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Wie ich zur Frau Wurde... Teil 02

byLisaRH©

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(Vorbemerkung der Autorin: Achtung, in dem zweiten Teil geht es nicht so ab, wie in dem ersten Teil. Er ist aber notwendig um die Geschichte weiterzuführen. Neue Figuren werden eingeführt, wir erfahren mehr über das Leben unserer Heldin.)

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Ich stand in der U-Bahn, die über die Hochbahngleise ratterte, kreischte und zuckte, und es war früh, sehr früh am Morgen. Jedenfalls kam es mir so vor. In meinem Kopf raste es; in meinem Körper flossen heiße Wellen durch mich hindurch. Es tobte und pulste in mir. Ich hatte auch die ganze Nacht gekreischt und gezuckt, grinste ich in mich hinein. Ich drehte mein Gesicht der Sonne zu, die immer wieder durch die Berliner Häuserschluchten hindurch schien.

Mein Freund, nein, seit der SMS gestern Abend, mein Ex-Freund, hatte sich noch nicht gemeldet. Schlief bestimmt noch. Hoffentlich würde er auch heute wieder spät aufstehen. Ich würde dann schon längst bei der Arbeit sein. Ich war so müde und gleichzeitig so voller Energie, dass ich beschlossen hatte, erst einmal in mein kleines Büro zu fahren, die wichtigsten Dinge zu erledigen, bevor ich mich für den Abend ausruhen und fertig machen würde.

„Heute Abend am selben Ort?", hatte Lena zum Abschied gefragt und ich hatte selig genickt, bevor sie sich auf ihr Mountainbike geschwungen hatte und über den Bürgersteig davon gerast war. Eine Weile hatte ich noch ihrem Arsch auf dem Sattel hinterher gesehen, bevor ich mich dann zur U-Bahn aufgemacht hatte.

Ein Strahlen erfüllte mich, fremde Menschen lächelten mich an, ich hielt mich an der Längsstange des Waggons fest, schaukelte, schwankte, ja, tanzte gerade zu mit dem Zug mit.

OK, ich war noch nicht zur Frau geworden, aber ich hatte eine heiße Nacht verbracht. Eine sehr, sehr heiße... Mit einer sehr heißen Frau. Lena. Heiße Frau und heiße Nacht, lachte ich in mich hinein. Eine Nacht, die mein bisheriges Leben aus den Angeln gehoben hatte. Ich stand auf Frauen. Ich war eine Lesbe. Oh Mann, das klang so merkwürdig, so neu, so unerwartet. Gab es da kein anderes Wort für? Lesbe! Lesbierin. Mir fiel kein weiteres ein. Ich finde Frauen heiß. Lena. Überall sah ich ihre blauen Augen. Wie sie mich liebkosten.

Aus dem Kaffee und der Dusche war nur eine Dusche geworden, während der mich Lena wahrscheinlich dreimal kommen ließ, dann war das Wasser kalt und sie musste sich sputen.

„Sorry, dass du keinen Kaffee mehr bekommst. Aber ich hoffe es hat dir auch so gefallen."

„Das mit dem Kaffee geht ja mal gar nicht...", lachte ich und drückte ihr einen Kuss auf die Wange. Roch wieder ihren Geruch. Oder hatte sie ein Parfüm aufgelegt? Das nächstes Mal, wenn ich bei ihr wäre, müsste ich darauf achten, was für Fläschchen in ihrem Bad ständen. Vielleicht war es ja auch nur dieser Geruch, der mich immer so schwindlig von ihr werden ließ... Reiß dich zusammen, Lisa. Ich hoffte nur, dass ich sie nicht schon wieder dümmlich grinsend angestarrt hatte. Ihre hellen Augen blieben kurz auf mir ruhen.

„Demnächst gehen wir mal zusammen shoppen. Dieser Rock geht ja gar nicht, sieht wie aus einem Billigporno aus", hatte sie mir an der Wohnungstür ins Ohr geflüstert. Etwas Neues zum Anziehen hatte sie mir schon gegeben: Einen hellblauen Slip. Stolz hatte ich ihn angezogen. Ich schaute an mir herunter: Meine Strumpfhose war ziemlich zerfetzt, Punklook, war das wieder in? Und der Schottenrock sah also nach Porno aus? Ja, Porno fühlte ich mich gerade.

Ich blinzelte in die Sonne, tänzelte, stellte mir vor, für Lena zu tanzen, mich auszuziehen, zu strippen. Neue Hitzewellen loderten in mir hoch. Oh mein Gott, ich würde es sogar hier in der U-Bahn für Lena tun. Strippen.

„Du siehst so aus, als könntest du einen Kaffee vertragen." Jemand hielt mir einen Pappbecher unter die Nase. „Also nicht, dass du schlecht aussehen würdest. Ganz im Gegenteil. Hot. Aber doch Müde."

Ich schaute hoch. Die Barkeeperin von gestern Abend. Der ich meinen BH gegeben hatte. Die mir zugesehen hatte, als ich mit Lena...

„Na, trink schon", lächelte sie. „Er ist fast so heiß wie du", flüsterte sie mir ins Ohr.

Wortlos und irritiert ergriff ich den Pappbecher und nahm einen grossen Schluck.

"Äh, danke."

Die Barkeeperin musterte mich. „Hätte nicht gedacht, dass du so eine Wilde bist. Hast es ja faustdick hinter den Ohren."

Ich nahm wieder einen Schluck.

„Der ist total lecker der Kaffee. Mein erster heute morgen."

„Hat dir Lena keinen Angeboten? Das gehört bei ihr doch sonst immer zum Service."

„Du kennst sie?"

„Klar, sie und ihre Freundin Cat sind oft da."

Der Zug fuhr laut quietschend in eine Kurve. Ich wurde mit der Hüfte an die Barkeeperin gepresst. Mein Busen streifte kurz ihren Arm.

"Einen Kaffee am nächsten Morgen habe ich bei ihr auch noch nie bekommen."

Ich sah sie fragend an. „Allerdings nur, weil ich noch nie was mit ihr hatte, falls du das wissen willst." Wieder fuhr der Zug eine Kurve, und wieder berührte mein Busen ihren Arm. „Wollte auch gar nicht auf ihre Liste..." Der Zug beschleunigte wieder. Ich schwankte.

„Was willst du damit sagen?", fauchte ich sie an.

„Na, du weißt schon, dass sie eben, wie sagt man so schön, nicht ganz unbeleckt ist." Der Barkeeperin entfuhr ein raues, röhrendes Lachen. „Ich hab schon so einige gesehen, die mit ihr nach Hause gingen, dit kannste mir jlooben."

Der Zug fuhr mit hoher Geschwindigkeit in den Tunnel, die Sonne war verschwunden, Dunkelheit umhüllte uns bis die Neonröhren an der Decke flackernd ansprangen.

"Jetzt guck nicht so bedröppelt. Du bist doch auch kein Engelchen mehr, oder?"

"Bis gestern Abend eigentlich schon." Ich biss mir auf die Lippen. Sie sah mich überrascht an. Ein Flackern in ihren Augen.

"Wie niedlich."

„Bin ich gar nicht."

Wieder lachte sie rau. Dann beugte sie sich nah an mich heran: „Du bist klein und naiv. Und verdammt heiß. Und bist ihrem Charme erlegen. Und wer weiß, ich hab Lena schon ne Weile nicht mehr gesehen, vielleicht hat sie sich ja verändert."

Ich trank den Kaffee bis zum letzten Schluck aus. Fast heulte ich. Aber nur fast.

"Willkommen in der Bösen Welt!" Sie drückte sich näher an mich, sah mir in die Augen und sagte mit einer leisen, fordernden Stimme:

"Aber jetzt schuldest du mir nicht nur eine Lokalrunde, sondern auch noch einen Kaffee."

"Oh, hab ich den jetzt alle gemacht... Und ich muss jetzt auch noch raus... Ähm, tja... Sorry."

"Prima, ich auch."

"Also, ich meine nächste Station. Wittenbergplatz."

„Einer hart arbeitenden Frau, die eine lange Nacht hinter sich hat, ihren Lieblingskaffee wegtrinken, ist ganz schön böse."

Sie grinste wieder, dann musterte sie mich. Wieder war etwas in ihrem Blick, dass ich nicht einordnen konnte. Schon gestern Abend hatte mich dieser Blick irritiert, mich verhext, mich dazu gebracht, merkwürdige Dinge zu tun. Ich hatte ihr einfach so meinen BH gegeben. Sie auf den Reißverschluss ihrer Jeans geküsst. Ich erinnerte mich daran, wie ich sie am Ende des Ganges gesehen hatte, als Lena ihre Finger in mir gehabt hatte. Und wie ihr Blick mir zusätzliche Erregung beschert hatte. Genauso sah sie mich jetzt wieder an. Ich fühlte mich unsicher mit meiner zerrissenen Strumpfhose, dem Pornoröckchen und mir wurde sehr bewusst, das ich unter meiner nur notdürftig mit zwei Knöpfen geschlossenen Bluse keinen BH trug. Ich zog meine Jacke enger vor mein Dekolleté.

"Nicht so schüchtern, Kleines. Als hätte ich von dir nicht schon einiges gesehen", ihr Blick wanderte offensiv über meinen Körper. Ich fühlte auf einmal Lenas Unterhose an meinem Geschlecht. Was machte diese Frau mit mir, deren Namen ich noch nicht einmal kannte.

„Ich bin übrigens Lisa!" Ich streckte ihr meine Hand entgegen. „Ich hab mein Büro um die Ecke, wenn du hier raus musst. Da kann ich dir da einen neuen Kaffee ausgeben."

"Prima", lachte sie. "Ich bin Andrea."

Unsicher musterte ich sie, mir fiel nichts ein, was ich sagen sollte. Ja, sie sah gut aus. Über dreißig war sie auf jeden Fall. Schlank, schmal und hoch gewachsen. Ihr hellbraunes Haar in einem attraktiven Kurzhaarschnitt gestylt, die dunkle Lederjacke unter der ihr T-Shirt von gestern Abend sichtbar war - ich erinnerte mich an die Tattoos auf ihrem Oberarm - die Jeans locker und tief sitzend, die Boots, ja sie war definitiv eine attraktive Frau. Vor allem strahlte sie mit jeder Bewegung eine Sicherheit aus, und trotz ihrer eher burschikosen Erscheinung: Weiblichkeit. Sie war eine Frau. Eine richtige Frau.

Wittenbergplatz wurde angesagt. Sie griff sich ihre Ledertasche, hielt sie mit einer Hand über ihre Schulter. Ich konnte nicht anders, ich betrachtete ihre lange, fast schon knochige Hand genauer: kurze, unlackierte Fingernägel, eine helle, fast schon ungesunde Farbe, ein kleines Tattoo, eine Art Symbol, zwischen Daumen und Zeigefinger, ich stellte mir vor, was sie mit dieser Hand so alles anstellen könnte...

"Komm, du hast doch gesagt: Wittenbergplatz..." sie stand in der Tür, ich hatte gar nicht mitbekommen, dass die U-Bahn schon im Bahnhof stand, die Türen offen. Ich ließ die Stange los, an der ich mich festgehalten hatte, und marschierte an Andrea vorbei aus dem Waggon.

"Du hast echt schöne Beine. Schlank und viel versprechend."

Ich konnte nicht anders: Ich errötete. 'Viel versprechend' ging mir im Kopf herum. Was sollte denn das schon wieder...

"Als ich in deinem Alter war, da hatten wir Lesben es nicht leicht. Da hätte ich niemals so auf der Tanzfläche ein Mädel anmachen können."

"Wie alt bist du denn?"

"Vierzig, Kleines."

"Wow, das sieht man so gar nicht. Das ist ja scharf..."

Sie grinste. "Scharf? Oh, Danke."

"Na, ich meinte, du siehst scharf aus, also, du siehst echt nicht aus wie Vierzig. Hätte ich nie gedacht..."

Wir bogen aus der Station, überquerten die Strasse und ich führte sie zu der etwas versteckt gelegenen Bürogemeinschaft, in der ich ein Zimmer gemietet hatte.

"Wofür braucht so ein junges Ding wie du eigentlich schon ein Büro?"

"Ich hab schon in der Schule Webseiten, Apps und Designs hergestellt. Ich war eher so eine Art Mauerblümchen und hab mich da voll reingekniet. Und das ganze läuft schon halbwegs und irgendwie brauche ich deshalb erstmal keine Ausbildung."

"Cool! Hätte ich dir gar nicht zugetraut. Jedenfalls als ich so alt war wie du, hab ich auch nicht an Ausbildung oder so gedacht. War mehr daran interessiert die Welt zu verändern. Und zu Leben. Und endlich mein Coming Out zu haben. Und dem Mädel, in das ich verliebt war, an die Wäsche zu gehen. Das war alles nicht so einfach."

Ich sagte nichts, wir gingen durch ruhiger werdende Strassen einfach weiter.

"Und ich hatte ja so große Angst, dass ich mich bei ihr doof anstellen würde, also sexuell... Ich dachte, ich müsste ja tausendmal besser sein als all die Kerle, die sie vielleicht schon gehabt hatte..."

Sie lachte mit einem versonnenen Ausdruck auf ihrem Gesicht.

"Ich hab so gut wie jedes attraktive Mädel in meinem Jahrgang geleckt. Ich wollte richtig gut sein. Im Bett. Und beim Lecken."

Sie lachte wieder dreckig. Mir wurde heiß, Lenas Geschlecht sah ich wieder vor mir, ich sah sie vor mir im Bad knien und mich lecken... Verdammt, ich vermisste sie. Ihren Körper. Ihre Hitze. Andrea lachte weiter ihr tiefes Lachen.

"Ich wurde echt ne gute Aufreißern. All die braven Heterodinger legte ich flach. Und träumte immer von der einen"

"Hast du sie bekommen?"

"Ja, natürlich. Allerdings nicht wegen meiner Leckkünste. Sondern weil ich dann doch relativ romantisch war, und das richtige zur richtigen Zeit am richtigen Ort gesagt habe. Bis wir im Bett waren, hat das allerdings ganz schön gedauert."

"Verstehe...", sagte ich.

Wir waren fast angekommen an meinem Büro. Ich sah sie noch einmal an. Ihren schlanken Körper in der abgetragenen Jeans. Scheu hielt ich ihr das Tor auf.

In der Tordurchfahrt zu meinem Büro drückte sie mich plötzlich an die Wand. Stand dicht vor mir. Ihr Atem an meinem Hals. Meine Jacke öffnete sich leicht. Ihre Beine zwischen meinen. Ihr Becken presste meines an die Wand.

Ihr Mund hatte inzwischen mein Ohr erreicht. Ich stöhnte leise, mein Kopf seitlich zur Strasse. Menschen gingen vorbei. Ihre Hände unter meiner Jacke. Auf meinem Bauch und höher, bei meinen Brüsten. Sie hob mich irgendwie mit einer Hand etwas an, meine Beine waren um ihr Becken geschlungen.

"Ich sag's ja, du bist 'ne ganz Wilde", flüsterte sie mir ins Ohr, ihr Atem ließ mich erschauern, ihre Finger an meinen hart aufgerichteten Nippeln.

Ihre Hand wanderte an meinen Oberschenkeln entlang. 'Viel versprechend' ging es mir im Kopf herum.

Die Menschen auf der Straße waren mir egal. Auch, dass man mein Stöhnen wohl im ganzen Treppenhaus hören könnte. Ihre Hände zerrissen meine sowieso schon arg mitgenommene Strumpfhose. Dann waren sie zwischen meinen Beinen. An meinem Slip. Nein, an Lenas Slip!

„Seit du gestern vor mir gekniet hast, will ich dich." Ihre Zunge in meinem Ohr. Ihre Hände hatten mich fest im Blick. Ich spreizte gegen meinen Willen meine Beine, spürte wie sich mein jungfräuliches Geschlecht erwartungsfroh öffnete. Es fühlte sich gar nicht so jungfräulich an. Ihre Zunge wanderte an meinem Hals entlang hoch zu meinen Lippen. Auch diese waren schon erwartungsvoll geöffnet, mein Körper schrie vor Lust, wie konnte ich nur so schnell erregt sein, wie konnte ich mich nur einer komplett Fremden hier im Hauseingang hingeben, mich von ihr entjungfern lassen...

"Nein. Nein. Uh, nein." Die Welle der Erregung war schon fast am Überschlag, aber ich zerrte Andreas Hände von mir weg. Lenas Gesicht vor meinem geistigen Auge, Lenas Stöhnen beim Sex.

"Ich, nein, ich, nicht, bitte, nein."

Irritiert, aber auch belustigt lies Andrea von mir ab.

"Schon gut. Sorry. Ich dacht nur..." Sie stellte sich einen Schritt von mir entfernt hin. Sie beobachtete mich, während ich keuchend und ganz leicht zuckend an der Wand lehnte.

"Sorry, Ich dachte eigentlich gar nix." Ich stieß mich von der Wand ab. „Bekomme ich jetzt trotzdem noch einen Kaffee?"

Ich lachte, viel zu laut, die Erregung in mir wusste nicht wohin. "Klar!"

"Ich war so heiß auf dich. " sagte sie, als ich die Tür zum Büro aufschloss.

"Oh, jetzt schon nicht mehr?"

"Spiel nicht mit dem Feuer, Kleines."

Wir gingen in das Foyer unserer Bürogemeinschaft. Ein großer, im halbdunkeln gelegener Raum, mit einer kleinen Kaffeeküche und einem riesigen, ovalem Konferenztisch in der Mitte.

„Ich hab hier nur ein kleines Zimmerchen. Eigentlich ist dies eine Rechtsanwaltspraxis. Aber die ist ganz in Ordnung, die Anwältin."

Ich ging zu unserer teuren Kaffeemaschine, nahm eine Kapsel, machte einen Strich auf der Liste und startete die Maschine. Während das Wasser laut durch die Kapsel gepresst wurde, zog ich meine Jacke aus. Verzweifelt versuchte ich meiner Erregung Herr zu werden, trotzdem entfuhr mir noch ein ganz leichtes Stöhnen, das hoffentlich von der Maschine übertönt wurde. Andrea hatte unterdessen ihre Tasche auf den Tisch geworfen, was mir etwas Unbehagen bereitete, ob nicht Kratzer auf die Tischplatte kommen würden. Der Kaffee war fertig und ich reichte ihr den Becher.

„Schwarz, oder?"

„Klar" Sie grinste mich an, ihr Blick auf meinem Ausschnitt. Meine Bluse verdeckte kaum etwas mit nur zwei geschlossenen Knöpfen.

„Willst du deinen BH wieder haben?"

„Äh ja, also, demnächst, also irgendwie schon." Konnte ich denn nicht vernünftig reden?

„Gut im Moment genieße ich den Anblick." Sie nahm einen Schluck und ich spürte ihre Blicke auf meinem Körper.

"Seit ich vierzig geworden bin, hab ich ein bisschen einen knacks beim Flirten und Aufreißen."

„Das brauchst aber nicht", sagte ich leise und drehte mich zu ihr um, stellte mich ihren Blicken, dabei an meinem Kaffee nippend.

„Weißte, zu deinem BH kannste auch noch meine Wechseljeans und mein Ersatz-Shirt haben." Sie holte beides aus der Tasche. „Damit du mal anständig aussiehst..." Sie grinste.

„Aber das wär doch nicht..."

„Und wie das nötig ist. Du sollst doch auch mal cool aussehen für deine Lena."

„Heute abend treffe ich sie wieder"

„Und die Jeans ist mir eh zu kurz." Sie warf sie mir zu.

„Die war bestimmt teuer."

„Wie gesagt: sie ist mir zu kurz." Sie warf mir ein helles leichtes Shirt zu. „Aber unter dem brauchst du eigentlich einen BH."

„Danke."

„Also sogar ganz sicher einen BH. Es sei denn du willst allen deine hübschen kecken Nippel präsentieren." Sie grinste.

Ich drehte mich leicht von ihr weg und zog meinen Rock vor aus. Meine Bluse. Meine kleinen Brüste standen nackt im halbdunkeln ab. Die Nippel immer noch steif.

,Keck?', dachte ich und unwillkürlich strich ich über sie. Im Halbdunkeln standen sie wirklich keck und groß hervor, der kräftige, dunkle Rotton setzte sich von meiner hellen glatten Haut gut ab. Ich nahm die abgelegte Jeans und zog sie mir hoch.

"Die passt Super", flüsterte sie. „Jedenfalls am Arsch. Jetzt dreh dich mal."

Ich konnte ihre Erregung sehen, fühlen, riechen. Ihre Blicke auf mir. Auf meinen Brüsten, als ich mich gedreht hatte. Sie strahlte etwas aus, dass mich zwang es zu machen. Aber es gefiel mir. Langsam ging ich auf sie zu.

„Der BH?"

Wortlos gab sie ihn mir, ihre Blicke durchbohrten mich. Ich zog ihn langsam, provozierend an.

Und wie gestern Abend in der Bar ging ich langsam vor ihr auf die Knie. Meine Lippen drückten wieder kleine Küsse auf ihren Reissverschluss. Ich öffnete ihre Hose, mir sehr bewusst was ich tat. Sie sollte kommen. Ich dachte an Lena, aber ich wollte jetzt diese Frau. War es ihr Blick? War es, dass sie mich gestern abend mit Lena im dunklen Gang halb nackt gesehen hatte? Hatte sie gesehen, wie es mir gewaltig und rasend gekommen war? Und wenn ich es zwar nicht erlaubte mich nehmen zu lassen, konnte ich doch wenigstens etwas üben, wie man es macht? Nur Training. Oder war da etwas anderes, das mich steuerte? Ihr starker, fester Blick? Ihre mysteriöse Ausstrahlung? Der rauhe, herbe Geruch, der ihr entströmte? Die Jeans rutschte an ihren Beinen entlang nach unten. Wieder setzte ich kleine Küsse auf ihr nur noch von einem kleinen hellen Slip bedeckten Geschlecht. Meine Hände umfassten ihr Becken und ich zog den Slip bis zu den Knien. Er passte eh nicht so richtig zu ihr. Ich hielt inne und sah mir ihr Geschlecht an. Irgendwie kantig und rau, kleine Schamlippen, die aus der glatten, leicht unrasierten Haut etwas unvermittelt hervorkamen. Sie öffnete etwas ihre Beine und ich drückte meine Lippen auf ihr Geschlecht. Verdammt, was tat ich da? Ich konnte nicht aufhören. Es ist nur Training, dachte ich. Die Hitze in mir vernebelte jeden klaren Gedanken. Es ist nur Training, und dabei küsste ich die unrasierten Stellen, den kleinen rosa Knopf, der hervor stand und dann ging ich tiefer, zwischen ihre kleinen und überraschend zarten Lippen. Ich küsste und leckte sie. Schmeckte sie. Erkundete sie mit meiner Zunge. Allzu gehemmt kam ich mir nicht vor. Ihre Hände in meinen Haaren. Ich hörte ihr Keuchen. Nur mit meiner Jeans und mit meinem BH bekleidet, steigerte ich mich langsam, leckte ich sie immer wilder, schaute zu ihr hoch, sie lächelte und ich strich mit einem Finger an ihren Schamlippen entlang. Sofort verzerrte sich ihr Gesicht vor Lust und als ich den Finger in sie einführte, ihre Nässe spürte, ihr Keuchen hörte, musste ich lächeln. Ja, ich würde sie kommen lassen, gerne auch laut, hier auf dem Konferenztisch. Und während ich dies noch dachte, hörte ich einen Schlüssel an der Tür. Verdammt.

Wir hasteten in unsere Klamotten, ich in das helle T-Shirt, dass mir Andrea gegeben hatte, während Bettina, die Anwältin, der diese Räume gehörten, an der Tür ruckelte.

„Verdammt, Lisa, wie oft soll ich dir noch sagen, du sollst die Kette nicht vorlegen. Das ist hier Charlottenburg und nicht Neukölln."

Ein prüfender Blick auf Andrea, dann zog ich die Kette zurück.

„Sorry, Bettina, Macht der Gewohnheit."

„Uh, du bist ja mal brauchbar angezogen, Lieschen. Nicht ganz so geschmacklos wie sonst." Bettina nickte anerkennend mit dem Kopf, während sie herein kam. Wie immer sah sie wie aus dem Ei gepellt und sehr seriös in ihrem grauen Zweiteiler aus. Sie strich sich eine unsichtbare Strähne aus dem Gesicht, zurück in ihre perfekte und strenge Frisur. Ihre hohen Absätze klapperten schnell über den Holzboden.

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