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Die wundersame Heilung der K. 01

bychekov©

Liebe Freundinnen und Freunde der erotischen Literatur!

Diese Geschichte enthält alle Attribute meiner bisherigen Auswürfe, also ist dies eine Warnung. Die Handlung ist im Klink/BDSM/Fetisch-Bereich angesiedelt Es wird dementsprechend ziemlich hart gefickt, literweise gespeichelt, gepisst bis zum Ertrinken und die eine oder andere Psycho-Schandtat an meinen Heldinnen begangen.

Wer mit dieser Art Sex nichts anfangen kann, lässt das Lesen (und bitte dann auch jeden Kommentar!) definitiv besser bleiben.

Allen anderen: viel Spaß! Ich habe mir Mühe gegeben, den Wahnsinn in eine hoffentlich lesbare Geschichte zu verpacken.

Und ja, ich stehe auf Kritik, aber bitte konstruktiv und fair, ganz besonders dann, wenn ihr selbst nicht schreibt oder aus irgendwelchen anderen Gründen anonym kritisiert.

Chekov

Die wundersame Heilung der K.

Da stand sie nun, an einer heruntergekommenen Bushaltestelle im Nirgendwo und wartete darauf, dass ihr neues Leben sie abholen würde. Die Situation wollte so gar nicht zum Anlass passen, weswegen sie den durchblitzenden Zweifeln mit einem Mantra-artigem ‚Alles wird gut!' begegnete, immer und immer wieder.

Echte Zweifel? Nein, denn dafür war sie schon zu lange Zeit zu verzweifelt gewesen. Angst? Vielleicht ein bisschen, vor sich selbst und ihrer unbegründeten Entschlossenheit, dennoch hier zu stehen. Unsicherheit? Oh ja, ein Dauerbegleiter in ihrem Leben. Obwohl sie sich noch nie so sicher war, das Richtige zu tun. Das einzig Mögliche vielleicht, um das alte Leben mitsamt den unerfüllten Begehrlichkeiten loszuwerden.

Um ihre, wie sie es selbst gerne nannte, ‚Krankheit' zu heilen.

Das einzig Richtige. Auch wenn das hieß, Momente wie diesen durchzustehen. Sich selbst in die Augen und tief in die eigene Seele sehen zu können, während sie mithilfe eines kleinen Handspiegels ihr Make-Up checkte und zufrieden feststellte, dass es nicht zerstört wurde bei dem Versuch, sich das Sperma aus dem Gesicht zu wischen.

Ein letzter Check, ein letzter Blick auf das alte Ich. Ein Abschied? Ganz sicher. Und so klappte sie den Spiegel zusammen und verstaute ihn in der kleinen Handtasche, dem einzigen Gepäckstück, das man ihr auf dieser Reise erlaubt hatte.

Der Mann bestand darauf, in ihr Gesicht zu kommen, und wie hätte sie widersprechen sollen? Also ließ sie ihn gewähren und war hinterher froh, dass sie das schleimige Zeug wenigstens nicht schlucken musste. Immerhin: der Typ war grauenhaft, sein Schwanz roch streng und sein Sperma, so viel konnte sie anhand der wenigen Tropfen, die es dennoch in das Innere ihres Mundes geschafft hatten, sagen, schmeckte trotz frischer Zapfung ranzig.

Ekelhaft. Eigentlich wirklich ekelhaft, aber Ekel war schon länger keine Kategorie mehr in ihrem Leben. Wenn, dann hätte sie so etwas wie Ekel vor sich selbst verspüren müssen, zumindest nahm sie an, dass man das von ihr erwartet hätte. Freunde, Verwandte, Bekannte, wenn sie auch nur den Hauch einer Ahnung gehabt hätten, sie hätten sich bestimmt mit einer Extraportion Ekel von ihr abgewandt und Dinge wie „Schäm dich, Hure!" abgesondert. Da war sie sicher. Aber es bestand Hoffnung, ganz sicher, man hatte es ihr versprochen, und dieser Gedanke ließ sie für den Moment zufrieden lächeln.

Da stand sie nun, bestellt, nicht abgeholt, egal! Sie war auch viel zu früh hier angekommen. In der aufkommenden Nervosität, die der Beginn eines neuen Lebens in wahrscheinlich jedem Menschen erzeugt hätte, nahm sie einen Bus, der sie um fast eineinhalb Stunden vor der abgemachten Zeit an ihrem Bestimmungsort abgesetzt hatte. Und siehe da, alles wies darauf hin, dass man ein solches Verhalten vorausgeahnt, ja vielleicht sogar in das Kalkül miteinbezogen hätte. Alles war vorhergeplant, nichts dem Zufall überlassen, sie hatte jetzt schon den Eindruck, dass man ihr die Kontrolle über sich selbst entzogen hatte.

Das Paket mit dem Brief, den Klamotten, den Schuhen, wunderschöne Schuhe, sicher teuer, hoch, schwarz, elegant geschnitten und mit diesen fantastisch weichen Bändchen um die Fesseln, die man mithilfe eines Miniaturschlosses wie Fußschellen verschließen konnte. Sie hatte nicht erwartet, dass den Schlössern ein Schlüssel beilag und auch keinen gefunden. Und obwohl sie aus genau diesem Grund die Schuhe erst kurz vor ihrer Abfahrt angelegt hatte, fingen sie langsam an, ihre noch ungeübten Beine auf die Probe zu stellen. Die Dinger waren wirklich hoch, der Nagelabsatz gewöhnungsbedürftig und bisher hatte sie solche Schuhe nur im Bett getragen. So beschloss sie, sich für eine Weile zu setzen, um nicht im entscheidenden Moment umzufallen. Nicht auszudenken, wenn sie sich ausgerechnet jetzt den Knöchel bräche, plump und auf Krücken in ihr neues Ich stolpern müsste. Dieses neue Ich, von dem sie noch keine Ahnung hatte, wie es sich denn anfühlen würde.

Oh ja, das alles wirkte wie geplant, erzeugte dementsprechend Aufregung, ein Kribbeln, das sie als erstes natürlich an und in ihrer Möse zu spüren bekam. Sie vibrierte, wie so oft in den letzten Jahren, diesmal aber mit dem Unterschied, sich dabei nicht wie ein Alien zu fühlen, den die anderen um sie herum sofort als solchen ausmachen konnten, sondern als Gleiche unter Gleichen dazustehen.

Der Typ im Auto, der ohne jede Hektik und Scham neben ihr gehalten, das Fenster auf der Beifahrerseite heruntergelassen und sie gefragt hatte, ob sie ihm einen blasen würde. Die Mittvierzigerin, die gerade eben auf der Bank ihr gegenüber Platz nahm, eine durchaus ansehnliche Person, sie schienen ihr nicht wie Fremde, sondern wie Seelenverwandte. Beinahe hätte sie ihr zugezwinkert, aber irgendwie wäre sie sich dabei blöd vorgekommen.

Sie hatte schon vor Tagen beschlossen, dieser bevorstehenden Wendung in ihrem Leben einen gewissen Ernst einzuhauchen, die Situation mit Würde zu ertragen, sich nicht auf das Niveau einer Schauspielerin herabzulassen, die eine Maske anlegt und nur zwischen den Welten wandelt.

Nein, sie wollte es, es war das Richtige, sie hatte sich unwiderruflich entschlossen, mit der Vergangenheit zu brechen. Ganz in ihrem neuen Leben aufzugehen. Trotz all der offenkundigen Unsicherheiten und noch mehr all dem zum Trotz, was sie nur ahnen und nicht vorhersehen konnte.

Die Frau auf der Bank trug stark abgedunkelte Sonnenbrillen, dennoch war klar, dass sie sie anstarrte, in einem fort. K. hatte das schon zu oft erlebt, von Männern und Frauen gleichermaßen war sie taxiert worden, manchmal abfällig, geringschätzig, manchmal begehrlich, immer jedoch so, dass es ein Unbehagen erzeugte. Natürlich wusste sie, woran das lag. Natürlich hätte es nicht viel Mühe gekostet, all die Angst vor dem Entdecktwerden zu überwinden, aber das wäre nicht sie gewesen. Und erst die Tatsache, dass sie diesen Zustand nicht ändern wollte, hatte sie so weit gebracht, dass sie nun hier saß, mit überschlagenen Beinen, in feinstes Nylon gehüllt, durch nichts bedeckt als durch den Rock aus dem Paket, der seinen Kampf um die Wahrung ihrer Privatsphäre längst verloren hatte.

Das Teil war noch kürzer als der kürzeste Rock, den sie selbst jemals gekauft hatte, viel kürzer, als es selbst dem frechsten Modedesigner eingefallen wäre. So kurz, dass sie zuerst meinte, man hätte einen Fehler gemacht, als man das Paket geschnürt hatte. Aber in dem beiliegenden, sehr sachlichen und überaus detailreichen Brief war deutlich die Rede von einem „schwarzen Rock", und dieses Nichts aus sehr dehnbarem, glänzendem Stoff war das einzige schwarze Textil, das sie darin finden konnte. Und immerhin: zusammen mit der nahtlosen Strumpfhose machte er ja auch Sinn: sie war bekleidet, wie es die Sitten und Gebräuche der Öffentlichkeit forderten, und dennoch nackt und für jeden offen zur Schau gestellt. Ganz so, wie sie sich das erwartet und heimlich auch gewünscht hatte. So, und nur so wollte sie der hässlichen, verhassten Welt da draußen „Adieu!" sagen. Ein visuelles ‚Leck mich am Arsch!' zum Abschied.

Also genoss sie das Gefühl, gleichermaßen nackt auf der Bank zu sitzen, ohne jede Chance, den Rock irgendwie zurechtzupfen zu können und gab sich gar nicht erst der Illusion hin, man hätte einen Fehler begangen. Nein, es war gewollt, wie alles andere auch. Und nachdem die Dame sie immer noch stumm anstarrte, konnte es wahrscheinlich auch kein Fehler sein, die verschlossene, schamhaft wirkende Sitzhaltung aufzugeben. Vielleicht wurde das von ihr erwartet, und wenn nicht, dann bitte, da, seht alle her, ich bin es, die Schlampe, die sich heute selbst befreit! Die Hure, die es satt hat, sich verstecken zu müssen!

K. stellte die hohen Schuhe mehr als schulterbreit auseinander und wusste, was sie damit tat. Immerhin waren die Absätze der Schuhe so hoch, dass sie auf der gar nicht niedrigen Bank sitzen konnte und ihre Knie dennoch höher lagen als ihre Oberschenkel. Sie streckte sich auch noch ein wenig durch und bemühte sich, ihre in dem edlen BH eingezwängten Brüste durch die halbgeöffnete, beinahe durchsichtige Bluse hindurch noch ein wenig mehr zur Geltung zu bringen.

Augenblicklich umfing sie die Kühle der Morgenluft, ihr Kitzler und ihre Nippel reagierten sofort, K. wollte am liebsten ein Stöhnen von sich geben, unterdrückte es aber, um nicht zu voreilig zu wirken. Dafür räusperte sich die Frau ihr gegenüber jetzt, eine Pause folgte, dann noch ein Geräusch, ganz so, als wollte sie zu sprechen beginnen, als würde sie noch um die Aufmerksamkeit ihres Gegenüber buhlen müssen.

K. wäre ihr gern zuvor gekommen, sie hätte so gern losgequatscht, Fragen über Fragen hätte sie stellen wollen, aber sie hatte sich vorgenommen, so passiv wie möglich aufzutreten, und bis jetzt hatte sie sich auch eisern daran gehalten. Kein Grund also, es jetzt nicht auch zu tun.

„Stehen Sie auf!", sagte ihr Gegenüber da auch schon in mehr als forschem Ton, der ihr augenblicklich eine Gänsehaut auf den Rücken zauberte.

„Stehen Sie sofort auf, sie belästigen mich mit ihrem... Geschlecht! Und mit diesem Etwas da um ihre Hüften können Sie auf keinen Fall sitzen! Hat man Ihnen denn gar keine Manieren beigebracht? Oder ist die „läufige Hündin" der neueste Modetrend???"

K. sprang auf. Ein klarer Befehl, nicht der, den sie erwartet hatte, aber sie wollte gut sein, richtig gut.

„Wenn man nicht noch Schlimmeres denken möchte, sieht das ja so aus, als würden sie sich hier erleichtern wollen!", setzte ihr Gegenüber nach, mit größter Strenge, und um die Sache noch zu unterstreichen, wandte sie jetzt ihren Blick von K. ab und straffte sich, um ihre Autorität zu betonen. Sie sah gut aus in dem grauen Businesskostüm, wie eine Lehrerin, eine Mätresse, vielleicht die Herrin eines Harems, die eine ihrer ungezogenen Schutzbefohlenen maßregelte.

„Man hat ihnen ganz offensichtlich jedes Schamgefühl genommen! Oder sind Sie etwa krank? Suchen Sie Hilfe?"

Und ja, das stimmte absolut. Keine Scham mehr, das hatte K. sich geschworen, und offenbar war die Dame eingeweiht, weil sie von ihrer „Krankheit" wusste und die versprochene Hilfe erwähnte.

„Sie haben Recht!", murmelte K., die den Drang schon seit einiger Zeit empfand. Immerhin hatte man ihr aufgetragen, Tee zu trinken, nur die spezielle Mischung, die ebenfalls in dem Paket zu finden war. Unentwegt, den ganzen lieben Tag lang, las sie in der beiliegenden Anleitung, und es war schon eine Zeitlang her, seit sie sich das letzte Mal erleichtern konnte.

„Ja, sie haben Recht, ich muss mal!"

Und noch bevor die Dame etwas entgegnen konnte, ließ K. ihrem Drang freien Lauf. Stehend, den Blickkontakt zu den undurchdringlichen Sonnenbrillen haltend, versuchte sie gar nicht erst zu zielen oder aufzupassen, dass ihre Garderobe heil blieb, sie ließ es einfach laufen und pisste sich leer. Was für eine Erleichterung, was für ein großartiges Gefühl!

Ein Damm schien in K. gebrochen zu sein, sie brauchte eine gefühlte Ewigkeit, um ihr Gegenüber und sich selbst zufrieden zu stellen. Kaum war sie fertig, fast ebenso ansatzlos wie sie begonnen hatte, erhob sich die Dame und verschwand wortlos, die einsame Straße hinunter.

K. sah ihr noch eine Weile hinterher. Erst da nahm sie wahr, wie kühl sich der Bereich zwischen ihren Beinen plötzlich anfühlte. Zwar hatte sie, durch die sehr eng anliegende Strumpfhose einerseits und durch den hohen Druck, der auf ihrer Blase lastete andererseits, ihre Beine nicht erwischt, aber die Stelle rund um ihre Öffnung war natürlich durch und durch nass geworden, ebenso wie die edlen Schuhe, und sorgte jetzt für einen Chillfaktor, der ihre ganze Aufmerksamkeit genau dorthin lenkte.

„Stehen bleiben, ich MUSS stehen bleiben, logisch!", kam es ihr in den Sinn, und sie murmelte den Gedanken leise in die Welt hinaus.

Für niemanden hörbar außer für sie selbst. Und nicht nur ihre Stimme blieb ungehört von der Welt, die sie verlassen wollte. Es war auch niemand mehr da, der zugesehen hätte, wie sie da stand, aufrecht, Hohlkreuz, Brust und Arsch rausgestreckt, diszipliniert wie ein Roboter, der darauf wartete, eine Seele eingehaucht zu bekommen.

Da stand sie nun, halb nackt, an dieser gottverlassenen Bushaltestelle, nass zwischen den Beinen, eingetrocknetes Sperma in den Haaren und fühlte sich zum ersten Mal seit Ewigkeiten richtig wohl.

+ + +

„Ich sehe, Sie haben sich an unsere Vorgaben gehalten!"

K. saß im Fonds des noblen Fahrzeuges und starrte stur gerade aus auf die undurchsichtige Glasscheibe zwischen ihr und dem Cockpit.

„Jawohl, Madame!"

Viel mehr Möglichkeiten gab es nicht, die Fenster waren alle verspiegelt, sie konnte nicht sehen, wohin der Wagen fuhr. Alles, was sie im Schein des schwachen Lichts im Fonds sehen konnte, war ihre eigenes, verzerrtes Abbild und das der Frau neben ihr. Eine mehr als außergewöhnliche Erscheinung, und K. wusste nicht so recht, wie sie sich verhalten sollte. Einerseits wollte sie nicht aufdringlich wirken und ihrer neuen Begleiterin zu viel Aufmerksamkeit schenken, andererseits war da diese Faszination, die von ihr ausging. Wie überaus hübsch sie war! Was für ein gewagtes Outfit, welche unendliche Laszivität in ihrem Ausdruck! Seelenverwandte? Herrin? Selbst Sklavin?

„Nennen Sie mich nicht ‚Madame', sagen Sie einfach ‚Frau Doktor' zu mir."

„Sie sind... eine Ärztin? Aus der Klinik???"

K. musste ihren Kopf wenden, zu elektrisierend war die Person neben ihr.

„Habe ich gesagt, dass Sie Fragen stellen dürfen?"

„Nein, ähm... nein, Frau Doktor..."

„Aber ich habe eine Frage für Sie: was war das für eine Flüssigkeit da am Boden zwischen ihren Beinen? Haben Sie sich etwa angepisst?"

Eine Mischung aus Strenge und Geringschätzung war zu hören, K. antwortete ein wenig unsicher.

„Ich habe alles getan, was ihre Mitarbeiterin mir angedeutet hat. Ebenso, wie ich diesem ekelhaften Typen seinen Schwanz geblasen..."

„Was? Sie haben WAS getan? Mit wem???"

„Achduscheisse... Die beiden waren gar nicht..."

Anstatt ihr zu antworten, griff die Frau schnell, unerwartet und ziemlich unsensibel zwischen K.'s leicht gespreizte Beine, erwischte ihren Kitzler durch die fünfzehn Denier Nylon hindurch und fingerte kurz daran herum, ohne sie auch nur eines Blickes zu würdigen.

„Du bist ja wirklich völlig nass... Gott im Himmel, Du bist ein echter Notfall! UND JETZT HEB DEINEN ARSCH HOCH, DU VERSAUST HIER JA DIE GANZE POLSTERUNG! KNIE DICH HIN, MIT DEM GESICHT NACH HINTEN!"

Und mit der heranreifenden Erkenntnis, schon wieder einmal über die Stränge geschlagen zu haben und dem ansatzlosen Übergang vom „Sie" zum „Du" wurde K. bewusst, dass sie aller Voraussicht nach eine harte Zeit vor sich haben würde. Scham überkam sie, dafür, dass sie sich wieder einmal gehen gelassen hatte, Scham dafür, dass sie sich schämte. Eine Träne kullerte langsam aus ihrem Auge, während sie wie befohlen ihren Arsch in die Luft reckte und sich verkehrt auf die Sitzbank kniete.

‚Nie wieder!', schwor sie sich in diesem Moment, ‚Ich will mich nie wieder schämen für das, was ich bin.'

+ + +

K. musste den Brief nicht mehr sehen, sie hatte ihn schon so oft studiert, dass sie Zeile für Zeile auswendig kannte. Und im Augenblick hätte sie auch wirklich nichts sehen können. Die Fahrt hatte vor allem in Anbetracht ihrer Sitzposition ewig gedauert, aber irgendwann waren sie zu einem Halt gekommen. Die Tür neben ihr wurde aufgerissen und drei, vier kräftige Männerarme hatten sie sofort in einen lichtdurchfluteten Raum gezerrt. Sie war in dem Moment beinahe blind gewesen, zu hoch war der Kontrast zwischen dem dunklen Inneren des Fahrzeugs und der Helligkeit der Scheinwerfer, die man offenbar alle auf sie gerichtet hatte. Sie hörte mehr, als sie sehen konnte, wie die Ärztin aus dem Auto ein paar Kommandos rief. Sekunden später hatte man sie auf eine Liege gepackt und war dabei keinesfalls sanft vorgegangen, wiederum Sekunden später lag sie bewegungsunfähig und bis auf die Schuhe völlig entblößt, gefesselt und mit einem Knebel im Mund auf dem Rücken. Die Strumpfhose hatte man ihr, ebenso wie den Rock und die Bluse, mit einer Schere vom Leib geschnitten, sie sah und spürte eine Menge Hände an ihr herumfuhrwerken, starke, sehr gezielt arbeitende Hände, die in kürzester Zeit alles von ihr nahmen, was da eben noch übrig war. Hände, die sich einen Deut um ihre Intimsphäre oder ihr Wohlbefinden scherten.

Unter anderen Umständen hätte sie so eine Behandlung ganz sicher genossen, aber dafür war sie zu desorientiert, zu überwältigt. Sie hatte sich ihre Ankunft in der Klinik definitiv anders vorgestellt. Spätestens nachdem man ihren Mund unsanft und ein Stück zu weit geöffnet, mit einem riesigen Knebel aufgedehnt und ihren Kopf mit einem Band über die Stirn an der Liege befestigt hatte, machte sie sich ernsthaft Sorgen.

„Notaufnahme, bringt sie in die Isolationszelle!", war das letzte, was sie hörte, dann ging es los.

An der Decke über ihr befestigte Neonröhren glitten paarweise wie die selbstleuchtenden Markierungsstreifen einer Straße durch ihr Blickfeld, ein paar Türen wurden durchstoßen, dann, ganz plötzlich, spürte sie, wie etwas ihre Schamlippen teilte, ihr Loch weitete, unnachgiebig in sie eindrang, nur um in ihrem Inneren plötzlich deutlich anzuschwellen. K. atmete heftig, einerseits, weil das Ding in ihr sie überraschte, andererseits, weil die Vergrößerung den schon während der Fahrt wieder stark angestiegenen Druck auf ihre Blase ins Unermessliche ansteigen ließ. Sie wollte fair sein und die Männer (oder waren es Frauen?) am Ende der Liege warnen, aber der Knebel hinderte sie daran.

„AAAARFFFF...!!!", war das letzte, das sie hervorbrachte, bevor sie sich mit Hochdruck erneut entleerte.

„Scheiße, die pisst uns hier alles voll!! Fuck, na warte!"

Dann ein Klatschen, Fleisch auf Fleisch, es dauerte ein paar Momente, bis die völlig überforderte K. bemerkte, dass man sie gerade auf ihren hochsensiblen Kitzler geschlagen hatte. Fest. Hart. Ansatzlos. Und offenbar mit dem gewünschten Effekt. Alles an ihr zuckte zusammen, auch wenn sie selbst das Gefühl hatte, sich nicht einen Millimeter bewegen zu können. Der Strahl versiegte sofort. Und mit ihm das Gefühl, ein wenig Druck abbauen zu können. Was blieb, war ein ziemlich heftiges Ziehen in ihrer Harnröhre, nur übertüncht von dem bleibenden, brennenden Schmerz auf ihrem Kitzler.

Dann, ebenso plötzlich, eine Hand an ihrem Hals. Sie röchelte, der Druck stieg noch mehr, instinktiv versuchte K., keine weiteren Geräusche mehr von sich zu geben. Das alles war eine Angelegenheit von Sekunden.

„Piss mich noch einmal unaufgefordert an, Patientin, und ich garantiere dir, du wirst noch in drei Wochen Angst davor haben, aufs Klo zu gehen!"

Die Stimme und vor allem die Unnachgiebigkeit der Hand an ihrem Hals ließen keinen Zweifel: der Typ meinte es ernst. K. konnte nicht mehr anders, röchelte nun doch deutlich hörbar, hoffte darauf, dass der Druck verschwinden würde, der an ihrem Hals und der in ihrer immer noch völlig überfüllten Blase, sie versuchte, ihren Hals durchzustrecken, zu nicken, aber es ging nicht.

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