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Click hereAls sie damit beginnen wollte, auch das Zelt wieder abzubauen, spürte sie auf einmal einen warmen Luftzug in ihrem Nacken. Alarmiert drehte sie sich herum und erblickte eine Handbreit vor sich Quinn. „Es tut mir leid...", sagte er leise, beinahe flüsternd. Sein Gesichtsausdruck bewies, wie ehrlich er dies meinte.
Beinahe brach sie zusammen, hatte sie sich zu früh aufgegeben? Wie automatisch breitete sie die Arme aus, wollte ihn umarmen, ohne zu merken, dass er das Gegenteil gemeint hatte. Hoffnungsvolll stand sie da, erwartete seine Berührung, doch sie kam nicht. Er ließ sie einfach stehen und machte sich am Zelt zu schaffen.
Dies versetzte ihr den finalen Schlag, kraftlos sank sie einfach auf den Boden, der Rucksack, den sie eben noch hochheben wollte glitt ihr aus den Fingern. Quinn bekam davon nichts mit, fachmännisch legte er den Stoff zusammen und rollte ihn dann mit den Stangen zu einem Bündel, um ihn im Rucksack verstauen zu können.
Erst als er sich umdrehte, um ihr das zusammengepackte Zelt zu übergeben, erblickte er ihre zusammengesunkene Gestalt. Es schien beinahe höhnisch, wie er das Zelt langsam am Boden ablegte und einige Schritte auf sie zukam, jedoch nur soweit, dass sie ihn nicht erreichen konnte. „Was ist los? Ich kann dir nicht helfen..." Seine Stimme war erst stark gewesen, wurde jedoch mit jedem Wort weicher.
„...nicht, wenn du mir nichts sagen willst." Fügte er leise hinzu, als ob er die Hoffnung hätte, etwas zu finden, was sie selbst nicht sah. Sie konnte ihm jedoch nichts sagen, er würde sie wahrscheinlich auslachen und dann für immer alleine lasse mit dem Gefühl, nichts wert zu sein, für niemanden. Sie war so naiv, aber was sollte sie dagegen tun?
„Ich will dich nicht so sehen müssen, bitte..." Hatte er das gerade eben gesagt, oder war es ihre Einbildung gewesen? Sie versuchte ihren Verstand zu reaktivieren, darüber nachzudenken, doch es gelang ihr nicht, zu sehr wünschte sie sich, dass die Worte wahr waren.
Sie musste diesen Zustand beenden, denn je länger er bei ihr blieb, desto schlimmer wurde es. Es tat weh, doch sie hatte sich ihre Worte lange überlegt, es war besser so. „Es ist glaube ich besser, wenn sich unsere Wege hier trennen." Sie versuchte so selbstsicher wie nur möglich zu klingen, während sie dies sagte musste sie jedoch mehrmals Schlucken, damit sie nicht in Tränen ausbrach. Immer wieder hielt sie sich vor Augen, dass sie stark war, auch dies würde sie überleben. Mehr konnte sie nicht tun. Überleben für ein sinnloses Leben.
Er nickte, ließ seinen Kopf jedoch hängen und vermied den Blickkontakt, den sie sich als Letztes von ihm in Erinnerung behalten wollte. „Wenn das dein Wunsch ist...", brachte er hörbar gepresst hervor, sie konnte den Grund dafür jedoch nicht erkennen.
Mit einer ruckartigen Bewegung drehte er sich um, hob, die Zeltrolle vom Boden auf und reichte sie ihr, ohne ihr dabei jedoch in die Augen zu sehen. Sie nahm sie an, versuchte seine Gedanken erkennen zu können, doch er drehte sich weg. „Viel Glück", murmelte er, die letzten Worte ihrer gescheiterten Reise.
Warum endete alles auf diese Weise? Weil sie nichts weiter als ein naives Mädchen war, beantwortete sie sich ihre Frage. Sie hatte nach etwas gesucht, was sie nicht finden konnte, es musste so kommen. Es war von Anfang an klar gewesen, nur sie hatte es nicht sehen wollen. Am Ende war sie nur wieder die letzte Verbliebene. Sie war verbannt worden, beschied sie, verbannt aus ihrer Seele. Wie die Verurteilte damals wünschte sie sich nun den Tod, den sie sich selbst nicht geben konnte.
V.
So war nun alles zu einem Ende gekommen, sie hatte sich von ihm getrennt. Dieses Märchen hatte kein gutes Ende. Er hatte einen Fehler gemacht, der nicht wieder auszugleichen war, er war ihr zu nahe gekommen, viel zu nahe. Er hatte etwas in sich zugelassen, was für immer im Verborgenen hatte bleiben sollen, nun endete alles schneller, als er gewollt hatte.
Er konnte nicht weiter gehen, als ob nichts geschehen wäre, außerdem hatte er kein Ziel. Er würde ihr ein bis zwei Stunden Vorsprung geben. Dies sollte reichen, um ihr nicht zufällig erneut zu begegnen. Bilder überfluteten seine Gedanken, unerfüllte Träume und Wünsche, die ihn einfach an Ort und Stelle stehen bleiben ließen.
Er versuchte sie abzuschütteln, scheiterte jedoch dabei und spürte, wie groß ihr Verlust war. Er hatte nie eine Chance gehabt, das wusste er, aber dennoch tat ihm das frühe Ende ihrer gemeinsamen Reise mehr weh, als alles andere, was er bisher erlebt hatte.
Fast alles. Die Erinnerung an Aileen drängte sich wieder in den Vordergrund. Warum ausgerechnet jetzt? Er hatte genug mit sich zu kämpfen, doch er konnte es nicht verhindern, dass ihr letzter gemeinsamer Tag wie eine Folter noch einmal vor seinem inneren Auge ablief, jener Tag, an dem er sie das letzte Mal gesehen hatte, der Tag, an dem er das letzte Mal geliebt hatte...:
Vor einer Woche hatte er sein Abschlusszeugnis bekommen, es enthielt Bestnoten. Natürlich, er war zweieinhalb Jahre früher fertig, als die Meisten hier. Dies hier würde seine letzte Nacht in dem Bett sein, dass er beinahe zwei Jahrzehnte lang belegt hatte.
Wie jeden Morgen wollte er sich schwungvoll aus dem Bett rollen, doch ein Arm hielt ihn fest und ergeben sank er zurück. Als er zur Seite blickte, sah er in ihr fröhliches Gesicht, es lachte ihn an und gab ihm das schönste Gefühl dieser Welt. Doch heute schaffte sie es nicht, ihn mit ihrer Fröhlichkeit anzustecken, in seinen Augen hatte sie keinen Grund fröhlich zu sein.
Sie hatten oft darüber gesprochen, wie es werden würde, wenn er gehen müsste und nun war der Tag gekommen. Sie waren sich einig gewesen, dass ihre Beziehung keinen Bestand haben könne, die Jahre zusammen waren wunderschön gewesen, doch sie hatten zu Ende gehen müssen, das war ihnen beiden klar gewesen.
Ihr Kuss vertrieb für einen Moment all die schweren Gedanken an Abschied, doch als sie sich wieder lösten, kamen sie zurück. Er spürte, dass er müde war, ihre letzte gemeinsame Nacht hatten sie solange es ging eng beieinander verbracht. Wenigstens dieser Gedanke ließ ihn leicht schmunzeln. Alles an ihr war wunderbar, ihr Duft, das Geschenk in ihren Armen liegen zu dürfen schien wie Magie.
„Ich muss mich fertig machen, es ist schon alles vorbereitet." Seine Stimme war wie immer beherrscht und klar, zum ersten Mal seit sie ihre Liebe zueinander entdeckt hatten, fiel es ihm schwer. Er klammerte sich an seinen normalen Tagesablauf, um seine Zeit hier so lange wie nur möglich genießen zu können.
Wie so oft in den letzten Tagen war sie gemeinsam mit ihm aufgestanden, wie so oft stand sie nun völlig entblößt vor ihm. Es fiel ihm an diesem Morgen besonders schwer, seinen Blick von ihr zu lösen, sie war ein Engel und ihr Licht strahlte bis weit in den Himmel, dessen war er sich sicher.
Ein neuer Umhang lag bereit, er war das letzte Geschenk der Akademie, in ihm würde er sie für immer verlassen. Akribisch überprüfte er jeden Teil seiner Ausrüstung, alles, was er heute zurückließ würde er für immer verlieren. Wieder und wieder streifte sein Blick Aileen, sie stand nach wie vor einfach nur da und lächelte ihn an. Nach einer Viertelstunde schließlich war er der Meinung, alles reisefertig eingepackt zu haben, ein großer Lederrucksack enthielt seinen gesamten Besitz. Nur eines musste er hier lassen, dies konnte er nicht einfach einpacken und mitnehmen.
Er öffnete den Mund, um etwas zu sagen, schloss ihn jedoch wieder, da ihm keine passenden Worte einfielen. Es gab nichts, was diesem Moment angemessen gewesen wäre. Stumm ging er auf sie zu und zog sie in seine Arme, drückte sie mit aller Kraft an sich. Er spürte, wie schwer es ihr fiel, nicht in Tränen auszubrechen und hielt sie einfach bei sich. Ihre Nähe war alles, was er brauchte um glücklich zu sein, nun sollte er es zurücklassen. Doch es war sinnlos, sie hatten gewusst, dass es so enden würde.
Minutenlang standen sie einfach nur da, während hinter ihm im Fenster die Sonne vorsichtig ihre Reise über den Himmel antrat Er fühlte ihren Atem, wie er die feinen Haare in seinem Nacken streifte. Er trug die Wärme ihrer Seele mit sich, jeden Luftzug prägte er sich ein, es würde einer der letzten Momente mit ihr sein.
„Ich muss gehen, der Sonnenaufgang ist beinahe vorbei..." Es schien so unpassend, doch er konnte seine Gefühle nicht in Worte fassen, also blieb es dabei. Er wusste, dass sie ihn verstand, ihre Lippen fanden sich zu einem letzten Kuss. Ein letztes Mal wurde er in eine andere Welt gehoben, ein letztes Mal schien er fliegen zu können, bis sie sich widerwillig von ihm löste.
Ihre letzten Worte hallten in seinem Inneren wieder. Leise geflüsterte Worte, es war alles, was ihm von ihr geblieben war. „Ich liebe dich..."
Daria stand immer noch hinter ihm, das spürte er. Er hoffte für sie, dass sie die geflüsterten Worte nicht verstanden hatte, es würde ihr nur weh tun. „Es tut mir leid,..." flüsterte er, diesmal waren seine Worte an sie gerichtet. Es war nicht gerecht, in die Gedanken von Anderen einzudringen und er war nicht sonderlich gut darin, sodass er normalerweise gerade erkennen konnte ob ihm die betrachtete Person eher wohlgesonnen war oder nicht, und das nur mit mäßiger Sicherheit, aber ihn plagte die Frage, warum sie ihn weggeschickt hatte. War es wirklich nicht sein Fehler gewesen?
*****
Er rechnete wahrscheinlich nicht damit, dass sie immer noch einfach nur dastand und die Umgebung betrachtete. In Wirklichkeit betrachtete sie auch nicht die Umgebung, es gab ihr nur einen Vorwand nicht laufen zu müssen. Sie hätte vor den letzten Stunden davonlaufen können, doch noch nicht einmal dazu fühlte sie sich in der Lage.
So wurden seine geflüsterten Worte ungewollt zu ihr getragen, ließen sie blitzartig herumfahren, erblickte dabei aber nur in einigen Schritten Entfernung seine von ihr abgewendete Gestalt. Er schien über irgendetwas nachzudenken.
Sie hatte ihm nicht weh tun wollen und doch hatte sie es getan, tiefer und endgültiger, als sie sich vorgestellt hatte. Aus Angst, sich selber weh zu tun, hatte sie ihn verletzt. So jedenfalls entsprang es ihrer Vorstellung, ihrem Wunschtraum, der entgegen ihrer Hoffnung nicht einfach damit endete, dass sie die gemeinsame Reise für beendet erklärt hatte.
„Ich liebe dich...", hatte er geflüstert, wen hatte er gemeint? Sie bestimmt nicht, es blieb nur noch jemand, den sie nicht kannte und von dem er nichts erzählt hatte. Sie hatte seine Geschichte geglaubt, dass er alleine war, gab es eventuell doch jemanden? Wahrscheinlich war sie tot, beschied sie, es würde passen. Und es würde erklären, warum er sie immer wieder abgewehrt hatte.
Interessiert betrachtete sie, wie Quinn seinen Umhang glattzog, seine Muskeln durchdrückte und nun aus ihrem Leben verschwinden würde, endgültig und für immer. Der Weg lag von seiner Position aus vor ihm, er würde sich auf den Weg machen und sie nie mehr wieder sehen.
Gespannt wartete sie darauf, dass er gehen würde, doch das tat er nicht. Er stand weiter einfach nur da, seinen Blick in Richtung der Straße gerichtet. Vielleicht versuchte er sie auszumachen, vielleicht wollte er sich vergewissern, dass er ihr nicht über den Weg lief. Ihr, einer ausgestoßenen Waldläuferin, die nichts weiter getan hatte, außer ihm einen Tag Lebenszeit zu rauben.
Sie hörte das Wispern des Windes, wie er über die Wiese zog und alles davon wehte. Früher hatte sie oft dem Wind gelauscht, er beruhigte die Seele, der Wind hatte keine Sorgen. Das Wispern schien sich langsam zu Worten zu formen, als wollte es ihr eine Botschaft vermitteln. Sie konnte nicht verstehen welche, doch sie war sich sicher, dass er ihr Trost spenden wollte.
Er -- meinte sie damit den Wind oder Quinn? Es war der Wind, und doch hörte es sich nach seiner mittlerweile auf eine bestimmte Weise vertrauten Stimme an. Sie betrachte ihn wieder aus der Entfernung, mehr als ein wenig von der Seite seines Gesichts konnte sie nicht erkennen, doch er schien wirklich mit jemandem zu reden. Sie erschrak, als er sich auf einmal umdrehte und ihr direkt in die Augen sah. Sah er darin die Reue, die sie überkam? Sah er endlich, was sie antrieb, immer weiter zu leben, warum sie nicht ausbrechen konnte? Was sie sich wünschte, wusste sie nicht.
„Was machst du noch hier? Ich dachte, du ... ihr seid längst wieder auf dem Weg nach Lanan." Sie erwachte aus der Starre, in die sie gefallen war, als er wieder das DU abgelegt hatte. Auf seine Frage konnte sie nur mit einem vorsichtigen, scheuen Kopfschütteln antworten, sie wusste die Antwort selbst nicht.
„Habe ich euch so sehr verletzt?", hörte sie ihn leise flüstern, wahrscheinlich waren seine Worte nicht für sie bestimmt gewesen. Dennoch antworte sie, ebenso leise, aber es war nicht fair, ihn in dem Glauben zu lassen, es wäre sein Fehler gewesen. „Du hast nichts getan, was falsch wäre. Nur ich habe etwas falsch gemacht."
„Was kann so schlimm sein, dass ihr eure Lebensfreude verliert? Unsere Wege trennen sich hier, deshalb lasst mir ein paar letzte Worte: Ihr seid etwas ganz Besonderes, egal was auch geschehen mag, lasst euch dies niemals ausreden. Ich habe noch nie eine so starke und zugleich verständnisvolle Frau getroffen, wie ihr es seid. Zerstört nicht eurer eigenes Leben, denn es ist etwas Wunderbares. Lebt wohl, Daria."
Sie wartete darauf, dass er sich nun umdrehen und gehen würde, doch wieder blieb er einfach stehen und sah sie mit seinem durchdringenden Blick an. Er hatte von der Freude des Lebens gesprochen, wo war sie jetzt? Sie schloss die Augen und wartete darauf, dass es vorbei gehen würde.
Leise Schritte waren zu hören, doch sie bewegten sich nicht von ihr weg. Sie kamen direkt auf sie zu, unaufhaltsam. Das nächste, was sie sah, war, dass er nur noch eine Armlänge von ihr entfernt stand. Ruckartig blieb er stehen, als er bemerkte, dass sie die Augen wieder geöffnet hatte.
Egal, was er vorgehabt hatte, irgendwann war einem alles egal. Sie hätte es viel früher tun sollen, noch mehr konnte sie nicht verlieren. Egal wie er reagieren würde, selbst wenn sie jetzt sterben sollte, wäre es nicht mehr so schmerzhaft, so qualvoll. Es gab nur noch das Hier und Jetzt.
*****
Er war einfach stehen geblieben, weil ihn irgendetwas in ihm anschrie, dass er nicht gehen durfte. Irgendetwas in ihm zwang ihn dazu, einfach still zu bleiben, auch wenn ihr Anblick immer schmerzhafter zu werden schien. Als er sich wieder auf den Weg machen wollte, hatte es sich genauso angefühlt wie damals, als er Aileen das letzte Mal gesehen hatte. Diese Zeit war Vergangenheit, aber Daria war real.
Durch seinen durch Magie geschärften Blick hatte er einen kurzen Eindruck von ihren Gedanken bekommen. Es war nicht mehr als ein kurzes Aufblitzen gewesen, doch er hatte darin zu erkennen geglaubt, dass sie nicht meinte, was sie gesagt hatte. Allerdings hatte er sich schon mehr als einmal geirrt, es war der einzige Bereich gewesen, in der er auf der Akademie nur durchschnittliche Resultate erzielt hatte.
Er musste einen schnellen Schritt nach hinten machen, als sie auf ihn zustürzte, sie warf sich ihm mit ihrem ganzen Körper entgegen, klammerte sich an ihn, dass er sich nicht hätte abfangen können. Ihre Umarmung war stürmisch, verzweifelt, aber sie schien die meterdicke Blockade in seinem Geist einfach zu sprengen.
Er hatte keine andere Möglichkeit, als sich darauf einzulassen, er hätte sich aber auch unter keinen Umständen gewehrt. Von einem Moment auf den anderen lag sie in seinen Armen, er hielt sie an sich, wie er es damals bei Aileen getan hatte. Es gab nur einen großen Unterschied: Dies hier war kein Abschied, es war ein wunderbarer Neuanfang.
Sein Verstand schien auszusetzten, doch er wehrte sich nicht dagegen. Sein Herz musste ab hier übernehmen. Es rief nach Erlösung und Erfüllung. All seine Träume, all seine Wünsche gingen in Erfüllung. Er hatte keine Ahnung, warum es ausgerechnet jetzt geschah, warum sie auf einmal seine Nähe suchte, doch sie fand sie bedingungslos.
Mit beiden Händen umfasste er ihren Kopf, er wollte ihr in die Augen sehen können, wollte wissen, was sie fühlte. Ein wenig zu kraftvoll drückte er ihn nach oben, sodass sich ihre Blicke nur kurz streiften. Ihre Augen waren feucht und glänzten wie zwei Sterne, nur noch viel heller.
Sie wollte etwas sagen, doch er erstickte ihre Worte, indem er seine Lippen auf ihre presste. Es war Jahre her, dass er jemanden so geküsst hatte, viel zu viel Zeit hatte er alleine verbracht. In diesen Sekunden fragte er sich, wie er so lange ohne eine Frau an seiner Seite hatte Leben können, doch er verwarf die Frage sofort wieder. Er hatte viel zu lange gezögert, die Zeit der Zweifel war vorbei.
Aus irgendeinem Grund war er nicht überrascht, dass sie seinen Kuss widerstandlos akzeptierte, ihn sogar erwiderte. Endlich hatte er sie gefunden, wie unwahrscheinlich es auch sein mochte, dass ausgerechnet sie seine Liebe erwiderte. Warum hatte er es nicht schon früher gesehen?
Ihr Kuss war heiß, leidenschaftlich, er schien ihn beinahe zu verbrennen. Doch es war ein wundervoller Brand, ein Feuer, das sich auf sein Herz übertrug und sich dort einnistete. Die Flammen schienen ihn zu umschlingen und er nahm sie bereitwillig an.
Langsam erwachte auch der Rest seines Körpers wieder, das Blut schoss in alle Enden und ließ ihn glühen. Er begann über ihren Nacken zu streicheln, fuhr langsam mit seinen Händen ihren kräftigen Rücken hinunter, wie er es bereits im Traum getan hatte. Doch dies hier war kein Traum, es war so real wie er und Daria selbst.
Allein durch diese Gedanken wurde seine Atmung schneller, sein Brustkorb begann zu beben und drückte sich fest an sie. Er wollte sie jetzt spüren, ihr das größte Geschenk dieser Erde übergeben. Wie viel seine Gedanken noch mit Liebe zu tun hatten, wusste er nicht, im Moment spürte er einfach nur pure Lust.
Es konzentrierte sich jedoch nicht auf ihn, sondern vielmehr auf Daria, sie war eine Gestalt des Himmels, die es zu verwöhnen galt. Druckvoll ließ er seine Hände über ihre Hüften nach oben gleiten, stoppte kurz vor ihrem Brustansatz und fuhr an ihrem Rücken wieder nach unten.
Seine Hände fuhren unter ihr Gewand und nahmen es mit nach oben. Wieder wollte er kurz vor ihrem Brustansatz umkehren, doch sie vollendete seine Bewegung, indem sie es von sich aus über ihre Schultern und schließlich über ihren Kopf hob. Langsam zog sie ihn zu Boden, sodass er neben ihr auf dem Gras zum Liegen kam.
Sie hatten ihren Kuss erst unterbrochen, als sie sich ihr Gewand abgestreift hatte, er nutze diese Gelegenheit, um tiefer wandern zu können. Mit seinen Armen umschlang er sie, zog sie zu sich, jedoch so, dass er ihren Hals erreichen konnte. Vorsichtig küsste er sie darauf, spürte den Strang ihres Lebens darunter.
Er entfernte sich ein Stück und küsste nun die Mitte zwischen ihren beiden Brüsten. Ihre Haut war weich und einladend, es war als küsste er eine Wolke des Himmels, nur dass sie sich hob und senkte, sich ihm erwartungsvoll entgegen reckte und ihn nun leise anflehte, dort zu bleiben.
Lächelnd sah er sie an, sie hatte die Augen weit aufgerissen und starrte in ihn an. Er würde dafür sorgen, dass sie diesen Moment ebenso genoss wie er, wenn möglich sogar noch viel mehr. Immer noch lächelte er, als er sich wieder zu ihr beugte und ihr einen kurzen, aber leidenschaftlichen Kuss gab, wieder protestierte sie, als er sich ihr entzog.
Sein Kopf senkte sich wieder über ihrer linken Brust, jedoch nur so weit, dass er sie nicht berührte. Nur sein heißer Atem strich über die steil aufragende Erhebung. Er ließ einen warmen Atemzug darüber gleiten, gerade als er sich der rechten Brust widmen wollte, vereitelte sie jedoch seinen Plan.
Sie streckte ihm ihre Brust entgegen, sodass seine Lippen diese berührten und einen feuchten Abdruck hinterließen, als sie sich wieder bei einem scharfen Atemzug ihrerseits senkte. Vorsichtig kam er diesmal ihrem Wunsch direkt nach und bedeckte sie mit heißen Küssen, seine linke Hand fuhr indessen über ihre rechte Seite nach oben, bis sie ebenfalls ihre Brust erreicht hatte.