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Gefährliche Neugier 06

byshadowcast©

/* Vorsicht: Smut core, Pulp porn ... es hagelt Beleidigungen, und doch handelt es sich um eine Liebesgeschichte. Lesen auf eigene Gefahr! */

Trotz allem, was geschehen war, eines hatte sich nicht verändert. Aus einem unerfindlichen Grund liebte ich Maja noch immer so innig und unschuldig wie zuvor. Ich liebte sie tatsächlich. Ja, ich hatte mit Edife geschlafen, ja, Maja war auf dem besten Wege, eine Gangbang-Bitch zu werden. Und trotzdem. Wir saßen am Frühstückstisch und plauderten. Ich schaute sie an, und mein Herz ging auf. Ich streichelte ihr über die Wange. Sie lächelte zaghaft. Ich war im Himmel. Es war Maja, meine Gefährtin, meine Partnerin, die Frau, die ich seit über zehn Jahren verehrte.

Sie schmunzelte. „Woran denkst du, Mark?"

Ich küsste sie am Nacken. „Dass ich dich liebe und immer lieben werde!"

Sie lächelte nachsichtig und schüttelte den Kopf. „Das weißt du doch gar nicht. Was heißt schon 'für immer', rede nicht so einen Mist."

Sie streichelte mir übers Knie, wohl um ihre harten Worte abzumildern, ihnen einen sanfteren Nachklang zu geben. Ich schaute sie nur entsetzt an, aber verstand, was sie mir sagen wollte. „Mark, ich liebe dich auch. Aber alles verändert sich, und zwar schnell. Sehr schnell, wie du siehst, lass uns also nicht von 'immer' reden!"

„Aber warum nicht?"

Sie schaute zur Seite. „Das setzt mich unter Druck. Ich will mich nicht mehr festlegen, verstehst du! Ich habe dieses ganze 'für immer' und 'auf ewig' satt, die Bausparpläne, die Anlagestrategien etc ... es nervt."

Sie atmete durch und hustete etwas. „Es ist doch gut im Moment. Das reicht doch, oder?"

Ich nickte und küsste ihre nackte Schulter. Sie trug ein schönes schulterfreies Kleid. Ihre zarte feine Haut schimmerte im gleißenden Sonnenlicht. Sie war noch ungeschminkt und hatte seit Tagen nicht mehr mit den Boys abgehangen. Auch rauchte sie weniger, trank so gut wie gar nicht. Es waren ruhige Tage gewesen.

Ich schüttete ihr Kaffee nach. Wir saßen in der Küche und schauten aus dem Fenster. Wir sahen die Dächer der umliegenden Häuser. Wir hörten Vogelgezwitscher, ein weit entferntes Lachen, das aus dem Irgendwo im Hinterhaus erklang.

„Ich liebe dich dennoch, Maja. Ich weiß, es hört sich blöd an, aber ich liebe dich trotz allem und vielleicht sogar noch mehr."

Sie drehte sich zu mir. Ihre Augen blitzten. Sie war engelsgleich schön. „Das ist nett, Mark. Ich liebe dich auch!" Sie schluckte und schaute verlegen. „Aber vielleicht nicht mehr so sehr wie früher. Tut mir leid."

Es war hart, das zu hören, aber ich mochte, dass sie ehrlich war. „Wegen Mehmet?"

Sie nickte. „Wegen Mehmet, Özgur, wegen Edife und Chrissie. Was weiß ich." Sie winkte ab, nahm einen Schluck von dem Kaffee. „Du bist noch zu sehr mit dem Leben, das ich nicht mehr leben will, verbunden. Tut mir leid, Mark, aber ich versuche hier ehrlich zu sein."

Ich nickte und nahm ihre Hand. „War unser altes Leben denn so schlimm?"

Sie schaute mich an. „Ja, Mark. Es war schlimm. Es war verkackt, verspießt, langweilig und dumm."

Sie schaute wild aus dem Fenster und schüttelte den Kopf. „Einfach alles unterdrücken, was man spürt, was man will, was man tun und erleben möchte, und für was." Sie zeigte um sich. „Für eine Einbauküche." Sie lachte auf. „Für eine Einbauküche, Mark, für einen weißen Lattenzaun mit Golden Retriever, für das 'gelungene Leben'."

Ich versuchte sie mit einem sanften Streicheln zu beruhigen, aber sie entzog ihren Arm, ihre Hand. „Nein, Mark. Du hast gefragt, jetzt musst du es hören. Ich verfluche die Scheiße, die wir hier abgezogen haben. Sie kotzt mich an."

Sie stand abrupt auf. „Lass uns spazieren gehen, während wir reden. Ich kann nicht ruhig sitzen. Zumindest nicht bei diesem Thema."

-.-

Sie zog sich sommerliche Schuhe an, feine, flache Slippers wie früher. Sie sah aus, wie das Mädchen, in das ich mich unsterblich verliebt hatte. Sie schien kein Jahr gealtert zu sein, und kein bisschen anders. Es war verrückt. Nur ihr Blick, ihre funkelnden Augen zeigten, dass da unter der zarten Oberfläche viktorianischer Vollkommenheit noch eine ganz andere Dimension lauerte und darauf wartete, wieder zum Vorschein zu kommen.

Ich nahm einen Schlüssel und wir verließen die Wohnung.

Maja fuhr fort, bestimmter, klarer. „Höre, Mark, ich verstehe es ja selbst kaum. Aber was ich verstehe, was ich wirklich verstehe," wir stiegen den Hausflur hinab und gingen an den Türen der Nachbarn vorbei, „was ich wirklich verstehe, ist diese Wut, dieser Hass, dieser Zorn auf alles, was ich bislang gegen meinen Willen getan habe."

Sie schluckte. „Scheiße, Mark. Ich hatte nie Lust auf Schule."

Ich sah sie nur erstaunt an. „Das sagst du doch bloß aus voller Erregung heraus. Du bist immer gerne zur Schule gegangen. Du warst doch die Musterschülerin par excellence."

Sie schnaufte. „Auf keinen Fall. Das meine ich ja. Ich habe es von der ersten Minute an gehasst. Ich hasse das alles. Ich habe es schon immer gehasst. Diese Scheinheiligkeit, diese alte Leier, alles nachplappern, alles nachäffen, alles nachmachen. Dressierte Hunde, das sind wir, nichts anderes, also will ich auch leben wie ein Hund."

Sie schaute mich zornig an. Wir stiefelten aus der Haustür heraus in die Sonne. Ein warmer Sonnenwind wehte durch ihre offen getragenen Haare. Sie wallten und flirrten. Ich nahm sie in den Arm. Sie duldete es widerwillig. „Es kann doch nicht so schlimm sein, Maja."

Sie schluckte. „Doch, es ist so schlimm. Ich schaue meine Eltern, deine Eltern, unsere Freunde und Bekannten an. Wie trostlos ist denn diese Scheiße, sei ehrlich. Heimlich sind sie alle Alkoholiker, impotente Wichser, Klugscheißer und verbohrte Besserwisser. Es ist zum Kotzen. Die Frauen sind vertrocknet, eiern über ihren Latte Macchiato ab, die Typen sind erschlafft und putzen ihr Auto. Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen will. Und das nennen die leben, vor sich hin zu jammern, zu siechen, dahinzuschimmeln. Ich könnte schreien."

Sie ging herrisch zur Seite und riss sich los. „Mark, was ich geil finde, was ich mache, ist vielleicht nicht jedermanns Sache, OK! Aber es ist MEINE Sache."

Sie blieb vor mir stehen. „Ich finde es geil. Frag mich nicht wieso, ich weiß es selbst nicht, aber ich bin nicht bereit ein ganzes Leben nicht das zu tun, was ich geil finde."

Ich nickte. „Ich hindere dich doch nicht daran."

Sie wog versöhnlich den Kopf von einer zur anderen Seite. „Vielleicht. Aber du nervst mich. Du bist schuld an meiner Misere - hätte ich dich nicht kennenlernt, damals, hätte ich nicht gedacht, oh, schau, dieser zauberhafte nette Typ, vielleicht ist das Leben hier in dieser spießigen Scheiße doch ganz nett. Hätte ich mich damals also nicht in dich verliebt, wärst du damals nicht so nett gewesen, scheiße, du Arsch, ich wäre schon längst die geile Türkenbitch und Ganghure, die ich schon immer sein wollte."

Sie winkte ab und kam wieder näher, hakte sich bei mir ein. „Ich weiß, ich bin unfair. Es tut mir leid, aber, Kacke, Mark, du bist so verdammt langweilig. Ist das wirklich das Leben, das du immer leben wolltest, eingesperrt zwischen Billy-Regalen und Jahresvollversammlungen, zwischen Kontenführung, Steuererklärungen und Rentenversicherungen? Wenn das nämlich so ist, wenn das hier nur so eine Phase für dich ist, so etwas, was du nur durchstehen musst mit deiner verrückt gewordenen Freundin, dann schminke dir die Scheiße ab. Ich pisse auf dein Kackleben, deine Kackideen und lass mich lieber von Muhammar schwängern, bringe lieber zehn geile Türken auf die Welt, als mit dir einen Vorzeigebürger aufzuziehen."

Ich atmete durch und nahm sie enger in den Arm. „Ich verstehe, Maja. Es ist keine Phase. Du machst es mir nicht gerade schwer, das zu begreifen."

Sie starrte mich an. „Ach ja! Weißt du das? Du weißt, es ist keine Phase? Du hast einen Knall. Ich kenne dich besser, als du dich selbst kennst. Du gehst immer den vorgezeichneten Weg, wer A sagt, muss auch B sagen. Nur du, du sagst immer gleich ABCDEFG ... und so weiter. Tu nicht so."

Sie hatte irgendwo recht. „Was ist daran schlimm?"

Sie schnaubte. „Das 'A' bereits Scheiße gewesen ist, 'B' nicht besser, sondern schlimmer ist und 'Z' nicht mal mehr der Rede wert sein wird, du Arsch. Du pfeifst in die Gruft und dann bist du weg, vielleicht habe ich dir noch ein paar Nachkommen geworfen, aber das war's auch schon. Große Leistung, Mark! Die Nachkommen kann dir ein x-beliebiges Weibsstück werfen, wie ich mich von einem x-beliebigen Schwanz schwängern lassen kann."

„Du bist heftig geworden, Maja."

Sie grinste hart. „Ja, das bin ich. Scheiß auf die feine Gesellschaft. Ich spucke auf sie."

Maja rotzte einen riesigen Speichelbatzen auf den Gehweg. Ich staunte. Sie grinste. „Ich wünschte, es wäre Sperma gewesen. Scheiß auf die hohen Werte, auf diese ausgeklügelten Unterdrückungssysteme, scheiß auf das alles, ich will gefickt werden, so krass, so heftig, so unbarmherzig es nur geht. Ich will das Leben mit voller Breitseite genießen, diesen Körper nutzen, meine Pisse trinken, mich anpissen, anspritzen, schlagen lassen, wenn es sein muss. Ich will, dass man mir die Weiblichkeit einfickt, Mark - ich will einfach frei und geil, wild und schön sein."

Sie blieb stehen und schaute mich fragend an. „Weißt du, ich bin unfair zu dir. Ich weiß. Aber ich halte diese Durchschnittlichkeit und Verlogenheit einfach nicht mehr aus. Ich muss nur an meinen Vater denken und bekomme einen Hals."

Sie lief rot an. „Scheiße, Mark. Ich erzähle es dir jetzt, wie es ist. Ich habe als Teenager total viele Pornos geschaut, völlig versaute Texte gelesen. Heimlich, nachts, in meinem Zimmer masturbierte ich was das Zeug hielt. Es war krass. Ich dachte wirklich, ich bin krank. Ich kam manchmal bis zu zehnmal pro Nacht. Aber es war geil. Ich konnte nicht aufhören. Es war heiß und gut, alles vibrierte, schmatzte, ölte in mir. Ich brauchte es hart und gut und träumte von geilen harten Schwänzen, die mich so abficken, wie die geilen Silikonstuten in den Pornos, vollbesamt und zufrieden. Ich hockte mich auf mein Bett, wackelte mit meinem Arsch, imitierte die geilen Pornoluder und träumte davon, an ihrer Stelle zu sein."

Sie atmete durch. „OK, ich hatte mich wirklich nicht im Griff. Ich meine, ich war jung und entdeckte meine Pussy. Du kannst dir nicht vorstellen, wie geil ich war. Ich lief über und war permanent feucht. Es war eine gute, eine richtige Zeit. Aber es dauerte nicht lang ... nachdem ich wochenlang masturbierte, seufzte, stöhnte ... "

„Was dauerte nicht lang, Maja?"

Sie schluckte und schaute mich an. „Dass mein Vater mich erwischte. Vielleicht wollte ich auch erwischt werden. Wer weiß. Jedenfalls lag ich mit breit gespreizten Beinen auf meinem Bett und besorgte es mir schmatzend, stöhnend und geil. Er stieß die unabgeschlossene Tür auf und starrte mich an. Einige Sekunden, es kam mir vor wie Stunden, ich bedeckte mich schnell, aber er sagte nichts. Als ich schuldbewusst unter der Decke hervorschaute, schüttelte er den Kopf und sagte 'so etwas macht ein braves Mädchen nicht, so was macht eine anständige Frau nicht' und ging."

Ich schaute sie gespannt an. „Das war alles, was er sagte?"

Sie seufzte. „Ja, aber das reichte auch. Ich wollte ja nichts anderes als meinen Vater stolz machen, in seinen Augen ein braves Mädchen, eine vollkommene Tochter sein. Ich liebte meinen Vater, meine Eltern. Ich liebe sie noch immer, aber sie lieben nicht die wirkliche Maja."

„Was redest du da, Maja! Sie lieben dich, das weiß ich doch aus erster Hand!"

Sie seufzte. „Sie lieben nicht MICH, sie lieben ihre Idealvorstellung von Tochter. Am nächsten Tag, damals, nachdem er mich erwischt hatte, nahm mich mein Vater zur Seite und sagte, zärtlich, aber bestimmt zu mir, dass er mir nochmal verzeiht. Das Selbstbefriedigung natürlich sei, aber dennoch falsch, und es sich einfach nicht für eine vorbildliche Tochter gehört, sich ordinär zu berühren."

Sie schaute mich wütend an. „Das hat das Arschloch gesagt, und dieses Schwein wusste, wie es mich traf. Er wusste genau, dass ich alles dafür tun wollte, ihn stolz zu machen, sein Kleinod zu sein, sein Ein und Alles! Und nun durfte ich es mir nicht mehr selbst machen."

Sie schluckte. „Mark, ich hörte auf damit, strengte mich noch härter in der Schule an, wurde sportlicher, noch perfekter, und ja, mein Vater war stolz. Ich war das Kind, dessen Photo er auf seinem Schreibtisch im Büro hatte. Er stellte mich immer als erstes vor. Ich gewann Preise im Tennisclub. Ich wurde Schulsprecherin et cetera ... und wieso! Um ihn stolz zu machen, um seinen Idealvorstellungen zu entsprechen, aber nachts, meine Scheiße, Mark, ich lag notgeil im Bett und quälte mich. Es war schrecklich. Ich musste mich tagsüber völlig erschöpfen, völlig auslaugen, um sofort einzuschlafen, denn wenn ich nicht sofort einschlief, wurde ich geil und geiler, krampfte, suhlte mich in meiner Gier nach einem Schwanz. Es war schlimm, nackt im Bett zu liegen, nackt und bereit und es nicht tun zu dürfen, davon zu träumen, eine Dreilochfotze zu sein. Meine Phantasien wurde immer perverser und manchmal kam ich im Schlaf - ich trieb meine Phantasien in alle Abgründe, um im Schlaf unschuldig kommen zu dürfen. Und es gelang. Aber die Strategie raubte mir Energie, Kraft, Freude."

Ich schaute meine Freundin an, die sich erhitzt hatte und in Rage redete. Sie sah schön aus, wild und unbeherrscht. Ich küsste sie. „Hätte ich das gewusst, hätte ich dich damals heimlich nachts besucht! Ich stand schon damals auf dich."

Sie seufzte. „Scheiße, Mark, so kaputt wie ich gewesen bin, hätte ich dich abgewiesen. Ich habe es mir nicht einmal selbst gemacht, verstehst du das! Du hättest mich also vergewaltigen müssen."

Sie stöhnte leicht. „Scheiße, ich träumte jede Nacht davon vergewaltigt zu werden, willenlos, schutzlos von diversen Banden durchgefickt zu werden, wie ein Tier, von Tieren, in Herden. Ich träumte davon, wie die letzte Schlampe notgeil mit rasierter Pussy durch die Straßen zu gehen, heftig nuttig aufgetakelt, um Vergewaltiger anzulocken, aber ich durfte ja nicht. Ich musste ja immer dezent gekleidet sein, fein, vorbildlich, schön, die höhere Tochter repräsentieren, mich sauber artikulieren und grazil benehmen. Es war so hart."

Sie erregte mich sehr mit ihren Worten. Sie beschwor ein unfassbares Chaos in mir auf. „Aber dein Vater war stolz auf dich! Und du hast es dir wirklich nie selbst gemacht?"

Sie schüttelte energisch den Kopf. „Nein, wo denkst du hin. Ich richtete meine ganze Energie in den Sport, in die Schule, in die Debattierclubs. Du weißt, dass ich überall exzellierte."

„Ja, du hast Turniere gewonnen, und in der Schule nur Einsen geschrieben. Wir haben dich für ein Wunder gehalten."

Sie zuckte mit den Achseln. „Es hat mir nichts bedeutet, nichts außer eben der Stolz von meinem Vater, wie er mich ansah, anhimmelte, wie er mich vorstellte, sich gerne mit mir zeigte, auf jeden Elternabend ging und die Lobeshymnen, die man auf mich sang, genoss. Das gab mir etwas. Ich liebe den männlichen Stolz, Mark."

Sie schaute mich an. „Ich liebe diese stolzgeschwellte Brust, diesen wilden unbeherrschten Blick männlicher Dominanz, diese Kraft und Energie, diesen Beuteinstinkt, das territoriale Imponiergehabe und Ritualkämpfe um Vorherrschaft. Ich will mich sofort unterwerfen, ihn ehren, ihm zu Diensten sein. Es ist mein Kink. So ist das halt."

Sie seufzte. Wir setzten uns auf eine Parkbank und streckten die Beine aus. Sie schüttelte den Kopf. „Ich dachte lange, dass mir der Stolz meines Vaters genügen würde. Aber dem war nicht so. Ich begriff irgendwann, voller Schreck, dass ich die Anerkennung nicht als Selbstzweck anstrebte. Ich wollte etwas im Austausch, und zwar, wie ich feststellte, etwas äußerst Konkretes, nicht irgendein jenseitiges Himmelreich. Ich wollte seine Erlaubnis, es mir wieder selbstmachen zu dürfen!"

Ich schaute sie an. „Aber du hättest es doch heimlich tun können. Er musste es doch nicht wissen."

Sie spuckte auf den Boden. Eine Fußgängerin schaute uns entsetzt an, als hätte sie so etwas nicht von Maja erwartet. Aber sie ging weiter, ohne etwas zu sagen. „Du verstehst einfach nicht, was ich sage! Ich wollte mich einfach nicht schuldig fühlen. Da hilft das Verheimlichen wenig. Ich weiß ja, dass ich etwas Verbotenes tue. Was redest du bloß für eine Scheiße. Ich entscheide ja nicht, was verboten ist und was nicht!"

Sie atmete durch. „Wie dem auch sei, irgendwann hielt ich es einfach nicht mehr aus. Meine Noten waren tadellos, meine Leistungen überdurchschnittlich, ich langweilte mich, ich war geil. Es war Sommer, also begann ich wieder damit, es mir selbst zu besorgen. Ich hatte wahnsinnige Schuldgefühle, aber es musste sein. Um meine Schuldgefühle zu bekämpfen, trank ich heimlich aus dem Wohnzimmerschrank Likör, Southern Comfort. Es war ein warmes, süßes, schönes Gefühl. Ich trank ein Glas und masturbierte, ohne mich erwischen zu lassen."

Ich schüttelte den Kopf. „Ich weiß nicht, was an Selbstbefriedigung verboten sein sollte. Das macht doch nun wirklich jeder, oder nicht?"

Sie schaute mich feurig an. „Halt einfach dein Maul und höre zu. Oder willst du mich nicht verstehen?"

Ich schüttelte den Kopf. Sie nickte und fuhr fort. „Es war so geil und so schrecklich zugleich. Manchmal, wenn meine Eltern nicht da waren, niemand im Haus außer ich, lag ich nackt auf dem Teppich, soff Southern Comfort und besorgte es mir krass und immer wieder und wieder. Ich trank total viel, um mein schlechtes Gewissen zu ersaufen, aber meiner Geilheit konnte ich einfach keinen Einhalt mehr gebieten. Nun, irgendwann wunderte sich meine Mutter, warum wir keinen Southern Comfort mehr hatten."

Sie atmete durch. „Und dann passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte, mein Vater sprang ein und sagte, er sei seit kurzem auf dem Geschmack gekommen. Er nickte mir zu, heimlich hinter dem Rücken meiner Mama. Sie runzelte nur die Stirn, da er sonst nie Likör trank, ermahnte ihn nur kurz und kaufte aber wieder eine Flasche. So ging es den ganzen Sommer, und als meine Eltern nach Rhodos in den Urlaub fuhren, das war kurz bevor mein letztes Schuljahr anfing, da lächelte mir mein Vater zu. Ich wusste nicht weshalb. Er umarmte mich und sie fuhren los. Ich ging sofort ins Wohnzimmer zum Likörschrank und fand vier neue Flaschen vor und zwar mit einem Zettel dran 'Dann viel Spaß, Papa'."

Sie seufzte. „Scheiße, das waren geile zwei Wochen. Keine Geschwister, keine Eltern, und mit Papas Erlaubnis dauerbetrunken. Ich hing, lallte, nackt, notgeil in unserem Haus, glotzte Pornos, masturbierte und verstand plötzlich, dass ich eigentlich gar nichts mehr im Leben wollte, als das." Sie schaute mich an. „Was gibt es denn da mehr? Was gibt es jenseits vom Geilsein, Besoffensein, ficken und gefickt werden! Sag es mir Mark, was gibt es!!"

Ich schaute sie stumm an. Sie war erhitzt, seltsam wachsam. „Verdammt, ich brauch'ne Kipppe."

Sie drehte sich um, schaute im verlassenen Park umher und sah tatsächlich, nicht weit von uns eine Gruppe ausländischer Jugendlicher herum hampeln. Sie trugen gefälschte Collegejacken, standen breitbeinig vor einer Bank und gackerten, während einer wild gestikulierend eine Story oder Tirade von sich gab. Maja stand, ohne zu zögern, auf und schlenderte zu ihnen. Ich folgte ihr gespannt, entsetzt, und setzte mich auf die Bank ihnen gegenüber.

„Scheiße, Cem, die Alte, was will?"

Maja grinste. „Ne Fluppe, ihr Arschlöcher!"

Die fünf Türken lachten, aber das Lachen blieb ihnen im Hals stecken. „Wie redet die denn, Scheiße, die sieht aus wie eine Sonntagsschülerin!"

Der eine leckte sich über die Lippen. Maja stellte sich vor ihnen hin, stemmte die kleinen Fäuste in ihre Hüfte. „Und, habt ihr Wichser überhaupt 'ne Kippe, Kanakenbande?"

Eine der Türken kramte schnell in seiner Jacke herum und zog stolz eine Packung Malboro heraus. Er klopfte gekonnt auf den Boden und bot Maja die Zigarette an. „Danke!" Ein anderer zündete die Zigarette an und Maja begann genüsslich zu rauchen. Dieser Anblick erregte mich noch immer, und vor allem im Kontrast zu diesem weißen unschuldigen Sommerkleid. Es war verrückt. Sie rauchte verrucht, wie eine Straßennutte, und sah wie Papas Liebling aus.

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