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Die Leiden der M. Teil 07

bydarksteffi35©

Kapitel 7

Bitte erst die anderen Kapitel lesen!

Wie schnell sich doch ein Leben ändern kann, dachte ich, als ich am späten Montagabend von der Arbeit nach Hause fuhr.

Vor einer guten Woche war ich noch ein fürchterlich braves Mädchen gewesen. Eine Frau, die ihrem Mann treu war und nicht mehr als braven Blümchensex kannte. Und dazu eine fleißige, selbstbewusste und korrekte Abteilungsleiterin. Wovon nun, gerade mal eine Woche später, keine Rede mehr konnte. Dank Jenny, diesem schamlosen Biest von Azubine!

Sie hatte mein anständiges Leben in Stücke geschlagen und mich in die Abgründe der devoten Lust gestoßen. Gegen meinen Willen, wohlgemerkt! Denn freiwillig hätte ich niemals den Mut aufgebracht, in diese Abgründe hinabzusteigen.

Wenngleich ich leider nicht leugnen konnte, dass sich meine Gegenwehr sehr in Grenzen hielt. Geschweige denn, dass mir die Dinge, die mir Jenny bisher abverlangt hatte, nicht gefallen hätten. Ja, das wäre schlichtweg gelogen gewesen.

Ja, ich hatte Lust empfunden. Verdammt viel Lust, wenn ich ganz ehrlich bin. Und das bei allen Dingen, die mir dieses Biest bis dato abverlangt hatte. Was ich niemals für möglich gehalten hätte.

Binnen von nur einer Woche war ich von der anständigen und selbstbewussten Abteilungsleiterin zur devoten Dienerin einer Auszubildenden und des eigenen Mannes mutiert. Und ich hatte nebenbei noch mit einer anderen Frau Sex gehabt und mich von einem Kollegen vögeln lassen. So etwas schafften die meisten anderen Frauen in ihrem ganzen Leben nicht. Und ich hatte es innerhalb von nur sieben Tag geschafft. Eine Leistung, auf die ich allerdings nicht sehr stolz war...

Die nähere Zukunft schien nicht anständiger zu werden. Mein Mann hatte schließlich gerade erst angefangen und da er mit Feuer und Flamme dabei war, konnte ich davon ausgehen, dass mich noch so einiges erwartete. Was mich auf der einen Seite natürlich sehr freute, denn so kam endlich wieder Spannung in unser Liebesleben. Auf der anderen Seite hatte ich keine Ahnung, was meinem Mann alles einfiel, um mich zu dominieren. Vielleicht war ja doch etwas dabei, das mich überforderte. Ich war zwar schon eine kleine Ewigkeit mit meinem Mann verheiratet und kannte ihn eigentlich ganz gut. Was seine dominante Ader betraf, da musste ich allerdings passen. Genau wie bei seinen sexuellen Fantasien. Da blieb mir nur die Hoffnung, dass sie nicht zu ausgefallen waren. Dann hatte ich nämlich ein Problem und zwar ein ziemlich großes, angesichts der Tatsache, dass ich ihm jeden Wunsch erfüllen wollte.

Was Jenny betraf, konnte ich mich ebenfalls nicht in Sicherheit wiegen. Gut, sie hatte sich mittlerweile in mich verknallt. Doch das hieß noch lange nicht, dass sie von nun an zärtlicher mit mir umgehen würde. Nein, so wie ich dieses kleine Biest kannte, war sie mit ihrem Latein noch lange nicht am Ende. Liebe hin oder her...

Ich atmete tief durch, als ich vor dem Haus hielt, in dem mein Mann und ich seit einigen Monaten wohnten. Es war ein viergeschossiges Mietshaus in einem der besseren Viertel von Hamburg. Altbau, gut saniert und in unmittelbarer Nähe zur Alster. Und nicht billig.

Wir zahlten eine horrende Miete für unsere schicke 3-Zimmer-Wohnung. Aber dafür besaßen wir auch zwei Balkone, einem mit Blick auf die Alster und einen mit Blick in den Innenhof der Wohnanlage. Dazu einen echten Parkett-Boden und hohe Decken. Doch, eine wirklich schöne Wohnung. So schön, dass wir uns für sie und nicht für ein Eigenheim irgendwo in einer tristen Vorstadt von Hamburg entschieden hatten. Weil wir das Leben der Großstadt spüren wollten. Vor allem ich. Allerdings war das auch zu einem Zeitpunkt gewesen, als ich noch ein braves Mädchen gewesen war und mir keine Sorgen darum machen brauchte, ob jemand von der anderen Seite des Innenhofes hinüberschaute! Weshalb wir auch keine Gardinen hatten.

Gut, wir hatten natürlich Vorhänge, die man zuziehen konnte. Aber so wie ich meinen Mann kannte, konnte er durchaus auf den Gedanken kommen, dass die Vorhänge dann und wann offenblieben. Er wusste nämlich leider nur zu gut, wie sehr ich mich in der Öffentlichkeit genierte, wenn ich ganz nackt war. FKK und Sauna waren deshalb noch nie mein Ding gewesen. Im Gegensatz zu ihm, der damit keine Probleme hatte. Was mich nervös machte. Wie gesagt, ich wollte ihm auf keinen Fall einen Wunsch abschlagen. Oder besser gesagt, einer Anweisung widersprechen. Ganz gleich, was es auch war.

Zumal ich meinem Mann ja auch noch etwas schuldig war. Ich hatte ihn schließlich betrogen und das nicht nur einmal, sondern gleich mehrfach. Mit Jenny, mit der rothaarigen Herrin und mit diesem Scheißkerl namens Sebastian. Dafür hatte ich durchaus eine Strafe verdient, die mir mehr sehr viel abverlangte. Ja, die mich sogar dazu nötigte, über meine Grenzen zu gehen, in der Hoffnung, dass ich dadurch mein schlechtes Gewissen besänftigen konnte.

Ich holte noch einmal tief Luft, bevor ich den Zündschlüssel herauszog und aus dem Wagen stieg. In der Hoffnung, dass ich mir unnötige Sorgen machte und mein Mann auf andere Ideen kam.

Doch ich sollte mich leider nicht geirrt haben. Denn mein Mann kannte mich zu gut, um sich diesen Umstand entgehen zu lassen. Er wusste natürlich genau, wie er mich an den Rand der Verzweiflung bringen konnte. Oder sagen wir besser einmal, wie er mich besonders gut demütigen konnte.

Wobei es an diesem Tag noch nicht die offenstehenden Vorhänge unserer Wohnung waren, mit denen er mich öffentlich zur Schau stellte. Er hatte eine andere Idee. Eine, die auch ziemlich gemein war...

„Ich geh nur schnell duschen, ja?" meinte ich in meiner Unwissenheit, als ich die Wohnungstüre hinter mir geschlossen hatte.

Mein Mann, der dank seiner Tätigkeit als Lehrer bereits viel früher zuhause war, schüttelte lächelnd den Kopf.

„Heute steht Baden auf dem Programm", meinte er. „Bei dem herrlichen Wetter wäre es doch eine Schande, wenn wir das Duschwasser verschwenden! Komm, wir machen einen kleinen Ausflug zum Boberg-See! Da kannst du dich erfrischen!"

Ich schluckte und spürte ein dumpfes Gefühl im Bauch. Scheiße! Scheiße! Und nochmals Scheiße! Der Boberg-See lag nicht weit von unserer Wohnung entfernt, in einem wunderschönen Naturschutzgebiet, wo wir öfters spazieren gingen. Und an diesem See tummelten sich an so herrlichen Sommertagen wie diesen jede Menge Badegäste. Vornehmlich FKK-Badegäste...

Ich seufzte still in mich hinein und folgte widerstrebend meinem Mann, der über das ganze Gesicht grinste und eine sichtliche Freude an seinem Spiel hatte.

„Dein Outfit lässt übrigens sehr zu wünschen übrig", meinte er, als wir durch den Wald zum Boberg-See gingen.

„Ich bitte vielmals um Verzeihung", meinte ich mit steigender Sorge. „Aber ich hatte heute ein Meeting mit der Geschäftsführung. Da konnte ich ja schlecht im Minirock erscheinen."

Mein Mann warf einen missbilligenden Blick auf meinen halblangen, grauen Business-Rock und die weiße Bluse und schüttelte den Kopf.

„Anweisung ist Anweisung! Und wenn ich mich nicht täusche, trägst du sogar Unterwäsche! Gehört sich so etwas für eine folgsame Dienerin?"

„Nein", flüsterte ich mit gesenktem Blick. „Es tut mir leid und wird nicht wieder vorkommen! Versprochen!"

„Du wirst für dein Verhalten trotzdem eine Strafe erhalten", meinte er gerade in dem Augenblick, als wir den See erreichten. „Aber erst später. Jetzt sollst du dich erst einmal ein bisschen erfrischen. Na los, ab ins Wasser mit Dir! Und wag es dich nicht, sofort wieder zurückzukommen. Du bleibst mindestens 5 Minuten im See!"

So ein Mist, dachte ich, während ich mit wachsender Verzweiflung die vielen Badegäste am Ufer betrachtete, von denen der größte Teil nackt war. Was die Sache natürlich etwas leichter machte, als wenn ich die einzige Nacktbaderin gewesen wäre. Aber deshalb fiel mir die Sache noch nicht leicht. Im Gegenteil! Wie gesagt, ich war noch nie eine gewesen, die sich gerne unbekleidet in der Öffentlichkeit zeigte. Und daran änderten die Erfahrungen der letzten Woche auch nicht viel.

Na los, mahnte meine Vernunft. Je schneller du anfängst, umso eher hast du es hinter dir!

Ich blickte mich noch einmal kurz nach allen Seiten um, aber niemand von den vielen Dutzend Nackten schien Notiz von mir zu nehmen. Dann zog ich schnell meine Bluse und den Rock aus, bevor ich genauso geschwind den Slip und BH auszog. Und genauso nackt wie die anderen Badegäste war.

„Braves Mädchen", lobte mich mein Mann, während er mit lüsternen Augen meinen unbekleideten Körper betrachtete. „Du siehst wirklich verdammt gut aus..."

Da war es wieder. Dieses verräterische Kribbeln in meinem Unterleib. Die nicht versiegende Lust, die mich seit sieben Tagen wie ein Raubtier verfolgte und mich selbst in den unpassendsten Situationen überfiel. Verdammt, was hatte Jenny denn nur in mir ausgelöst? Wieso hörte diese Lust nicht irgendwann auf? Oder wurde wenigstens nicht immer schlimmer?

Ich versuchte das Klopfen zwischen den Schenkeln zu ignorieren und ging schnurstracks zum Wasser. Und genauso schnell hinein, obwohl es verdammt kalt war und mir fast den Atem raubte. Immer weiter, bis ich endlich bis zum Hals in dem flüssigen Eis stand und sicher vor Blicken war. Ja, selbst meine Lust erlitt durch die niedrigen Wassertemperaturen einen kleinen Einbruch, wie ich zu einer Freude feststellen konnte.

Ich stand vielleicht ein oder zwei Minuten im Wasser, als ich mit Entsetzen zusehen musste, wie sich mein Mann bückte und meine Sachen zusammenpackte. Und dann warf er mir noch ein dreckiges Grinsen zu, bevor er zurück in den Wald ging. Mit meinen Sachen...

Du elender Scheißkerl, dachte ich mit Tränen in den Augen. Das kannst du mir doch nicht antun...

Ich wartete noch ein paar Minuten. Dann stieg ich zitternd aus dem Wasser und folgte meinem Mann. Und das mit einer Scham, die nicht größer sein konnte. Am Badeufer fiel ich ja noch nicht weiter auf. Doch spätestens ab dem Moment, als ich durch den Wald lief, wurde es zunehmend peinlicher. Denn dort waren keine FKK-Zone mehr. Sondern der Bereich der Jogger und Hundehalter. Und die hatten natürlich ihre helle Freude mit einer attraktiven Frau, die splitterfasernackt durch den Wald lief! Denen fielen glatt die Augen aus dem Kopf, während ich nur noch gequält grinsen konnte und vor Scham am liebsten im Erdboden versunken wäre!

Glücklicherweise bestätigte sich meine schlimmste Befürchtung nicht. Nein, ich musste nicht nackt bis nach Hause laufen, was sicherlich der peinlichste Moment in meinem Leben geworden wäre. Vollkommen unbekleidet durch die Hamburger Innenstadt zu laufen, ja, das hätte sicherlich für Aufsehen gesorgt. Vielleicht sogar für eine Ordnungswidrigkeit und womöglich für ein paar Pressefotos. Diese Schmach ersparte mir mein Mann, indem er am Ende des Waldes auf mich wartete und vor Schadenfreude kaum noch geradeaus gucken konnte!

„So, das war der erste Teil der Bestrafung", meinte er. „Der zweite folgt sogleich. Folge mir, Dienerin!"

Er verließ den Weg und ging in den Wald hinein. Vielleicht fünfzig Meter, bis wir eine Stelle erreicht hatten, wo dichtes Buschwerk wuchs, welches den Blick zum Weg verdeckte.

„Nimm die Hände hinter den Kopf und spreiz die Beine!"

Ich blickte ängstlich in Richtung Weg, von dem ich zu meiner Erleichterung auch wirklich nichts sehen konnte. Und dann folgte ich schweren Herzens seiner Anweisung. Mit einem Kribbeln im Unterleib, welches von Sekunde zu Sekunde stärker wurde...

Mein Mann betrachtete mich mit sichtlich erregten Blicken, was meine eigene Lust noch weiter anstachelte. Doch dann drehte sich mein Mann um und ging zu einer Stelle, wo Brenneseln in rauen Mengen wuchsen...

Nein, dachte ich, während mir vor Schreck fast das Herz stehenblieb. Das wird er nicht machen. Doch nicht mit Brennnesseln...

Aber genau das machte er. Zuerst griff er in die Tasche seiner Jeans und holte ein Paar Gummihandschuhe heraus, die er anzog. Und dann pflückte er ein stattliches Bündel Brennnesseln!

„Damit dir klar ist, dass ich es mit meinen Anweisungen Ernst meine!", meinte er, als er wieder vor mir stand. „Ich denke, diese Lektion wirst du so schnell nicht vergessen!"

Zuerst bekam meine rechte Brust die Brennnesseln zu spüren. Es dauerte ein paar Sekunden, bevor der Schmerz kam, aber dafür kam er dann auch mit voller Wucht! So heftig, dass ich ein leises Stöhnen nicht verhindern konnte. Und als die andere Brust an der Reihe war, musste ich noch lauter stöhnen. Mein Gott, das brannte höllisch!

Zu guter Letzt war mein Unterleib an der Reihe. Mein Mann, dieser schamlose Sadist, ließ das Bündel mit einem diabolischen Grinsen zwischen meinen gespreizten Beinen verschwinden und fuhr damit einmal ganz langsam über meine Scham. Und das keineswegs sanft, sondern mit festem Druck!

„Oh mein Gott", stöhnte ich, als der volle Schmerz ein paar Sekunden später über mich hereinbrach und meinen Unterleib in Flammen setzte. „Oh Gott..."

„Beweg dich nicht", mahnte mein Mann mit strenger, als ich immer unruhiger wurde und kaum noch die Hände hinter dem Kopf halten konnte, geschweige denn die Beine gespreizt.

Mein Mann legte das Bündel weg und kam zu mir, ohne die Handschuhe auszuziehen. Noch ein lustvolles Grinsen und dann fasste er mich auch schon zwischen die Beine. Und drang gleich mit zwei Fingern in meine brennende und immer feuchter werdende Möse ein.

Spätestens, als er mit seinen Fingern über meine Klitoris strich und auch dort den brennenden Saft verteilte, war es um mich geschehen. Diese Mischung aus Schmerz und Lust ließ mich zusammenzucken und laut aufstöhnen. Was meinen Mann nicht daran hinderte, mich weiterhin dort unten mit den Fingern zu stimulieren und meine Erregung ins schier Unendliche zu steigern.

Ich floss dahin wie selten zuvor und das mitten in einem Wald, in dem es vor Menschen nur so wimmelte. Auch wenn sie bisher alle auf dem Weg vorbeigelaufen waren und uns nicht gesehen hatten. Woran sich hoffentlich nichts änderte! Denn ich war längst in einem Zustand angekommen, an dem sich die Geilheit nicht mehr stoppen ließ. Dafür rauschte der Höhepunkt viel zu schnell heran...

„Du kleines geiles Luder", flüsterte mein Mann mit Anerkennung in der Stimme und einem glücklichen Lächeln auf den Lippen.

Oh ja, diese Nummer gefiel ihm. Ich gefiel ihm. Endlich hatte er seine Frau da, wo er sie schon immer haben wollte. Das war nicht mehr die verklemmte und kopfbestimmte Frau, die er seit Jahr und Tag kannte. Sondern ein kleines geiles Luder, das sich nach Strich und Faden vögeln ließ und zu allem Überfluss auch noch auf Anweisungen und Bestrafungen stand. Und so wie mein Mann gerade strahlte, war das genau die Frau, die er wollte!

Es war am frühen Abend, als die Finger meines Mannes gewonnen hatten und ein spitzer, schriller Schrei der Wolllust durch den Wald schallte. Ich kam so heftig und intensiv, dass mir nicht nur die Tränen in die Augen schossen, sondern ich auch die Sterne tanzen sah. Und dann fiel ich meinem Mann um den Hals und drückte ihn, so fest wie ich nur konnte.

„Du bist die geilste Frau der Welt", flüsterte er mein Ohr. „Und jetzt zieh dich lieber an, bevor gleich jemand kommt. Was mich nicht wundern würde, so laut wie du gerade geschrien hast..."

„Du scheinst einen schönen Abend gehabt zu haben, so wie du heute Morgen strahlst", amüsierte sich Jenny am nächsten Tag.

Es war kurz nach zehn Uhr und sie saß ganz züchtig vor meinem Schreibtisch, wie es sich für eine Auszubildende gehörte. Weil wir ihre Berichthefte gemeinsam durchschauen wollten. Das war zumindest die offizielle Begründung für ihren Aufenthalt im Büro der Abteilungsleiterin. Der wahre Grund war natürlich ein ganz anderer...

Ich hatte sie zu mir gerufen, weil ich sie sehen wollte. Jawohl, ich wollte sie sehen, ganz recht! Weil ich Sehnsucht hatte. Nach ihr und ihren Anweisungen. So unfassbar es auch klingen mochte. Ich konnte es schließlich selbst kaum fassen. Und das nach allem, was sie mit mir angestellt hatte!

Es war nicht so, dass die Liebe zu meinem Mann plötzlich erloschen wäre. Ganz im Gegenteil! Seitdem er mir das gab, wonach sich meine dunklen Abgründe sehnten, liebte ich ihn noch mehr als zuvor. Und doch war da eine Seite in mir, die sich nach diesem kleinen Miststück von Azubine sehnten. Weil sie noch schamloser als mein Mann war. Und weil sie das gleiche Geschlecht besaß und damit eine Ader in mir bediente, die auch nicht mehr von der Hand zu weisen war. Was genauso unfassbar wie alles andere war.

„Ja, ich hatte einen schönen Abend", meinte ich. „Einen sehr beschämenden und sehr schmerzhaften Abend. Und damit auch einen sehr schönen Abend..."

„Wer hätte das von dir gedacht", kicherte Jenny, die in ihrer knallengen Jeans und dem hautengen weißen Top umwerfend sexy aussah. „Alle hier halten dich für eine verklemmte Zicke. Dabei bist du in Wahrheit ein schamloses Luder vom Allerfeinsten!"

Ich spürte, wie mir die Röte ins Gesicht schoss. Das schlimmste daran war, dass sie vollkommen recht hatte. Denn genau das war ich mittlerweile. Und je länger dieser Zustand andauerte, umso besser gefiel er mir.

„Aber so schamlos wie du bin ich noch lange nicht", verteidigte ich mich. „Und das werde ich auch nie!"

Jenny strich sich über ihre schwarzen Haare und grinste über das ganze Gesicht.

„Da will ich dir mal nicht widersprechen. Und weil ich so schamlos bin, werden ich auch diesen Tag nicht nutzlos verstreichen lassen. Sondern ihn nutzen, um dich noch verdorbener zu machen!"

Ich atmete tief durch. Da waren sie wieder. Die tausend Ameisen, die seit einer Woche immer wieder durch meinen Unterleib wanderten. Dieses wundervolle Kribbeln, von dem ich momentan mehr zu spüren bekam als in all den Jahren zuvor.

„Glaub bloß nicht, dass ich von nun an zärtlicher mit dir umgehe, bloß weil ich ein bisschen in dich verknallt bin", fuhr Jenny fort.

„Keine Sorge. Diese Hoffnung hatte ich mir erst gar nicht gemacht. Dafür bist du viel zu schmutzig, als dass du Rücksicht auf mich nehmen könntest. So wie ich dich kenne, wirst du mich stattdessen noch härter rannehmen."

Jenny begann zu schmunzeln und nickte. Und sah mich mit einem Blick an, der mir einen kalten Schauer über den Rücken fahren ließ.

„Genau das werde ich tun. Dich härter rannehmen. Viel, viel härter!!"

„Tu, was du nicht lassen kannst", flüsterte ich in einer seltsamen Mischung aus Erregung und Angst.

„Keine Sorge, Abteilungsleiterin. Wenn ich etwas nicht lassen kann, dann das!"

Ich seufzte still in mich hinein. Der Abgrund, in den sie mich gestoßen hatte, schien verdammt tief zu sein. So tief, dass noch immer kein Ende in Sicht war. Was etwas heißen wollte, angesichts der Schamlosigkeiten, die mir diese kleine Biest bereit hatte. Was in Gottes Namen wollte sie mir denn noch alles antun?

Oh ja, ich hatte Angst. Sehr große Angst sogar! Schließlich stand so gut wie alles auf dem Spiel. Mein Job. Meine Ehe. Und nicht zu vergessen, natürlich auch meine Würde. Ich war diejenige, die in den Spiegel schauen musste und dabei vor Scham kaum noch geradeaus blicken konnte.

Auf der anderen Seite stand die Lust. Diese unvorstellbare Geilheit, wie ich sie noch nie gespürt hatte. Und die ich noch ein bisschen weiter spüren wollte, auch auf die Gefahr hin, dass alles in meinem Leben den Bach runterging. Aber ohne Risiko war das Leben nun einmal nur halb so spannend. Wie hieß es doch so schön? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt...

„Ich finde, wir sollten keine Zeit verschwenden", riss mich Jenny aus meinen Gedanken. „Komm, wir gehen an einen anderen Ort, an dem wir etwas ungestörter sind."

Dieses Biest bringt mich um den Verstand, dachte ich, als wir wenig später alleine im Aufzug standen und hinunter in den Keller der Versicherung fuhren.

„Schön, dass du deine Kleiderordnung eingehalten hast", meinte Jenny mit einem wohlwollenden Blick auf meinen schwarzen Minirock und die weiße Bluse, unter der sich, wenn man genau hinschaute, sichtlich meine Brüste abzeichneten. Dank der Tatsache, dass ich so wie sie mir angewiesen hatte, keine Unterwäsche trug.

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