, die waren alle gleich bescheuert.

Die dicke Verena kam nicht durch die Lücke im Bauzaun. Neulich war sie verheult und mit zerrissener Bluse in der Schule aufgetaucht. Die ganze Zeit wackelte sie auf ihrem Stuhl herum, als tue ihr das Sitzen weh. Verena hatte niemandem verraten, was genau passiert war, aber Maria hatte sich geschworen, eher zu sterben und zur Hölle zu fahren, als diese Schweine an sich ran zu lassen.

Zum Glück war das alles hier bald vorbei. Die letzten paar Tage Unterricht, dann noch die Prüfungen, und schon hieß es: „Fick dich, Schule! Ich bin hier raus!" Egal, was Mam sagte, sie würde sofort zu Hause ausziehen. Einfach weg und die ganze Scheiße hinter sich lassen.

Maria blickte zum Himmel auf. Er sah wüst aus, dunkle Wolken türmten sich übereinander als stünde eine neue Sintflut bevor. Hoffentlich fing es nicht an zu regnen, während sie über die riesige Baustelle lief. Das fehlte gerade noch, dass alles nass und matschig würde. Die neuen Adidas waren echt teuer gewesen, die durften nicht so schnell dreckig werden.

Normalerweise ging sie um den Rohbau herum, das halbfertige Gebäude war ihr nicht geheuer. Aber der Weg außen herum war länger, und der Himmel verfinsterte sich wirklich von Minute zu Minute mehr. Sie hatte keine Zeit zu verlieren, wenn sie nicht noch in ein Scheißgewitter kommen wollte. Also mitten durch.

Hohl klangen ihre Schritte auf dem blanken Beton. Wieder mal fragte sie sich, warum hier keiner mehr weiterbaute. Würde diese Ruine jetzt ewig so stehen bleiben? Oder würde man alles wieder abreißen, bevor es je fertig geworden war? Hoffentlich riss man dann das ganze verdammte Viertel mit ab.

Sie ging vorsichtig. Draußen war es schon finster genug gewesen, und hier hinein fiel noch weniger Licht. Sie musste aufpassen, wo sie hintrat, um nicht über irgendwas zu stolpern. Womöglich hätte sie doch schneller außen herum laufen können, statt sich hier schrittweise vorzutasten. Plötzlich wurde es heller. Sie konnte den ganzen Raum sehen, durch den sie schritt. Überrascht blickte Maria sich um. Helles Licht fiel senkrecht von oben durch einen leeren Aufzugsschacht mitten ins Gebäude. Der Schacht glänzte regelrecht im Sonnenschein, das Licht vor ihren Füßen war nur ein schwacher Abglanz davon.

Die Wolken mussten aufgerissen sein und die Sonne durch eine kleine Lücke scheinen. Aber so genau in den Schacht? Sie blickte durch die offenen Türlöcher in die Nachbarräume. Soweit sie erkennen konnte, blieb es dort so düster wie bisher. Nur der Schacht leuchtete.

Mit einer Hand an der Wand entlang ging sie auf den Schacht zu, achtete darauf, nicht zu nah an die Kante zu treten. Man wusste ja nie. Ihr Blick ging nach unten, in die beiden Kellergeschosse, die der geplante Aufzug auch noch hätte erreichen sollen. Deshalb erschrak sie halb zu Tode, als eine Stimme von oben sprach: „Fürchte dich nicht!"

Maria machte einen Satz zurück, weg von Kante und Licht. Was um Himmels willen war das jetzt? Vorsichtig beugte sie sich wieder nach vorn, den Blick diesmal nach oben gerichtet. Das Licht blendete sie, so hell war es. Blinzelnd erkannte sie nur eine schemenhafte Gestalt, einen dunklen Schattenriss in der gleißenden Helligkeit.

„Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir", kam wieder die Stimme. Eindeutig war es der Schattenriss, der mit ihr sprach.

„Was is'n das für'n bekackter Gruß?", rief Maria erschrocken zurück.

Und der Engel sprach zu ihr: „Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott gefunden."

Jetzt reichte ihr der Scheiß aber echt. „Wer bist du überhaupt?"

„Ich bin der Engel Gabriel, vom Herrn gesandt, um dir zu verkünden ..."

„Was? Wenn du was von mir willst, dann komm gefälligst da runter und red nich so geschwollen. Echt jetzt, was soll'n das geben!?"

Sie ging rückwärts vom Aufzugsschacht weg, immer hübsch einen Schritt nach dem anderen.

Der Engel ließ sich sanft hinabsinken. Es sah aus, als wäre er schwerelos, und wahrscheinlich war er das auch. Maria fragte sich, wozu er dann die Flügel brauchte.

Ein Teil des Lichts folgte dem Engel. Als er seinen Fuß in den Raum setzte, wurde alles angenehm erleuchtet, aber nicht übertrieben hell. Maria studierte ihn von Kopf bis Fuß. Sie hatte natürlich von Engeln gehört, glaubte aber nicht daran. Na ja, zumindest bis jetzt nicht. Der hier sah schon ziemlich echt aus.

Er war groß und hatte beeindruckende weiße Flügel, die auf seinem Rücken zusammengefaltet waren. Trotzdem wirkte er nicht gefährlich. Brinkmann war kleiner, aber ein fieser Kämpfer. Mit dem hätte sie sich nicht anlegen wollen. Der Engel war dünner, irgendwie sanfter, mit dem würde sie schon fertig. Ein Tritt in die Eier reichte wahrscheinlich. Wobei, hatten Engel überhaupt Eier? Dieser dämliche weiße Umhang ließ nichts erkennen.

„Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären", fing der Engel schon wieder an, „er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden, und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird König sein in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben."

„Jetzt mach aber mal halblang", bremste Maria ihn, „ich werd ganz sicher nicht schwanger werden, da kannst du einen drauf lassen. Ich mach nix unter der Gürtellinie."

Der Engel antwortete: „Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden."

„Scheiße, Alter, red gefälligst deutsch mit mir."

Der Engel seufzte. „Der Heilige Geist macht dich schwanger. Dein Kind wird Gottes Sohn sein."

Sie wurde wütend. So richtig wütend. Der Zorn stieg ihr ins Gesicht, dass der Engel sie überrascht anstarrte.

„Du meinst das total ernst, was?", brüllte Maria den Engel an. „Ich soll wirklich ein Kind bekommen, von deinem scheiß Heiligen Geist, was?"

Sie kam drohend auf ihn zu. Verblüfft wich der Engel zurück.

„Hast du überhaupt irgendeine Peilung, was es heißt, alleinerziehende Mutter zu sein in dieser Gegend? Das ist nicht Beverly Hills hier, schon gemerkt?"

Sie packte seinen Umhang mit beiden Händen, krallte ihre Fäuste in den Stoff und versuchte ihn zu schütteln.

„Du wirst mir nicht ein Kind unterschieben und mich dann hier sitzen lassen! Never ever! Meinst du, ich bin nicht scharf auf die Jungs? Meinst du, ich würd's nicht auch gern mal tun? Was denkst du, warum ich keinen ranlasse? Weil ich ne verkackte Heilige bin? Nein, weil ich weiß, was passieren kann und das will ich auf keinen Fall riskieren!"

„Aber..."

„Nix aber! Steck dir deinen ganzen Bethlehem-Kram sonst wo hin! Unterm Weihnachtsbaum sieht so ne Krippe ja süß aus, aber in echt will ich nicht in ner verratzten Scheune liegen mit stinkenden Viechern nebendran! Und auch nicht auf ner Baustelle in nem gottverlassenen Rohbau, oder wie du dir das heutzutage vorgestellt hast!"

Nach Luft ringend starrte sie ihn an. Der Engel schwieg indigniert.

„Haben wir uns verstanden? Kein Baby", sagte Maria erschöpft und ließ ihn los. Sie wandte sich ab und tigerte durch den Raum. Als sie sich wieder umdrehte, war der Engel immer noch da. „Was ist denn jetzt noch? Zisch ab."

„Äh", der Engel war sichtlich verwirrt, „eigentlich solltest du sagen: Siehe, ich bin des Herrn Magd, mir geschehe, wie du gesagt hast."

„Ich bin keine Magd. Und auch keine Leihmutter. Such dir ne andere Dumme."

Sie standen sich wortlos gegenüber. Eigentlich, musste Maria zugeben, stand ihm die Hilflosigkeit gut. War richtig süß, der Engel, wie er so dastand mit seinem Engelsgesicht. Ne ganz andere Liga als die Schwachköpfe aus der Schule.

„Das Problem ist", begann der Engel und schluckte, „wie soll ich sagen? Der Wille des Herrn geschehe, daran kann ich nichts ändern. Ich bin nur der Bote. Ich kann hier nicht wieder weg, bevor die Sache geregelt ist. Und du auch nicht, was das angeht."

„Was soll'n das heißen?"

Der Engel zuckte mit den Schultern und machte eine Handbewegung, die wohl „Nur zu!" heißen sollte. Maria ging langsam zum Durchbruch in der Wand, der in den nächsten Raum führte. Sie ließ den Engel dabei nicht aus den Augen. Als sie einen Schritt durch das Loch in der Wand machen wollte, stieß ihr Fuß unvermittelt gegen etwas Hartes. Mitten im Gehen konnte sie nicht sofort stoppen, stolperte nach vorn und knallte hart gegen den leeren Raum im Durchbruch.

„Autsch!" Sie lehnte sich an und wartete, bis der Schmerz nachließ. Dass sie sich gerade an gar nichts anlehnte, an Luft, die hart war wie Beton, wunderte sie schon kaum mehr. Maria blickt nach draußen, in den nächsten Raum. Eine Fliege stand in der Luft, nur wenige Zentimeter von ihr entfernt. Maria betrachtete sie genau. Die Fliege war vollkommen regungslos, kein Flügelschlag war zu erkennen. Erst jetzt fiel ihr auch auf, wie still es war. Kein Geräusch drang von draußen herein, kein Wind, kein Flugzeugbrummen, nichts.

„Was ist das jetzt wieder für ne Scheiße?" fragte sie den Engel, mit dem Daumen auf die Fliege zeigend.

„Wir sind in einer Zeitblase", erklärte der Engel müde, „Du, ich, dieser Raum, und der Aufzugsschacht. Außerhalb steht die Zeit still. Die Welt hält den Atem an, bis die Verkündigung erfolgt ist."

Maria verdrehte die Augen. „Und jetzt?"

„Tja." Der Engel blickte zu Boden. „Ich weiß es auch nicht."

„Kannst Du nicht nachfragen? Bei deinem Herrn oder so?"

Er schüttelte den Kopf. „Auf der Erde sind auch himmlische Wesen auf sich allein gestellt. Selbst Jesus musste sich damals an die vorgegebenen Spielregeln halten, mit Kreuzigung und allem. Ich fürchte, der einzige Weg für mich hier wieder raus ist nach oben durch den Schacht. Aber erst, wenn du schwanger bist."

„Vergiss es."

Sie suchte alles ab. Sie fragte den Engel aus, der wie ein Häufchen leuchtendes Elend in einer Ecke schwebte. Sie stauchte sich fast den Zeh, als sie gegen die harte Luft am Durchbruch trat. Der Engel musste durch den ganzen Schacht schweben und nach Auswegen suchen. Alles ohne Erfolg.

Schließlich gab sie es auf. Sie setzte sich auf den blanken Boden, den Rücken an die Wand gelehnt und heulte. Schrie zum Himmel, verfluchte Gott aus Leibeskräften, dass der ohnehin schon hellhäutige Engel noch blasser wurde und weit von ihr wich. Dann saß sie einfach nur noch dumpf da, das Kinn auf die Hand gestützt.

„Ich hab Hunger."

Der Engel reichte ihr irgendwas. Sie roch dran, es roch nach nichts. „Was ist das?"

„Manna."

Sie steckte es in den Mund. Es schmeckte auch nach nichts. Wie Esspapier, wenn überhaupt.

„Müssen wir hier eigentlich auf dem harten Boden sitzen oder können wir die Zeitblase auch was bequemer gestalten?" fragte sie vorwurfsvoll. Noch bevor sie geendet hatte, fühlte sich ihr Hintern weich an. Ein erstaunter Blick nach unten zeigte ihr, dass sie plötzlich auf einer Matratze saß. „Na also. Hast du noch mehr so Tricks auf Lager?"

„Keine, die uns weiterbringen."

Sie rutschte richtig auf die Matratze, lehnte sich an die Wand. Saß einfach nur da. Lange. Wirklich lange. Ein ums andere Mal schüttelte Maria den Kopf, sagte: „So ne Kacke." Bis sie schließlich neben sich auf die Matratze klopfte. „Setz dich her."

„Warum?" Der Engel war vorsichtig.

„Weil ich ne Schulter zum Anlehnen brauche, darum."

Sie saßen nebeneinander, Maria bettete ihren Kopf an den Hals des Engels. Wegen seiner Flügel lehnte der Engel nicht richtig mit den Schultern an der Wand, deshalb war es eigentlich unbequem, sich so schräg an ihn zu lehnen. Aber auf jeden Fall war es besser als alleine vor sich hin zu heulen. Der Engel roch angenehm, irgendwie nach Kräutern, und er konnte still sitzen und die Klappe halten, das war schon mal was. Langsam normalisierte sich Marias Herzschlag. Sie wollte doch bloß hier raus und zur Schule, war das denn echt zu viel verlangt?

Irgendwann fühlte sich ihr Hals ganz steif an. Kein Wunder bei der verdrehten Körperhaltung. Sie gab sich einen Ruck, kletterte rittlings auf Gabriels Beine, schlang die Arme um ihn und versteckte ihr Gesicht in seiner Halsbeuge.

„Was machst du da?", fragte der Engel überrascht.

Sie benahm sich wie ein kleines Kind, das auf den Arm genommen werden wollte, schon klar. Aber es fühlte sich gut an und beruhigte sie.

„Ich vertraue dir, Gabriel", sagte sie leise und meinte es auch so.

Sie konnte seinen Herzschlag spüren, so fest drückte sie sich an ihn. Sie hätte ihn gern gefragt, ob er ihr Schutzengel werden könne. Dann hätte sie sich wohler gefühlt in dieser beschissenen Welt, und vielleicht würde er sich dann auch in Zukunft umarmen lassen.

Maria vergaß, dass Gabriel sie genauso deutlich spürte wie sie ihn. Er spürte ihre weiche Wange, spürte den Druck ihrer Brüste und das Gewicht ihres Hinterns. Sie fühlte sich so warm an, so lebendig. Ein Gefühl, wie es ihm in den Äonen seiner Existenz noch nie begegnet war. Und jetzt strichen ihre Hände auch noch sanft über seinen Rücken!

„Äh, könntest du dich etwas anders hinsetzen, das ist sonst unangenehm", fragte der Engel verlegen. Sie rutschte auf seinem Schoß herum, bemerkte etwas unter dem Umhang. Überrascht legte sie eine Hand darauf, die der Engel sofort wegwischte.

„Gabriel, du bist ja'n richtiger Kerl!" rief sie verblüfft.

„Ich bin ein Engel."

„Du hast nen Ständer."

„Das tut nichts zur Sache."

„Oh, doch, das tut es." Dieser verlegene Engel war wirklich süß. Er war groß, schlank und schüchtern. Eigentlich gefiel ihr alles an ihm, gestand sich Maria ein, während sie die obersten Knöpfe ihrer Bluse öffnete.

„Was soll das werden?", fragte der Engel irritiert.

„Jetzt hör mir mal genau zu, Gabriel", umwarb sie ihn, „wenn es denn schon so ist, dass ich hier nie wieder rauskomme, ohne schwanger zu werden, dann will ich es wenigstens richtig tun. Verstehst du? Schlimm genug, dass ich den ganzen Ärger haben werde. Da will ich wenigstens auch meinen Spaß haben." Sie nahm sein Gesicht in ihre Hände. „Himmlischen Spaß, ja? Bitte ..."

Dann küsste sie ihn. Zuerst wehrte sich der Engel noch halbherzig, wimmerte irgendwas von „das darf ich nicht, mein Gott, nein, Maria, das geht wirklich nicht". Aber ihre Lippen fühlten sich so gut an, so warm und weich, so ... menschlich. Das hier ging über seine Kräfte, beschloss er, und irgendwie war es ja auch sein Auftrag.

So gaben sie sich einander hin. Ein Engel und eine Jungfrau machten sich gegenseitig zum Geschenk füreinander. In der absoluten Stille der angehaltenen Welt lauschten sie auf ihren Atem, der stoßweise kam, wenn sie sich küssten. Ihre Lippen so rot, seine Lippen so golden, sie verschmolzen miteinander in zärtlichen Liebkosungen voll schwelgender Sinnlichkeit.

„So müssen sich Adam und Eva gefühlt haben, als sie sich nach der Sache mit dem Apfel das erste Mal berührten", ging es Gabriel durch den Kopf. Er zog Maria die Bluse aus, sie hakte ihren BH auf. Schüchtern lächelnd entblößte sie ihre jugendlich festen Brüste, bot sie seinen Händen zum Liebesspiel dar. Gabriel streichelte und küsste sie, leckte die kleinen steifen Nippel, dass Maria zitterte und unwillkürlich den Bauch einzog.

Sie griff nach unten an seinen Umhang, fand, was sie suchte, und umfasste sein Glied mitsamt dem Stoff. Gabriel zuckte zusammen: Es war so gut. Es war einfach so gut, Lust zu spüren, diese absolut irdische Erfahrung, die jedem im Himmel verwehrt war.

„Zieh dich aus", bat Maria ihn schwer atmend. Er hob sie von seinen Knien, stand auf und ließ seinen Umhang zu Boden sinken. Maria blieb die Luft weg. „Er sieht so gut aus. Verdammt, nein", dachte sie, „mehr als das! Er sieht himmlisch aus! Göttlich! Der Typ ist ja der absolute Oberhammer!"

Verlegen stand der Engel mitten im Raum, leuchtend, und breitete seine Flügel aus. Eine wahrhaft überirdische Erscheinung, umgeben von rohem Beton. Ganz langsam ging Maria auf ihn zu, berührte ihn vorsichtig mit den Fingerspitzen, als könne er sich jeden Moment in Luft auflösen.

Kein Härchen verunzierte seine reine, samtige Haut, die hell war und ganz leicht metallisch schimmerte. Alles an ihm saß fest und straff wie geschmiedet, die breite Brust, der knackige Po, die deutlich erkennbaren Bauchmuskeln.

„Gabriel, du bist ein Traum", flüsterte Maria und küsste seine winzigen Nippel. Sie spürte, wie sie feucht wurde, wie ihr Schoß nach Gabriel verlangte. Stehend küssten sie sich weiter, während er sie zu Ende auszog, ihren reinen und schönen Körper zur Gänze enthüllte.

Maria drehte sich um, lehnte ihren Rücken an seine Brust und drückte ihren Po gegen sein heißes, hartes Geschlecht. „Streichele mich", bat sie ihn. Am liebsten hätte sie ihn rund um sich gewickelt, um ihn überall gleichzeitig an ihrer Haut zu spüren.

Gabriel erkundete ihren Körper mit der tastenden Neugier eines Wesens, das seit ewigen Zeiten keine Frau berührt hat. Er war vorsichtig, aber nicht zögerlich, strich über ihr Becken und ihren kleinen Bauch. Dann massierte er eine Brust mit seinen schönen Fingern, während die andere Hand zwischen ihre Beine glitt.

Plötzlich spürte Maria noch ein weiteres Kitzeln an ihren Beinen und verblüfft sah sie, dass er auch seine Flügel einsetzte, sie vor ihrem Körper schloss, dass ihr die Federn über die Schenkel strichen. Und dann öffneten seine Finger auch noch ihr Geschlecht, fuhren durch die feuchte, nach Berührung lechzende Spalte, dass ihr schier der Atem wegblieb und ihre Knie weich wie Pudding wurden.

„Komm, Gabriel, lass es uns tun", bat sie ihn inständig. Er hob sie mit Leichtigkeit an, trug sie zur Matratze, auf der er sie wie ein kostbares Gut niederlegte. Sie öffnete die Beine, bot sich ihm dar, aufgeregt und erwartungsvoll.

Da kniete er auch schon neben ihr, küsste sie zart, ihren Mund, ihren Hals, ihre Brust. Währenddessen blieb seine Hand an ihrer Scham, fuhr sein Finger zwischen ihren Schamlippen hindurch und leicht in ihre Öffnung hinein.

Maria konnte kaum glauben, wie gut das war. Warum hatte sie sich das volle achtzehn Jahre lang versagt? „Weil es sich gelohnt hat, für mein erstes Mal auf einen Engel zu warten", dachte sie, „es ist perfekt."

Sie gab alles Denken auf, gab sich ihm ganz hin und ließ es einfach geschehen. Seine Hände und Lippen machten sie heiß und feucht zugleich, ihre Muskeln wurden schwach und zuckten dann doch wieder mit voller Kraft.

Als sie spürte, wie sich sein himmlischer Körper in voller Länge auf sie legte, empfand sie seine Schwere als eine ungeheure Erleichterung, denn sie wusste, jetzt würde es endlich geschehen. Jetzt waren sie am Ende der tastenden Vorbereitungen, waren bereit zur Vereinigung von Engel und Jungfrau.

Sie zog Gabriels Kopf zu sich heran, presste ihre Lippen fest auf seine. „Ja, ich will es, ich will es so sehr, bitte tu es jetzt", hieß dieser Kuss und er wirkte sofort. Sie spürte seine Erektion zwischen ihren Beinen, auf der Suche nach dem Eingang. Mit einem Ruck drang die Spitze in sie ein. Gott, war der groß! Niemals hatte sie etwas Vergleichbares gespürt.

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