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Leila K/L 07

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In der Zentrale wurden sie von einer Frau ins Büro des Generals geleitet, in dem sich die anderen Mitglieder der Schwarzen Mamba bereits befanden. Ebenfalls waren vier Wachen und der ziemlich verdrießlich dreinblickende General anwesend. Der Captain erzählte gerade den Verlauf der fehlgeschlagenen Operation, aber er unterbrach seinen Bericht, als Leila und Leo eintrat und wandte sich zu ihnen.

Leila schaute kurz in Jacksons ausdruckslose Miene und wandte den Blick dann eilig ab. Leo stellte sich neben Baker, der nahe der linken Wand des Raumes stand, und so stellte sich Leila neben ihn.

Der General trat vor sie und betrachtete Leila kurz aber ausführlich. Schließlich drehte er sich mit einem leisen Schnaufen um, ging zu seinem großen Schreibtisch zurück und wandte sich wieder an Jackson.

„Fahren Sie fort, Captain!", befahl er.

Der Captain nahm seine Erzählung wieder auf. Er berichtete gerade vom Gang durch die Kanalisation. Leila lauschte einen Moment seinem Bericht, dann fiel ihr plötzlich etwas ein, was Tommy zu ihr gesagt hatte: Sie hatten alle recht.

Recht, womit?

Nachdenklich schaute sich Leila im Raum um und sah Demon, der mit verschränkten Armen an der Wand ihr gegenüber lehnte.

Seine nachtschwarzen Augen waren direkt auf sie gerichtet. Sie erwiderte seinen Blick unsicher und wandte den Kopf dann schnell wieder auf den Boden. In dem Moment fielen ihr seine Worte ein:

Aktiviere den Köder...

Welchen Köder, verdammt?

Sie hatten alle Recht... alle Recht...

Noch nicht! Noch nicht?

Wirre Gedanken und Erinnerungsfetzen schossen der jungen Frau durch den Kopf und dann erinnerte sie sich wieder an diese Hitze, dieses Verlangen und diese unendliche Lust. Sie hatte diese Anfälle früher schon des Öfteren, in ihrem alten Heim zum Beispiel oder auch mit Tommy zusammen, jedoch bei Weitem nicht in diesem Ausmaß.

Wieso gerade in diesem Moment?

Plötzlich erinnerte sie sich auch wieder an den Overlord.

Er hat mich gepackt.

Er hat mich festgehalten.

Er hat mich ge...fickt!

Mit einem Mal fiel ihr alles wie Schuppen von den Augen.

Ihr Heim und die vielen Mädchen. Doktor Grom und seine seltsamen Untersuchungen. Diese Eliteeinheit des Militärs und ihre perverse Rolle in diesem ganzen Debakel.

Wut stieg in ihr empor und sie hob ruckartig den Kopf und blickte in Demons Augen.

Ein leichtes Stirnrunzeln zeigte sich sofort auf seiner Stirn.

„Köder!", schrie Leila laut und trat einen Schritt vor.

Der Captain verstummte augenblicklich und zwei oder drei zuckten sogar erschrocken zusammen. Alle wandten sich ihr zu, nur Demon lehnte weiterhin bewegungslos an der Wand.

„Ich bin also Euer verdammter Köder, ja?", fragte Leila immer noch mit erhobener und schneidender Stimme und blickte ihre Kameraden an. Die zum Teil beschämt dreinblickenden Gesichter bestärkten ihre Vermutung und stachelten ihren Zorn nur weiter an.
„Euer Köder für diese scheiß Dämonen", zischte Leila und wandte sich wieder Demon zu.

„Wieso sollte Tom...", sie brach kurz mitten im Satz ab, als sie Tommys Namen aussprechen wollte, riss sich aber schnell wieder zusammen.

„Wieso sollte Tommy mir nicht helfen? Wieso?! Sollte das Vieh mich erst schön DURCHFICKEN?", schrie sie, wobei sie das letzte Wort gehässig betonte. Sie bebte vor Zorn.

Demon drückte sich von der Wand ab und kam langsam auf Leila zu. Er stellte sich direkt vor sie und seine Stimme war ernst und ruhig, als er sagte:

„Ja, dann würde Tom jetzt noch leben."

Tränen schossen in Leilas Augen, als ihr der Verlust ihres Freundes wieder so hart vor Augen geführt wurde und sie schrie auf und begann mit ihren Fäusten auf Demon einzuschlagen.

„Ich hasse dich! Ich HASSE dich! ICH HASSE DICH!"

Er wehrte sich nicht. Als Leilas Kräfte versagten, sank sie weinend vor ihm auf den Boden.

Demon stand starr wie ein Fels und blickte geradeaus gegen die ihm gegenüberliegende Wand. Dann wandte er sich ruckartig ab und verließ den Raum mit drei schnellen Schritten.

Kurz war es ganz ruhig in dem Raum. Schließlich erklang eine harte Stimme.

„Das reicht jetzt, K/L-1! Steh auf!"

Überrascht ihren alten Namen zu hören, blickte Leila auf. Sie sah den General auf sich zukommen.

„Los, auf die Beine!", fuhr er sie an. Verwirrt und müde erhob sich Leila.

„Ihr Benehmen ist unverschämt. Ja, Sie sind ein Köder! Sie sind Eigentum der GMVS! Sie sind ein Klon, L-1! Ja, Sie haben richtig gehört, ein verdammter Klon und genau genommen kein Mensch! Und jetzt schweigen Sie, oder ich lasse Ihnen eine Maulsperre verpassen!"

Verdattert und vollkommen verwirrt gehorchte Leila. Der General machte eine kurze Handbewegung, woraufhin zwei der Wachen von der Tür sich hinter Leila stellten, als sei sie eine Verbrecherin.

„Fahren Sie fort, Captain", zischte der General und wandte sich wieder Jackson zu. Während der Captain nun von ihrem Kampf gegen den Overlord und Leilas perversem Anteil daran sprach, stieg der junge Frau die Schamesröte ins Gesicht.

War ich wirklich so willig?

Wage erinnerte sie sich an die Gefühle.

Das Feuer... diese Hitze und diese Lust... der große Schwarze und dieser harte Schwanz...

Ein Schauder durchfuhr sie, sodass einer der Soldaten eine rasche Bewegung machte und eine Hand auf ihre Schulter legte. Sie schüttelte die Hand verächtlich ab und verschränkte die Arme vor der Brust. Nachdem der Captain geendet hatte, überlegte der General eine Weile. Schließlich sagte er mit Bedauern in der Stimme:

„Also hat die L-Reihe versagte."

Der Captain räusperte sich und warf ein:

„Nun, Sir, nicht ganz. Wäre der Overlord tiefer in den Köder gedrungen, dann hätte das Verlangen die Kontrolle übernommen und wir hätten ihn ausschalten können."

Leilas Wangen brannten, als Jackson so beiläufig von ihr wie von einem Ding sprach. Aber trotzdem wurde ihr plötzlich schmerzlich bewusst, was Demon gemeint hatte, als er sagte, dass Tommy dann nicht gestorben wäre.

Oh Tommy... ich vermisse dich so schrecklich....

Der General nickte nachdenklich und sagte schließlich:

„Möglich, aber nicht sicher. Außerdem ist sie fehlerhaft und schlecht abgerichtet. Schaut sie euch doch an, wie sie da steht, wie ein trotziger Teenager! Dr. Grom hat diesen Köder viel zu menschlich erzogen."

Er machte eine kurze Pause. Leila starrte ihn mit zusammengepressten Lippen an.

„Die ganze Situation ist also Ihrer Meinung nach nur gescheitert, weil der gefallene Soldat... dieser McKarsy sich mit diesem Ding eingelassen hat und die Vereinigung von Dämon und Köder unterbrochen hat", schloss der General. Der Captain warf einen kurzen Blick auf Leila, wandte sich jedoch schnell wieder zum General.

„Ja, das ist korrekt, General Fox."

Der General nickte und beschloss:

„Als stellvertretender Obergeneral und somit Befehlshaber von A6, entscheide ich, dass K/L-1 die Schwarze Mamba verlassen wird. Ihr und eure Männer werdet erst einmal in A6 bleiben, vielleicht benötige ich Euch nochmal, Captain. Des Weiteren werde ich Dr. Grom gleich davon unterrichten, dass er Ihnen ein neues Produkt zukommen lassen soll. Und Sie haben dafür zu sorgen, dass so etwas wie zwischen McKarsy und K/L-1 nicht noch einmal in Ihrer Einheit passiert. Haben Sie mich verstanden?"

„Ja, General."

„Na schön, Sie und Ihre Männer dürfen sich jetzt entfernen."

Der Captain salutierte und verließ den Raum, ohne Leila anzuschauen. T-Jack und Cabell folgten ihm dicht auf. Der Doktor warf einen kurzen, traurigen Blick zu Leila und eilte dann ebenfalls aus dem Raum. Leo verharrte einen Moment länger, ehe er sich seufzend abwandte und hinaus stürmte. Baker jedoch rührte sich nicht.

Der General hatte sich bereits zu seinem Tisch gewandt und ein mobiles Telefon am Ohr.

„General Fox hier, Dr. Grom bitte."

Kurz war es still.

„Was soll das heißen der Doktor ist nicht da?!", brüllte der General in den Hörer. Es entstand eine kleine stille Pause, ehe der General sagte:

„Halten Sie die Klappe und passen Sie auf. Ich benötige einen neuen Test-Köder gegen die Overlords. Und zwar dalli. Und richten Sie dem Doktor aus, dass er den Klonen weniger Gefühle mitgeben soll, das gefährdet die ganze Operation, ach was sagte ich, den ganzen Krieg! Am besten wäre es, wenn diese Dinger überhaupt nichts fühlen und denken!"

Mit diesen Worten knallte er das Telefon auf die Ladestation und drehte sich um. Leila war unter seinen Worten zusammen gezuckt und stand nun dort wie ein geprügelter Hund.

Test-Köder... mehr bin ich nicht? Nur so ein bescheuerter Klon und Test-Köder?

Der Blick von Fox fiel auf Baker.

„Was machen Sie denn noch hier, Soldat?"

Baker versteifte sich etwas und fragte:

„Was wird jetzt aus Leila, Sir?"

„Leila?", fragte der General verwirrt.

„Ich meine L-1, Sir", verbesserte sich Baker ungerührt.

„Leila? Sie hat einen NAMEN?", schrie der General aufgebracht und baute sich vor dem Hünen auf. Zwar wirkte er immer noch wie ein Zwerg vor dem Riesen, jedoch wie ein aufgebrachter Zwerg.

„Das geht Sie nichts an, Soldat. Und nun gehen Sie mir aus den Augen!", zischte Fox.

Baker verharrte noch einen Moment, schaute Leila dann kurz in die Augen, biss sich auf die Unterlippe und drehte sich mit einem leisen Knurren herum und verließ das Büro. Fox schaute ihm kopfschüttelnd hinterher.

Als die Tür hinter ihrem Freund zu fiel, fühlte sich Leila so alleine wie noch nie in ihrem Leben. Sie blickte zu Boden, gab die trotzige Haltung auf und ließ die Arme schlaff an der Seite ihres Beckens baumeln.

General Fox umrundete den Tisch und setzte sich in den bequemen Sessel. Eine lange Zeit musterte er Leila. Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und ein Mann stürmte herein. Der General kniff die Augen etwas zusammen.

„Was soll das? Hat Ihnen niemand...", begann er, wurde jedoch von dem Mann unterbrochen.

„Er ist gefallen!", stieß dieser schwer atmend hervor.

„Gefallen? Wer?", fragte der General und hob eine Augenbraue.

„Der Terno-Wall, Sir!", sagte der Bote selber bestürzt über diese Nachricht.

„Waaaas?!", Fox sprang von seinem Stuhl auf und starrte den Boten entsetzt an. Dann fing er sich und fragte:

„Und was ist mit den drei Divisionen?"

„Überrannt... nur sehr wenige haben überlebt", sagte der Mann leise.

„Mein Gott! Wie konnte das passieren...", flüsterte der General.

„Overlords, Sir. Es waren mindestens drei und... und da war noch etwas anderes."

Der General lauschte dem Bericht des Mannes mit auf den Tisch gesenktem Blick. Bei den Worten des Boten schaute er auf.

„Etwas... anderes? Was?"

„Ich weiß es nicht, Sir. Doch es wird berichtet, dass es sehr... mächtig war und ein starkes, weißes Leuchten ging von ihm aus. Dort wo dieses Ding den Wall berührte, da brach er!"

„Die Quelle", murmelte Fox. Verbittert blickte er auf Leila, dann wandte er sich an den Boten.

„Ist der Arion-Wall informiert und besetzt?"

„Ja, Sir. General Clive hält die Stellung dort mit vier Divisionen, er schickte mich zu Ihnen, Sir."

„Danke, geh jetzt", sagte Fox und der Bote zog sich hastig zurück.

Diesmal war es sehr lange still im Raum. Leila wagte es nicht aufzublicken und starrte auf ihre Füße. Unendlich viele Frage schossen ihr durch den Kopf.

Wer bin ich wirklich?

Wer sind meine Eltern?

Habe ich überhaupt Eltern?

Bin ich wirklich so ein Ding, so ein... Köder?

Bin ich nicht menschlich?

Was bin ich dann?

„Leutnant", riss die Stimme des Generals Leila aus ihren Gedanken. Die Wache zu Leilas Linken straffte sich hörbar.

„Ja, Sir?"

„Gehen Sie und sagen Sie Captain Schmitt in der Kaserne er soll die siebte und achte Division mobilisieren."

„Jawohl, Sir!", Der Leutnant salutierte und drehte sich um. Noch ehe er einen Schritt machen konnte, fügte der General hinzu:

„Ach, und nehmen Sie K/L-1 mit. Der Captain soll sie nach seinem Gutdünken einsetzen. Vielleicht kann er einen niederen Dämon mit ihr ködern. Und wenn nicht... ist es auch keine Verschwendung."

Langsam drehte sich der General zur Fensterfront hinter seinem Schreibtisch und blickte hinaus. Leila starrte ihn ängstlich an.

Der Leutnant nickte knapp, packte Leila hart am Arm und zog die verstörte junge Frau einfach mit sich aus dem Zimmer.

*

Der Soldat schleifte Leila hinter sich her, aus dem Gebäude und ging mit ihr quer über den großen Platz zur Kaserne. Dort übergab er sie einem dicken, bärtigen Kerl.

„Ein Köder für Schmitt, sperr sie ein. Ich gebe dem Captain Bescheid."

Ohne eine Erwiderung abzuwarten entfernte sich der Leutnant.

Der dicke Mann murmelte etwas Unverständliches in seinen Bart, packte Leila bei den Haaren und zog die erschrocken aufschreiende Frau mit sich in einen Raum der Kaserne, den Leila noch nie gesehen hatte. Überall standen ca. 2² Meter große Eisenkäfige. Fast alle waren mit hübschen, jungen Frauen belegt. Der Mann stieß Leila hart in einen freien Käfig und schloss die Tür. Das Schloss schnappte geräuschvoll zu und der dicke Mann entfernte sich schlurfend.

Leila machte sich nicht die Mühe aufzustehen. Sie saß auf einer mitgenommenen Matratze, zog die Beine an ihren Körper, schlang ihre Arme um die Knie und wiegte sich sanft hin und her, während ihr die Tränen über die Wangen liefen.

Sie wusste: Nun würde sie bald sterben.

*

Kurz erschien Tommys lächelndes Gesicht vor ihrem inneren Auge und sie erwiderte es.

Wer weiß, vielleicht waren sie ja gar nicht so lange getrennt, wie sie eigentlich gedacht hatte.

****

Er stieg aus und sagte zum Fahrer:

„Warten Sie hier, es dauert nicht all zu lange."

Der Fahrer nickte und griff sich eine abgenutzte Zeitung, die neben ihm auf dem Beifahrplatz lag.

Gelassen ging der Fahrgast zum Eingang des großen, gut gesicherten Komplexes.

Zwei Wachen standen vor dem Vordereingang und eine vertrat dem Fahrgast den Weg.

„Ausweis, bitte", sagte die Wache routiniert.

„Selbstverständlich", antwortete der Fahrgast höflich und zog mit der linken Hand sein Portmonee aus der rechten hinteren Hosentasche.

„Etwas umständlich", entschuldigte er sich, nickte auf seinen dick verbundenen rechten Arm, der in einer Schlinge hing, und reichte der Wache sein Portmonee. Der Wachmann zuckte nur mit den Schultern und hatte schnell den gesuchten Ausweis gefunden.

„In Ordnung. Und was führt Sie zum östlichen Schildgeneratorkomplex...", die Wache stockte kurz und warf noch einen flüchtigen Blick auf den Ausweis:

„...Doktor Grom?"

„Forschungen, wichtige Forschungen", antwortete Grom lächelnd, nahm sein Portmonee wieder entgegen und betrat das Gelände, ohne sich noch einmal umzudrehen.

*

-= Fortsetzung folgt =-

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