tagLiebe zw. versch. RassenGefährliche Neugier 03

Gefährliche Neugier 03

byshadowcast©

/* Majas Geschichte geht weiter. Wer nicht auf Ausländer, 'good girl gone bad' und dirty talking steht, wird mit der Geschichte nicht fröhlich werden. Ich danke allen für das Feedback und die Ideen! */

Ein paar Tage später befand ich mich auf dem Rückweg von meiner Geschäftsreise, saß im Flugzeug und dachte nach, überlegte, wie ich mich verhalten sollte, wie ich meine Gefühle einzuordnen hatte. Ich wusste es nicht. Meine Welt hatte sich verändert. Daran bestand nun kein Zweifel mehr. Kaum war das Interesse meiner Freundin Maja geweckt worden, aus welchem tiefen inneren Schlaf auch immer, gab es für sie auch schon kein Halten mehr. Ich war verwirrt, verblüfft, erstaunt, wie wenig ich die Frau an meiner Seite gekannt und oder durchschaut hatte. Ich war darüber auch nicht wenig peinlich berührt, sie plötzlich im freien Fall zu beobachten.

Maja hatte mich sexuell verlassen. Sie hatte sich Mehmet, einem Alpha aus einer Türkengang unterworfen, aus freien Stücken, aus Neugier, aus dem Bedürfnis heraus, befreit, initiiert, in die Welt der Lust eingeführt zu werden. Und ich ...

... ich war verwirrt, erregt, voller Neugier, aber auch traurig, und irgendwie auch nicht traurig, doch seltsam berührt. Nun war ich auf dem Weg zurück zu ihr, in das gemeinsame Leben, nach weniger als sechs Wochen und alles hatte sich verändert. Maja hatte sich verändert, zum Guten, zum Schlechten. Ich konnte es nicht mehr sagen. Sie war heißer, erregte mich mehr. Aber sie war auch deutlich auf Abwege geraten. Sie hatte sich davon überzeugt, dass sie mehr wollte im Leben, als das strahlende Vorbild einer erfolgreichen Mittelstandsfamilie, als Anerkennung, ein Haus mit Garten in einem Vorort, als eine gesicherte und ruhige Existenz. Sie wollte alles, die ganze verschüttete, geheimnisvolle Lust, ihre bislang brachliegende Weiblichkeit entwickeln, und traute Mehmet ... ja sie traute ihm, ich schluckte bei dem Gedanken. Sie wollte aus der Reserve gelockt, trainiert werden, ihr volles Potential entfalten ... aber was hieß das? Und war das noch die Maja, die ich kannte, mit der ich seit über zehn Jahren zusammen war.

Und da saß ich, flog, sah aus dem Fenster über den dunklen eurasischen Kontinent hinweg brausend, und wusste weder ein noch aus. Sie hatte recht. Sie sagte, sie müsse sich entdecken, entfalten, um zu mir zurückkehren zu können. Die Würfeln waren gefallen. Die Neugier geweckt. Das zu unterdrücken, würde einen dunklen Schatten auf unsere Liebe werfen. Aber würde sie zurückkehren, nach allem? Würde ich sie überhaupt zurückhaben wollen, nach dem Ganzen? Schließlich veränderte sie sich beträchtlich. Unwillkürlich dachte ich an das Kopftuchphoto von Maja. Ein Kopftuch!! Meine freie, fröhliche, eloquente Freundin. Ich nahm meine Smartphone aus der Tasche, drehte mich von meinem Sitznachbar weg und schaute nochmal das Photo an. Maja strahlte. Ihre knallrot geschminkten Lippen waren sinnlich prall. Das Kopftuch umschloss ihr Gesicht und betonte ihre Augen, die schön schwarz umrandet, mit Mascara unterstrichen, mit Lidschatten unterlegt waren. Sie lächelte herzerfrischend. Es war ein erotisches Photo. Daran bestand ebenfalls kein Zweifel. Ich spürte das Beben in mir -- den Zwiespalt, sie so geschminkt wie noch nie zu sehen, so voller Puder und Creme, Farbe und Akzentuierungen, und zugleich eingerahmt, eingezwängt in dieses beigefarbene Kopftuch. Es klopfte mir bis zum Hals.

Ich wusste es nicht. Mir war unheimlich zumute. Ich versetzte das Phone in den Ruhemodus und lehnte mich zurück. Die Zeit verging nicht. Ich schaute Filme im Board-Entertainment Programm, aber schweifte gedanklich immer wieder ab, bis ich schließlich doch einschlief.

--.-

Ich wachte auf, als wir uns bereits im Anflug befanden. Ich sah unsere Heimatstadt, so es noch ein 'uns' gab. Ich atmete durch, wartete ab. Ich betrachtete die vielen Häuser, die Straßen, die Autos, die herumfuhren. Es war früher morgen. Die Menschen fuhren zur Arbeit. Ich kam aus Japan zurück. Die Welt war verrückt. War sie auch für die anderen verrückt? Was erlebten wohl die vielen anderen Menschen gerade in ihrem Leben, worüber dachten sie nach?

Die Maschine landete. Ich hatte es nicht eilig und ließ allen den Vortritt. Ich zögerte und wollte gar nicht aus dem Flugzeug, hinaus in die Realität. Es ängstigte mich. Würde sie mich überhaupt abholen? Wie würde sie aussehen? Was würde sie sagen? War sie überhaupt alleine?

Ich ging langsam aus dem Flieger, und zwar als letzter. Schöne Stewardessen verabschiedeten mich und gaben mir ein Schokoladenherz. Es rührte mich. Ich nahm mein Gepäck auf dem Fließband entgegen und ging langsam aus dem Gate heraus. Ich rechnete noch nicht einmal damit, dass Maja mich abholen würde, aber da stand sie, lächelte. Ihre Haare waren blonder. Sie sah wunderbar aus, elegant, verführerisch, in einem schönen hautengen Kleid, das ihre Schulter bis auf zwei feine Träger freiließ. Ihre Haare hatte sie nach hinten zusammengebunden. Sie war stark geschminkt, aber immer noch edel und schön, nicht im geringsten ausfallend. Mir blieb das Herz stehen. Um ehrlich zu sein, ich hätte zugleich weinen und lachen mögen, aber ich blieb nur wie vom Blitz getroffen stehen. Sie war einfach zu schön. Sie war die schönste die Frau, die ich mir vorstellen konnte. Vielleicht war noch nicht alles zu spät?

Ich riss mich zusammen und ging auf sie zu. Licht strömte von allen Seiten. Mich rammten ein paar Fluggäste. Gewirr und Gewusel um mich herum, aber ich starrte nur auf sie. Maja. Ich näherte mich und dann sah ich plötzlich, auf ihrer linken Schulter, frei und für alle zu sehen, ein verschnörkeltes 'M', gar nicht so klein, aber auch nicht so riesig, dass ich es von Weitem sehen hätte können. Mein Herz sackte mir in die Hose, aber zugleich erfasste mich eine innerliche Erregung. Ich wurde von meinen Gefühlen förmlich entzwei gerissen. Es war doch kein Traum gewesen. Ich starrte das 'M' fasziniert und entsetzt weiter an.

Sie ergriff meine Hand, lächelte zaghaft. Sie sah meinen Blick. Sie sah auch meine Erregung. Ich trat auf sie zu und umarmte sie, als sie plötzlich flüsterte. „Es tut mir leid."

Ich wusste nicht, wie ich antworten sollte. Ich schluckte, schaute es mir an. Ihre zarte schöne weiße Haut, die vorher so rein und unschuldig gewesen war, trug nun dieses Tattoo. Ich kannte diese Haut, diese Schulter, wie oft hatte ich sie geküsst, und nun prangte dort ein Buchstaben, und zwar meiner oder ihrer, aber wir waren nicht gemeint. Maja, die Musterschülerin, hatte sich tatsächlich tätowieren lassen, und nicht einen neckischen Schmetterling, oder irgendein mystisches Symbol, nein, ein 'M' für Mehmet. Ich umarmte sie fest. „Ich habe dich sehr vermisst, Maja!! Sehr!"

Sie schaute mich zurückhaltend an. „Ich dich auch, Mark. Ich dich auch! Es tut mir alles wirklich leid." Sie schob einen Träger übers Tattoo und legte ihren Kopf an meine Schulter. „Ich weiß nicht, was in mich gefahren ist. Es ging alles so schnell."

Ich nickte. Es fühlte sich gut an, sie an meiner Brust zu spüren, sie zu umarmen, zu schützen. „Egal, was passiert, Maja. Ich glaube an uns. Ich liebe dich, ich habe dich noch nie so geliebt, wie jetzt."

Sie schaute verworren, unsicher und seufzte. „Ich liebe dich auch, Mark, das weißt du, oder?" Sie schluckte, zuppelte wieder an dem Träger ihres Kleides, als könnte sie damit das Tattoo entfernen. „Ich verstehe mich selbst nicht, wie kann ich mich noch verstehen?" Sie schaute zu mir. „Ich habe ein Tattoo, und dabei hasse ich Tattoos. Das weißt du, ich glaube nicht an diesen Ewigkeitskram." Sie pausierte. „Ich bin mir sehr unsicher geworden."

Sie schaute mich mit großen Augen an. Meine süße Maja, unschuldig, klarsichtig. Es war die alte Maja, die Maja, in die ich mich damals verliebt hatte und mit der ich über zehn Jahre schon zusammen war. Ich drückte sie fest. Sie seufzte. „Mark, ich liebe dich immer noch. Ich ... ich bin wirklich verwirrt."

Ich schaute sie an. Ich liebte sie auch noch, und so sehr, wie noch nie. Ich küsste sie heftig und leidenschaftlich. Sie seufzte. „Danke, Mark. Danke für dein Verständnis."

Ich schüttelte den Kopf. „Nein, Maja. du bist die wunderbarste Frau, die ich mir vorstellen kann. Ich gehe mit dir durch dick und dünn." Ich nahm ihre Hand, schaute mich um. Menschen drückten uns aus den Weg. Wir standen ungünstig im Menschenstrom. „Los, lass uns nach Hause fahren. Hier ist nicht der Ort zu sprechen."

Sie schüttelte aber den Kopf. „Nein, Mehmet wartet auf uns in der Lounge. Er will mit dir reden."

Meine Herz sackte mir in die Magengrube. „Mehmet? Hier? Er wartet auf uns in der Lounge?"

Sie schaute betroffen. „Ja, er ist hier. Er lässt mich nicht mehr aus den Augen. Er holt mich von der Arbeit ab und bringt mich zur Arbeit. Er hat mich geschickt, dich zu ihm zu bringen. Mark, das war alles kein Witz mit dem Bull. Es erschreckt mich selbst." Sie schaute zur Seite. „Bevor du nach Japan bist, hast du mich überallhin begleitet, ich habe mich sicher gut und gefühlt, erinnerst du dich?" Ich nickte. Sie fuhr fort. „Wir hatten auch immer guten Sex danach, es war Dankbarkeit und Bewunderung für dich. Jetzt hat Mehmet diese Funktion übernommen. Er begleitet mich überallhin, es ist ein Wunder, dass er mich alleine zum Gate gehen ließ. Er ist sehr besitzergreifend."

„Und während du arbeitest?"

Sie schluckte. „Mehmet ärgert das, aber er akzeptiert es. Er will, dass ich aufhöre, eine Bitch arbeitet seiner Meinung nicht."

„Maja!"

Sie schüttelte den Kopf. „Ich habe ihm klipp und klar gesagt, dass das nicht in Frage kommt." Sie blickte verzweifelt. „Das alles hier geht nur um Sex und nichts anderes."

Ich war erleichtert. Sie lächelte verzagt. „Aber mein Widerstand schwindet, Mark. Es ist ein seltsames Gefühl. Ich habe nicht mehr die unbeschwerte Freude, zur Arbeit zu gehen. Es fühlt sich wie ein Verrat an mir selbst, an meiner Weiblichkeit an, an meiner Freude, meinem Mann Lust zu spenden. Mehmet will mich permanent in seiner Nähe wissen, das ist auch ein großes Kompliment." Sie druckste herum. „Aber ich habe auch das andere Gefühl, nämlich auf eigenen Beinen stehen zu wollen, nicht ausgeliefert zu sein. Es ist sehr schwierig."

Sie atmete tief ein und aus. Ich schluckte. „Ist das wirklich das Leben, das du willst, Maja?"

Sie atmete schwer. „Mark, ich bin schwach, sehr schwach. Du weißt das. Mehmet weiß das. Ich gebe das jetzt zu. Das Gefühl, einen starken Mann zu brauchen, erregt mich eigenartigerweise. Früher habe ich das Gefühl nicht zugelassen, als wir noch in Sicherheit bei uns zuhause gelebt haben. Aber hier, jetzt, bleibt mir nichts übrig, als das Gefühl zuzulassen." Sie strahlte unsicher. „Ich kann jetzt Hilfe und Führung annehmen und fühle mich plötzlich so feminin, wie noch nie. Sein Beschützerinstinkt schmeichelt mir. Gleichzeitig rebelliert es aber in mir. Es ist alles so kompliziert."

Sie schaute zu Boden, zur Seite, schüttelte den Kopf. „Siehe, ich bin noch die alte und hasse immer noch Tattoos, aber da ist auch die neue, die plötzlich ein Tattoo trägt, und zwar öffentlich und manchmal sogar mit Stolz. Da ist die alte Maja, die unabhängig, stark und erfolgreich sein will, ebenbürtig und angesehen, und plötzlich auch die neue, die in den starken Armen ihres Bulls Hilfe sucht, schwach und hilflos ist und es genießt, sich weiblich, begehrt, sinnlich zu fühlen."

Sie seufzte und schaute mich verträumt, unsicher, aber auch bestimmt an. „Ich habe Angst. Es bricht mit so vielem! Es bricht Tabus."

Plötzlich schaute sie mich energisch an. „Jetzt müssen wir aber zu Mehmet, er wartet und wir dürfen ihn nicht warten lassen. Er hasst das."

Ich zögerte. Maja merkte das. „Bitte, Mark! Mache es mir nicht so schwer. Ich will ihn nicht warten lassen. Also komm schon!"

Ich gab mein gestisches Einverständnis. Wir gingen los und ich bemerkte, dass Maja hohe Schuhe trug, nicht so hohe wie Edife, aber sie lief auf höheren Absätzen als gewöhnlich. Sie ging sicher und es klackte schön, als ihre Pfennigabsätze auf dem Flughafenhallenboden stießen. Dieses Klacken erwärmte mich, erhitzte mich. Männer und Frauen sahen uns an. Es war alles, was ich mir je erträumt hatte. Sie spürte es und lächelte mich an. Ihr Gang war weiblich und verführerisch. Ihre Hüften, ihr Hintern, alles spielte zusammen mit dem Klacken ihrer Absätze.

Sie strahlte, weil sie meine Erregung spürte. „Ich mag das Klacken auch. Ich mag Absätze. Ich habe sie früher nie getragen, weil ich keine Aufmerksamkeit erregen wollte - jetzt gefällt es mir."

Ich küsste sie erregt auf die Stirn und legte meinen Arm um ihre Hüfte. Sie lächelte mich an. Als wir gerade in die Lounge eintreten wollten, hielt sie mich zurück. „Mark, was immer gleich passiert, bitte erinnere dich daran, dass ich dich liebe."

Ich wusste nicht, wieso sie das sagte. „Maja, ich weiß das. Beruhige dich? Worüber machst du dir Sorgen?"

Sie wirkte nervös. „Ich bin nicht dieselbe, wenn ich in Mehmets Nähe bin, ich bin anders, Mark. Du wirst das merken. Ich spüre seine Nähe, selbst von hier aus. Verstehe bitte, dass das nichts mit meinen Gefühlen für dich zu tun hat. Ich bin wirklich ... wirklich anders in seiner Gegenwart."

Sie errötete. Ich nickte, dann traten wir ein.

-.-

Mehmet saß an einem Tisch und trank einen Mokka aus einer winzigen Tasse. Er sah sehr gepflegt aus, trug legere Kleidung, ein seltsames Kragenhemd, von dem er die oberen zwei Knöpfe offen gelassen hatte. Seine Haare waren fein zusammengebunden. Er trug einen in Form gebrachten Drei-Tage-Bart, und besaß diese harten Wangenknochen und den typischen stechenden osmanischen Blick. Er hatte breite Schultern und eine beeindruckende Präsenz, wie er mitten im Raum, ruhig und erhaben saß und uns zunickte, an der Espressotasse nippte und uns mit Goldringen verzierten Fingern das Zeichen gab, uns zu nähern. Er war es ganz offensichtlich gewohnt, dass Leute nach seiner Pfeife sprangen.

Ich konnte nicht anders als diese ganze Aufmachung lächerlich zu finden und zuckte mit den Achseln, aber Maja neben mir seufzte und ging sofort auf ihn zu. Sie strahlte förmlich. Ein Ruck ging durch ihren Körper. Wie hypnotisiert glitt sie zu ihm. Ich folgte ihr. Sie stellte sich neben ihn und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Ich blieb stehen und traute meinen Augen nicht. Die Erzählungen, die Skype-Konferenzen, ja, aber es direkt zu sehen, das war etwas anderes. Da stand meine schöne Freundin, zurechtgemacht, so feminin wie noch nie, in einer Flughafenlounge neben einem ausgemachten Türkenbull und küsste ihn schmachtend. Mein Herz und meine Hose rissen mich entzwei. Maja sah gut aus. Sie und Mehmet gaben ein aufregendes Paar ab. Plötzlich errötete sie, schaute ihn dankbar in stiller Bewunderung an. Ich wusste zuerst nicht, weshalb, aber dann sah ich, wie Mehmet in aller Öffentlichkeit über ihren straffen Po streichelte. Er lächelte sie an und schaute dann zu mir. „Das ist also Mark."

Maja nickte atemlos und genoss sichtlich die Berührung. Seine große kräftige Hand knetet ihre Pobacke. Mehmet gab ihr einen kleinen Klaps. „Du bist so ein heißes Gerät, MB. Siktir lan."

Er wies ihr den Stuhl neben sich zu. Ich blieb stehen. Mehmet war für einen Türken großgewachsen und sehr kräftig. Das musste ich neidlos zugeben. Er schüchterte mich jedoch nicht ein, was ihm sichtlich gefiel. Er musterte mich kurz, dann reichte er mir die Hand, nachdem er mit der anderen Hand wieder die Kaffeetasse hochgenommen hatte. Ich spürte den langen Flug in den Knochen und war nicht recht bei Laune für die Zeremonie, aber Maja lächelte glücklich. Sie strahlte übers ganze Gesicht. Sie schlug sexy die Beine übereinander und drapierte sich in attraktiver Pose, etwas, was ich von ihr nicht kannte. Sie war wirklich anders, nicht mehr die Active-Wear-Frau, die Boots tragende Abenteuerin, mit der ich jahrelang zusammengelebt hatte.

Ich schaute sie an und staunte. Sie fühlte sich wohl in ihrer Rolle. Ihr Wangen glühten. Zufrieden, ja leider verliebt, schaute sie zu Mehmet, der ihr nebenher über die Schulter streichelte, nebensächlich, aber bestimmt, als wäre sie sein Besitz. Keiner von uns beiden fing an zu reden. Maja seufzte. Ich sah nicht ein, weshalb ich mir irgendeine Mühe geben musste, immerhin begrabschte Mehmet meine Freundin und ich nicht seine. Maja seufzte wieder, beugte sich zu Mehmet und küsste ihn am Hals. Mehmet streichelte sie. „Fünf Minuten sagte ich, MB, wo ward ihr nur?"

Sie streichelte über seinen Handrücken. „Tut mir leid, Mehmet. Mark und ich, wir haben uns so lange nicht gesehen."

Er starrte sie an. „Denkst du wirklich, dass mir das als Erklärung reicht, MB?"

Sie beugte sich zu ihm und küsste ihn am Hals, an der Wange, liebkoste seinen Bart entlang, während er mich anschaute. Sie atmete erregte, als sie seine breite Brust streichelte, mit ihren fein manikürierten Fingernägeln. „Tut mir leid, Mehmet. Ich ..."

Er winkte ab. „Ist schon gut. Es ist Mark, ich verstehe, oder es ist die Arbeit, oder ein wichtiger Anruf. Lanet olsun!"

Maja stand auf und setzte sich breitbeinig auf Mehmets Schoß, nahm sein Gesicht in beide Hände und begann ihn abzuknutschen. Sie küssten mit Zunge, tief und geil. Maja rieb sich an seinen Körper, während Mehmet gar nichts tat, als sie küssen und sich an ihm reiben zu lassen. Maja wirkte wie von Sinnen. Andere Gäste schauten schon, aber noch war es lediglich ein sehr verliebtes Paar, mehr nicht, und ich musste zugeben, dass es sehr heiß aussah, wie Maja sich um Mehmet bemühte. Schließlich drückte er sie von seinem Schoß. Sie setzte sich zurück. Er nickte. „So ist's brav, MB." Er streichelte ihr über die Wange, sie stöhnte leise.

Ich schaute mich um und fühlte mich überflüssig. Ich war kurz davor zu gehen. Was gab es schon noch zu reden? Die Stille zog sich hin. Licht durchfloss die Lounge. Ich hörte Geschirr klappern, leise Stimmen. Vor dem Fenster rollten Flugzeuge auf der Landebahn. Es hätte ein normaler Morgen sein können, aber ich gab auf und stand auf. Mehmet grinste. „Ok, ok, Mark, ich will deine Zeit nicht verschwenden. Ich dachte, du magst eine kleine Show!"

Ich setzte mich wieder hin. „Und?"

Er lächelte und streichelte Maja. „Ich nehme an, dass sie dir alles erzählt hat?"

Ich nickte. „Ja, das hat sie."

Maja schaute traurig zu mir, dann aber wieder, sichtlich erregt, zu Mehmet, als er mit seiner rechten Hand langsam den Träger ihres Kleides von ihrer Schulter zog, um das Tattoo zu entblößen. „Sie trägt mein Branding. Hat sie es dir gezeigt? Ich habe ihr gesagt, sie soll es dir direkt zur Begrüßung zeigen."

Maja seufzte. Er spielte mit ihrer Schulter. „Hat sie es dir gezeigt? Ich kann ihr nicht wirklich trauen, weißt du. Sie verhält sich anders, wenn ich nicht da bin, das weiß ich."

Maja schaute ihn beunruhigt an. „Mehmet, ich ..." sagte sie kleinlaut, aber Mehmet wies ihr mit dem Finger still zu sein. „Also, ich wollte dich sprechen, weil, nun, wie die Dinge so gelaufen sind, das ist üblicherweise nicht meine Art."

Er kratzte sich am Kinn, nahm noch einen Schluck Espresso. Ich lehnte mich zurück und verschränkte die Arme. „Weißt du, Mehmet, es ist Majas Ding. Ich kann hier nicht herumsitzen und mir vorgaukeln, du hättest sie gehirngewaschen."

Er grinste. „Habe ich auch nicht." Er kratzte sich wieder am Bart. „Dennoch, so was mache ich eigentlich nicht. Ich habe meinen Stolz. Ich ziehe anderen nicht ihre Bitch ab. Das habe ich nicht nötig. Aber, unsere Majabitch, sie hat mich verführt, nicht ich sie."

Ich schaute ihn stumm an. Er lächelte. „Sie konnte nicht genug von mir bekommen. Sie bettelte förmlich darum, dass ich sie claime. Sie hing mit Edife und Aliya herum und schaute mich schmachtend und geil an. Sie ist die geborene Bitch, Mark! Sie hat alle in unserer Clique unfassbar geil gemacht."

Er schaute Maja an, die sich auf die Lippen biss. Er atmete durch. „Also, das war das erste, was ich dir sagen wollte, dass sie es war, die sich claimen lassen wollte, und zweitens, was damit zusammenhängt, hast du, glaube ich, keine Ahnung, mit wem du da seit Jahren zusammen bist."

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