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Click hereSie atmete tief ein, um sich selbst Mut zu machen, musste sich davon abhalten, wieder in die Gesichter einer vergangenen Zeit vor sich zu sehen. Gerade als sie weitererzählen wollte, bemerkte sie, dass Quinn den Atem anhielt. Unmittelbar wurde sie an eine Zeit erinnert, in der sie noch ein kleines Mädchen gewesen war. Immer, wenn jemand Geschichten über Waldungeheuer erzählt hatte, hatte sie vor Furcht oft den Atem angehalten, als müsse sie sich vor den Wesen in der Geschichte verstecken. Bei ihm konnte sie sich jedoch keinen Reim darauf machen.
Statt ihn jedoch einfach zu fragen, tat sie intuitiv das, was ihre Ziehmutter damals immer getan hatte: Ganz vorsichtig, dass man ihre Bewegungen noch nicht einmal über das Bett auf dem sie saßen spüren konnte, setzte sie sich hinter ihn, bis sie aus dem Blickfeld seines leicht verwunderten, ihr folgenden Blick verschwunden war. Bis dahin bestand ihre Antwort aus einem sanften Lächeln, er verstand und blieb still.
Ihre Mutter hatte sich stets mit überkreuzten Beinen hingesetzt. Ohne darüber nachzudenken, tat sie es dem Bild in ihrer Erinnerung gleich und bedeutete Quinn vorsichtig, sich hinzulegen, sodass sein Kopf genau in ihrem Schoß gehalten wurde. Dann beugte sie sich leicht über ihn, sodass sie sich genau in die Augen sehen konnten. Für den Bruchteil einer Sekunde musste sie sich daran erinnern, dass seine Anwesenheit in ihrem Schoß diesmal nichts zu bedeuten hatte. So schnell, wie der Gedanke gekommen war, verschwand er jedoch auch wieder, als sie in seine feucht glänzenden Augen sah.
*****
Feuer, Flammen hüllten ihn ein. Seine Umgebung glich der Hölle selbst, als er langsam seine Augen öffnete, wie ein unsichtbarer Geist das Geschehen beobachtend. Er gehörte hier nicht hin. Vor einer Minute hatte er noch neben Daria in einem kleinen Zimmer gesessen -- nun befand er sich plötzlich auf einer Ebene. Beziehungsweise das, was unzählige Soldaten zu einer Ebene gemacht hatten.
Um ihn herum war eine Schlacht unvorstellbaren Ausmaßes im Gange, hier trafen nicht nur zwei einfache Kompanien aufeinander, tausende Soldaten lieferten sich Duelle, die nur zwei Möglichkeiten kannten: Leben oder Tod. Mehrere Hundert Armbrustschützen zu beiden Seiten versuchten erfolglos Freund von Feind zu unterscheiden, einige griffen sich die Waffen von Gefallenen und stürzten sich mit in die Schlacht.
Doch die Soldaten waren nicht der Grund für seine Gefühle: über den Köpfen aller lieferten sich Flammen und blaue Blitze ein mindestens ebenso erbittertes Gefecht, tauchten die Szenerie in ein ständiges Flackern. Schlagartig zuckte ein Blitz kurz auf, erlosch, während das Feuer auf der gegenüberliegenden Seite sich rasend schnell ausbreitete. Zwei weitere Blitze einfach wegwischte, als wären sie nie da gewesen. Plötzlich zog es sich zurück, beinahe dachte er, das Schauspiel würde enden.
Ein Feuerball so groß wie ein Haus baute sich auf einer Seite des Schlachtfeldes auf, er stand in mindestens zweihundert Schritt Entfernung und konnte dennoch die Hitze spüren. Als der Feuerball sich seltsam wabernd in Bewegung setzte, kam es einem Urteil gleich. Er beschleunigte langsam, aber unaufhaltbar, bewegte sich dabei knapp über den Köpfen der Kämpfenden hinweg und hüllte einige in Flammen. Die Schmerzensschreie kamen langsam bei ihm an, als der Feuerball auf der anderen Seite explodierte und alle Umstehenden im Umkreis von 50 Metern sofort verbrannte. Drei Sekunden später ertönte ein durchdringendes Rückzugssignal.
Als könne er auftauchen, wo immer es ihm beliebte, blickte er auf einmal genau in die Augen jener Magierin, die für den gewaltigen Feuerball und den Sieg ihrer Seite verantwortlich war. In ihnen loderte ein Ausdruck von purem Hass und ungezügelter Wut, als wäre sie nicht Herrin ihrer selbst. Sie sah ihn geradewegs an, wunderte sich offenbar keineswegs, wer vor ihr erschienen war.
Ihre Kleidung war von Blut verschmiert, an ihren nackten Armen liefen rot-braune Rinnsale entlang. Ihre Beine zitterten, es war offensichtlich, dass sie sich nur noch schwer auf den Beinen halten konnte. Trotzdem schien sie sich nicht um sich selbst zu kümmern. Wenn er die Zerstörung nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, er hätte der Frau vor sich zu diesem Zeitpunkt nicht einmal zugetraut, sie könne einen Hasen für ihr Mittagessen töten. Erst recht nicht, als er in ihre mädchenhaft glänzenden Augen sah, als die auflodernde Wut darin abgeklungen war. Sie schien so zerbrechlich - und er wusste, dass er schon einmal in diese Augen gesehen hatte. Vor sehr langer Zeit.
*****
Nichts verriet ihr, dass er wusste, wo er sich gerade befand. Zum ersten Mal, seitdem er ihn kannte, schien er geradewegs durch sie hindurch zu starren, als wäre sie gar nicht anwesend. Sie versuchte, in seinen Augen etwas zu erkennen, doch jedes Mal, als sie glaubte, seinen Blick gefunden zu haben blinzelte er und unterbrach die Verbindung. Dabei entging ihr nicht, dass er seine Augen einen Moment lang zu lange geschlossen hielt, konnte jedoch kaum mehr als ein feuchtes Glänzen erkennen.
Wieder schloss er die Augen, als sie gerade gedacht hatte, sie würde ihn erkennen. Wieder blieb ihr nichts anderes übrig, als seine zugekniffenen Lider zu betrachten, die mit Erfolg seine Gedanken verbargen. Als er die Augen öffnete, war sein Blick mit einem Mal klar, wie zur Bestätigung lächelte er leicht, als sich sein Blick mit ihrem traf. Was auch immer er gerade gesehen hatte, es hatte nichts mit dem hier und jetzt zu tun. Bevor sie jedoch zu einer Frage ansetzte, bedeutete er ihr mit einem ganz leichten Kopfschütteln, dass er ihr nicht antworten wollte, es aber tun würde, sollte sie fragen. Sie hatte verstanden.
Langsam richtete er sich wieder auf, sie setzte sich wie zuvor neben ihn. Alles schien wie vorher, doch sie wurde das Gefühl nicht los, dass ein Teil von ihm nicht wirklich hier war. Ein kleiner Teil befand sich auf einer Reise, an einem weit entfernten Ort und würde nicht so schnell wieder zurückkommen. Er würde dies niemals zugeben, aber bis auf weiteres hatte sie diesen kleinen Teil von ihm bis auf weiteres verloren.
„Leg dich noch ein wenig schlafen, der gestrige Tag war anstrengend. Ruh dich noch ein wenig aus", sprach Quinn das aus, was sie beide eigentlich schon die ganze Zeit dachten. Beinahe wäre ihr die bleierne Erschöpfung in seiner Stimme entgangen, ein unwirklicher Hauch, als wäre er ganz weit weg.
Sie nickte dennoch, fühlte, wie sie von einer Welle der Erschöpfung überrollt wurde, gegen die sie sich nicht einmal hätte wehren können, wenn sie gewollt hätte. Das Letzte, was sie mitbekam, war ein sanfter Kuss, dann war sie eingeschlafen.
*****
Alles war ruhig, auf einer Wiese graste eine Herde Rehe unter der gerade den Zenit überschreitenden Sonne. Leichter Wind brachte Wolken von Norden heran, helle weiße Punkte am Himmel, die sie als Kind immer versucht hatte, als Figuren zu deuten. Ein Surren durchschnitt plötzlich die Luft, die Tiere stießen Warnschreie aus, flüchteten in Panik. Der Pfeil hatte sein Ziel jedoch bereits gefunden.
„Guter Schuss", lobte sie Ralik anerkennend.
Sie schenkte ihm zur Antwort ein durchdringendes Lächeln, als müsste sie sich erst noch beweisen. Sie erwähnte mit keinem Wort, dass es alles andere als ein guter Treffer gewesen war, als der Pfeil die Lunge des Tieres durchstochen hatte.
Es hatte offensichtlich einige Sekunden gelitten, bevor es an den Schmerzen, nicht dem Treffer gestorben war. Vor ihm hätte sie dies jedoch nicht einfach zugegeben.
„Trotzdem ist es nur ein Tier -- man wird mir wohl kaum glauben, wenn ich zurückkomme und behaupten muss, hier oben würden mittlerweile halbe Hirsche herumlaufen."
„Schon in Ordnung, ich komme zurecht. Oder ihr bleibt noch einen Tag bei mir, wir finden bestimmt noch eine weitere Herde."
Sie schüttelte immer noch lächelnd den Kopf:
„Nein, das geht nicht, ich bin bereits zu lange fort. Allerdings würde ich gerne wissen, wie ihr euch mit bloßen Händen ein Reh fangen wollt."
Mit einem eindeutigen Blick sah er ihren Bogen an, den sie nach wie vor in der Hand hielt. Bevor er jedoch auf falsche Gedanken kam, schnallte sie diesen an ihrem Rucksack fest.
„Ihr könnt mir erzählen, was ihr wollt, bevor jemand anderes außer mir diesen Bogen anfasst, müsste schon einiges passieren."
Dabei sah sie fest in seine hellgrünen Augen, die wie immer ruhig zurückblickten. Sie hätte sich einfach nicht darauf einlassen sollen, als er gefragt hatte, ob er sie ein Stück begleiten dürfe. Törichterweise hatte sie zugestimmt, abgelenkt von seiner beeindruckenden Ausstrahlung.
„Was genau meint ihr mit einiges, Daria?", fragte er mit einem seltsamen Unterton, trat dabei einen Schritt näher und legte einen Arm um ihre Hüfte.
Sie biss sich auf die Unterlippe, konnte ihn einfach nicht zurückweisen, das wusste er ganz genau. Das letzte Mal, an dem sie mit einem Mann zusammen gewesen war, lag einige Zeit zurück. In ihr meldete sich ein Gefühl, das sie lange Zeit ignoriert hatte.
Verlangen. Gestern, als sie ihn getroffen hatte, war es wieder aufgeflammt. Sie hatte natürlich nichts gegen seine Begleitung einzuwenden gehabt, sie hatte damit gerechnet, bis zu ihrer Rückkehr zu ihrem Stamm alleine zu sein. So wie eigentlich jedes Mal, wenn sie auf die Jagd ging. So hatte sie die meiste Zeit des Jahres nur sich selbst, niemanden, der sie ein Stück begleitete. Keine Möglichkeit, ihren doch allzu menschlichen Bedürfnissen Rechnung zu tragen. Immer, wenn sie gerade glaubte, sich damit abgefunden zu haben, waren sie wieder da, stärker als zuvor.
Am gestrigen Abend waren sie ins Gespräch gekommen. Er hatte erzählt, er sei ein Reisender, man hätte ihn jedoch vor einigen Tagen überfallen, deswegen besäße er nichts mehr außer einem kleinen Rucksack mit Proviant und dem, was er am Leib trug. Dass sie ihm angeboten hatte, sie könnten sich die Jagdbeute teilen, war selbstverständlich gewesen. Sie hatte ihm im Gegenzug von ihrem Stamm und Gewohnheiten der Waldläuferinnen erzählt. Hatte viel preisgegeben, mehr als sie vorgehabt hatte. Zuviel. Seine grünen Augen hielten sie an diesem Tag gefangen, ließen sie nicht wieder frei.
Der Tag heute war wunderbar gewesen, sie hatte so schnell wie selten eine Herde gesehen, das Ergebnis ließ sich durchaus sehen. Raliks Anwesenheit war beinahe schon selbstverständlich, bis jetzt hatte sie jedoch nicht darüber nachgedacht, wie genau sie ihre Beute eigentlich teilen wollte. Ihr Volk erwartete von ihr eine ausreichende Jagdbeute, nicht nur ein halbes Tier. Währenddessen drückte sich Ralik, während er sich neben sie kniete, gerade ein wenig zu fest an sie, als dass es noch als rein freundschaftlich hätte durchgehen können.
Seine Hand legte sich unvermittelt auf ihre Hüfte, als wäre es selbstverständlich.
„Was müsste ich tun, damit ihr für mich ein weiteres Tier erlegt? Ich alleine wäre verhungert, bevor ich auf der anderen Seite der Berge ein paar Beeren finde...", fragte er mit einem Unterton, der keine Zweifel ließ, dass es ihm keineswegs um ein paar Happen zu essen ging.
Wenn er direkt gefragt hätte, ob sie ihn noch ein Stück begleitete, wäre es unverfänglicher gewesen.
Sie versuchte sich nichts anmerken zu lassen, je öfter sich ihre Blicke trafen, desto schwieriger wurde es jedoch.
„Mehr, als ihr mir geben könntet."
„So? Ich kann euch nicht so ganz glauben."
Bei seinen Worten kam sein Gesicht ihrem so nahe, dass sich ihre Nasenspitzen beinahe berührten. Er machte es unmöglich, seinem festen Blick ausweichen zu können, zwang sie, ihm direkt in die Augen zu schauen. Sie fühlte sich so klein wie ein Hase, der von einem Wolf gejagt wird. Sosehr sie dagegen ankämpfe, das Gefühl in ihrem Unterleib wurde stärker.
„Das müsst ihr wohl", erwiderte sie, ihre Stimme war jedoch nicht mehr als ein sanfter Luftzug.
„Dann bitte ich euch, euren Rucksack selbst abzustellen, nicht, dass es aus Versehen geschieht und dabei etwas zu Bruch geht."
Er hatte ein sanftes Lächeln aufgesetzt, seine Stimme war sanft, ließ dennoch keinen Widerspruch zu. Sie hätte ihm auch sonst nicht widersprochen. Also ließ sie ihren Rucksack vorsichtig auf den Boden gleiten und lehnte ihn an einem Stein an.
Bevor sie reagieren konnte lag auch seine zweite Hand auf ihrer Hüfte. Ihr Verstand meldete sich zu Wort, dass sie dies niemals mit den Regeln, die für jede Waldläuferin galt vereinbaren konnte. In ihrem Volk nahmen sich die Frauen die Männer, der Mann hatte ihren Wünschen Folge zu leisten, nicht andersherum. Sie brauchten nur sich selbst, ein Mann durfte niemals das Gefühl bekommen, er könne sich -- egal wann -- einfach nehmen, was er begehrte. Doch egal was sie versuchte sich einzureden, ihre Entscheidung war bereits gefallen. Seine direkte Art störte sie nicht, im Gegenteil.
Eine Sekunde später presste er seine Lippen auf ihre, zu einem Kuss, der nur eines ausdrückte: Er wollte sie, hier und jetzt. Seine rauen Lippen bemühten sich nicht einmal darum, zärtlich zu sein, er fragte sie nicht um Erlaubnis, als seine Zunge in ihren Mund eindrang, er verlangte ihn. Diese Art der Liebe kannte sie nicht, die einzigen Male, die sie mit einem Mann zusammen gewesen war, waren -- so wie es sich gehörte -- mit Erlaubnis einer der Stammesältesten gewesen. Ausschließlich Männer, die sich -- so wie es sich gehörte - für jeden Millimeter versicherten, dass es ihrem Wunsch entsprach, noch nicht einmal ihre Hand berührten, ohne zu fragen. Ausschließlich Männer, die es -- so wie es sich gehörte -- ohne Fragen akzeptierten, dass eine Waldläuferin weit über ihrer gesamten Existenz stand.
Ralik hingegen nahm sich, was er wollte. Ruckartig beendete ihren Kuss, sie suchte automatisch seinen Blick, was er wahrscheinlich nicht einmal bemerkte. Er schob seine Hände unter ihrem Gewand nach oben, bis er ihre Brüste gefunden hatte und begann, sie mit einem anerkennenden Blick zu massieren. Sie quittierte dies mit einem scharfen Atemzug, worauf er noch ein wenig fester Zugriff, als er das ohnehin schon tat. Ihre steil aufgerichteten Nippel drückten sich in seine Handflächen, zeigten ihm eindeutig, dass es sie definitiv nicht kalt ließ.
Ohne Vorwarnung entfernte er sich von ihr und zog sein Hemd über den Kopf, warf es mit einer Handbewegung rund zwei Schritte weite weg. Ein mit alten Verletzungen übersäter Körper kam zum Vorschein, allein auf seiner Brust konnte sie eine ganze Handvoll Narben erkennen. Gerade dieser Umstand betonte jedoch seine kräftigen Schultern, kräftige Muskeln, die offensichtlich über viele Jahre trainiert wurden.
Sie konnte nicht anders, als ihn bewundernd zu betrachten. Es war damals das erste Mal gewesen, dass sie einen Körper gesehen hatte, der nicht von oben bis unten gepflegt war. Muskeln waren eine Seite, aber es hatte sie immer ein wenig gewundert, wozu jemand, der von vier Dienern umringt wurde, so etwas überhaupt noch nötig hatte. Es war jedes Mal geradezu possierlich gewesen, wie sich ein zwei Meter großer Berg unterwürfig hingekniet hatte, hörig auf die Worte der Ältesten gehört hatte, obwohl er sie selbst in kniender Pose beinahe überragte.
Selbstbewusstsein, das war es, was ihr an ihrem Gegenüber immer gefehlt hatte. Und Ralik schien dieses aus natürlichem Selbstverständnis heraus mitzubringen. Oder er verstand es schlicht und einfach auf das Vorzüglichste, ihre Gedanken zu lesen. Nein, nicht ihre Gedanken zu lesen, verbesserte sie sich. Das leichte Kribbeln zwischen ihren Beinen bewies, dass er nur hinsehen brauchte, um zu wissen, dass sie dasselbe wollte.
Sie war noch nie gut darin gewesen, ihre eigene Erregung einfach zu ignorieren, wie ferngesteuert wanderten ihre Hände an ihre Brust, massierte sie leicht. Sie schloss die Augen, ohne dass sein Bild verschwand, stellte sich vor, es wären seine Hände, die sie auf die nächsten Minuten vorbereiten würden. Seine Hände, die sie führten, ihr Wärme schenkten, sie umarmten, zugleich sanft durch ihre Haare strichen.
Ihre Kleidung störte, eine künstliche Schicht, die sie noch voneinander trennten. Mit festem Druck strich sie an ihrem Körper herunter, sollte die Berührung nicht aufgeben. Ging noch einmal nach oben, bis an ihren Brustansatz, als ob sie sich vergewissern müsste, dass sie noch da waren. Noch langsamer, noch fester als zuvor ließ sie ihre Hände wieder nach unten wandern, wollte sich -- ihn spüren. Sie berührte ihre nackte Haut.
Erschrocken öffnete sie die Augen wieder, Ralik stand doch vor ihr, hatte ihr Gewand gerade so weit angehoben, dass es noch nichts enthüllte, außer einen daumenbreiten Streifen. Er lächelte nicht, nur sein durchdringender Blick fixierte sie, ruhig und abwartend. Sie bewegte sich nicht, erwartete, dass er weitergehen würde. Nichts passierte, er wartete. Auf ihr letztes Einverständnis. Das Einzige, was er brauchen würde.
Sie legte ihre Fingerspitzen auf seine Hüfte, ohne seinen Blick erwidern zu können. Sie schmolz unter ihm förmlich zusammen. Küsste ihn, ihr erster richtiger Kuss. Jedenfalls fühlte es sich so an, in ihrem Kopf tobte ein Sturm, der ihre Sinne benebelte. Eine Stimme meldete sich aus scheinbar unendlicher Entfernung, warnte sie, sich niemals unterwerfen zu lassen. Sie wurde von einer Welle erstickt.
Für den Bruchteil einer Sekunde trennte sie sich von ihm, was er dazu nutze, mit einer bestimmten Bewegung ihr Gewand über den Kopf zu ziehen. Er ließ es achtlos fallen, drückte sie so fest an sich, dass es ihr den Atem raubte. Sie spürte, wie sich ihre Nippel in seine Haut gruben, konnte sich unter seinem festen Griff keinen Millimeter bewegen.
Das Heben und Senken seiner Brust ließ ihren gesamten Körper beben, die Luft seiner tiefen Atemzüge zog durch ihre Haare, wie der warme Wind an sonnigen Sommertagen. Es wärmte sie auf eine Weise, der eigentlich der Natur vorbehalten war. Seine Wärme drang bis in ihr Innerstes vor, bis sie sein Feuer spüren konnte. Sie ergab sich ihm, als würde sie verbrennen. Mit dem Unterschied, dass sie sich danach sehnte, niemals wieder zu entkommen.
Seine Hände vergruben sich in ihren Haaren, mit festem Druck strich er über ihren Kopf. Jeder Finger hinterließ eine heiße Spur, die noch einige Sekunden zu spüren war, als er ihren Kopf so zu sich drückte, dass sie keine andere Wahl hatte, als ihn zu küssen. Bestimmt drückte er ihren Kopf nach vorne, hielt den Kuss so lange, dass sie nach Atem schnappte, als er sie endlich frei ließ.
Unvermittelt drückte er sie auf die Knie, zog ihren Kopf nach oben. Sie musste ihre Augen beinahe senkrecht nach oben verdrehen, um sein Gesicht zu erkennen. Er hatte einen festen Ausdruck aufgesetzt, der keine Widerrede zuließ. Sie kam sich vor wie ein Kleinkind, das zu seinem Vater aufsieht. Nein, kein Kind. Eine Untergebene, die ihrem Meister zu dienen hat. Es schickte Blitze durch ihren Körper, der sich danach sehnte, endlich Erlösung zu finden.
Ihre Hand wanderte ohne ihr bewusstes Zutun zwischen ihre Beine in ihre Hose, sie zuckte ein wenig zusammen, als die Kälte ihrer Finger sie dort traf. Bevor sie jedoch mehr tun konnte, wurde ihr Arm von seinem festen Griff entschlossen, der ihn von ihr wegzog und auf seiner Hüfte platzierte. Sie würde noch früh genug ihre Gelegenheit bekommen. Nach ihm.
Mit leichtem Druck bedeutete er ihr, dass sie ihn von seiner Hose befreien sollte, einem Wunsch, dem sie gerne nachkam. Kaum fiel das letzte Hindernis, verstärkte er den Druck auf ihrem Hinterkopf mit seiner zweiten Hand, sodass seine Eichel ihre Lippen berührte. Bereitwillig öffnete sie sie ganz leicht, sodass sie mit der Zungenspitze darüber fahren konnte. Sein kehliges Stöhnen verriet ihr, dass es ihm gefiel.
Sie legte ihre linke Hand auf seinen Bauch und fuhr dann ganz sanft, sodass nur noch ihre Fingerspitzen ihn berührten nach unten. Mit nur noch zwei Fingern strich sie über seinen Schaft, bis sie seine Eichel berührten. Sanft wiederholte sie dies auf der Unterseite, während ihre Zungenspitze ihn umkreiste. Er zitterte leicht, sie konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Dabei stießen ihre Zähne an seiner Spitze an, sie spürte, wie ihm ein angenehmer Schauer durchfuhr.